Der BGH will ein Grundsatzurteil bei Schadenersatzklagen von Vereinen gegenüber Fans fällen. © Maja Hitij

Grundsatz-Urteil: Problem-Fans müssen bald wohl selbst zahlen

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entscheidet in einer Verhandlung über Geldstrafen nach Fan-Fehlverhalten wohl zu Gunsten der deutschen Clubs.

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Die deutschen Fußballvereine haben gute Chancen, hohe Geldstrafen wegen Fehlverhaltens ihrer Fans künftig prinzipiell an die Täter weiterreichen zu können. In einer Verhandlung des Bundesgerichtshofs (BGH) ließen die Richter durchblicken, dass sie dazu tendieren, dafür mit einem Grundsatzurteil die Grundlage zu schaffen. Die Entscheidung wurde für den frühen Nachmittag angekündigt.

Geklagt hatte der 1. FC Köln. Der Verein musste 50 000 Euro Strafe zahlen und weitere 30 000 Euro in Gewalt-Prävention stecken, nachdem ein Anhänger im Februar 2014 bei einem Zweitliga-Heimspiel einen Knallkörper gezündet hatte. Der Böller detonierte auf dem Unterrang und verletzte sieben Zuschauer. Der Verein will von dem Werfer 30 000 Euro Schadenersatz. In Karlsruhe geht es um die Frage, ob der Mann dafür haftbar gemacht werden kann. (Az. VII ZR 14/16)

dpa

Fussball Bundesliga Region/National 1. FC Köln (Herren)

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