Guter Einstand: Guido Burgstaller erzielte in vier Ligaspielen zwei Tore. Guter Einstand: Guido Burgstaller erzielte in vier Ligaspielen zwei Tore. © imago
Guter Einstand: Guido Burgstaller erzielte in vier Ligaspielen zwei Tore.

Guido Burgstaller: Schalkes neuer Vorzeige-Malocher

Anfangs wurde Schalkes Manager Christian Heidel für den Transfer belächelt. Einer aus der 2. Liga, wie soll der einem Klub mit Europa-Ambitionen weiterhelfen? Doch seitdem Guido Burgstaller im S04-Sturm aufläuft, geht es mit den Gelsenkirchenern wieder aufwärts

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Drei Spiele lang hielt der Vorsprung. Am Sonntagnachmittag aber war es nun soweit: Guido Burgstaller ist nicht mehr alleiniger Führender der Torschützenliste in der 2. Fußball-Bundesliga. Stuttgarts Simon Terodde zog durch einen Doppelpack beim 2:1-Sieg gegen den SV Sandhausen gleich, auf ebenfalls 14 Saisontore. Dabei spielt Burgstaller seit dem 9. Januar 2017 gar nicht mehr im Fußball-Unterhaus. Der ehemalige Nürnberger wechselte für den Schnäppchenpreis von 1,5 Millionen Euro zu Bundesligist FC Schalke 04 – seitdem läuft es auch bei den "Knappen" endlich wieder besser.

Einer, wie ihn sich die Schalke-Fans schnitzen würden

Heute hat man gesehen, was wir draufhaben. Das war ein verdienter Sieg über 90 Minuten“, sagte Burgstaller nach dem 2:0-Heimsieg gegen Hertha BSC Berlin, zu dem er den Treffer zum 1:0 beigesteuert hatte. Es war sein zweiter im vierten Bundesligaspiel, in denen man auch gesehen hat, was er draufhat. Als er in der 90. Minute ausgewechselt wurde, gab es Standing Ovation. Nicht etwa für den Mann, der eingewechselt wurde, Klaas-Jan Huntelaar, der Topstürmer der letzten Jahre (124 Schalke-Treffer) – sondern für den Mann, der aus der 2. Liga kam. Und der auch genauso spielt: Mit Kampf, Herz, Leistungs- und Leidensbereitschaft – ein Malocher, wie ihn sich die Schalke-Fans wahrscheinlich schnitzen würden. „Ich habe mich von Anfang an hier wohlgefühlt", sagte Burgstaller.

Schalke und der 27-jährige Österreicher – das passt bislang einfach. Obwohl Schalkes Manager Christian Heidel anfangs belächelt wurde für diesen Transfer. Gerade weil der Wechsel vom 1. FC Nürnberg ja erst dadurch zustande kam, dass den Gelsenkirchenern in dieser Saison die Stürmer ausgingen. Einer nach dem anderen. Der teuerste Zugang der Vereinsgeschichte, Breel Embolo (22,5 Millionen Euro), fällt wegen einer schweren Sprunggelenksverletzung seit Oktober aus. Huntelaar kommt ebenfalls auf gerade einmal 8 Bundesligaspiele bislang. Und auch die weiteren Sturmkandidaten Franco Di Santo und Eric Maxim Choupo Moting fallen derzeit aus.

Burgstaller hat die Chance, sich in der Schalker Stürmerhierarchie zu positionieren, bislang genutzt. Und weil der Klub gerade dabei ist, sich im Bundesliga-Mittelmaß freizuschwimmer nach dem 1:1 bei Bayern München und dem Heimsieg gegen die Hauptstädter, spricht nichts dafür, Burgstaller ins zweite Glied zurückzustellen. Auch wenn ein Klaas-Jan Huntelaar dann nur auf der Bank sitzt.

Huntelaar wird in der Nachspielzeit für Torschütze Burgstaller Huntelaar wird in der Nachspielzeit für Torschütze Burgstaller "nur" eingewechselt. © imago
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