DSC_7422 Der SV Atlas Delmenhorst hofft auf etwas Zählbares beim Heeslinger SC. © Ingo Moellers
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Hahn: "Wir spielen keinen Harakiri-Fußball"

Beim Oberliga-Spitzenreiter Heeslinger SC will der SV Atlas Delmenhorst über die Defensive zum Erfolg kommen

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Vor dem Beginn der Saison in der Fußball-Oberliga haben viele Vereinsverantwortliche vermutet, dass die Klasse deutlich ausgeglichener als noch zuletzt werden würde – sie sollten Recht behalten, dass haben die ersten paar Spieltage bereits bewiesen. Was für Tippspieler offenbar der absolute Horror ist, sorgt für reichlich Spannung bei bislang nahe zu jeder Partie: Favoriten sucht man vergeblich, und selbst wenn sich im Vorfeld einer Begegnung einer heraus kristallisiert hat, dann heißt das noch lange nicht, dass er auch wirklich gewinnt. So war es am vergangenen Wochenende, als der Aufsteiger SV Atlas Delmenhorst dem FC Wunstorf ein Remis abgetrotzt hat. Und so soll es, wenn es nach den SVA-Anhänger geht, auch an diesem Sonntag sein: Die Blau-Gelben gastieren dann ab 17.45 Uhr beim Heeslinger SC. Keine leichte Aufgabe für den Aufsteiger, immerhin führt der HSC die Tabelle ungeschlagen mit zehn Punkten an.

Jürgen Hahn, Trainer des SVA, ordnet den kommenden Gegner in eine ähnliche Kategorie ein wie den FC Wunstorf. "Die Heeslinger haben sich in den vergangenen zwei Jahren kontinuierlich gesteigert. Sie sind gut gestartet und stehen ganz oben, aber das ist sicherlich nur eine Momentaufnahme", meint der Coach. Er hat den Gegner beobachten lassen. Die Erkenntnis, die Hahn gewonnen hat: Der HSC hat eine gute Mentalität, ist auch dank des guten Starts sehr selbstbewusst und spielt mit einer geordneten Defensive. Nun, um Letzteres zu erkennen, reicht auch ein Blick auf den Statistikbogen. In vier Spielen kassierte die Elf um Trainer Hans-Jürgen Bargfrede nur drei Gegentore, sechs eigene Tore bejubelte sie dagegen. "Unser Fundament ist unsere starke Abwehr, sonst sind wir halt Minimalisten", sagt Bargfrede und lacht.

Ein Offensivspektakel sollten die Zuschauer in Heeslingen daher nicht erwarten, denn auch die Blau-Gelben werden mit einer eher defensiven Ausrichtung auflaufen – ähnlich wie beim Heimspiel gegen den FC Wunstorf. Hahn: "Wir wollen hinten erst mal ordentlich stehen. Harakiri-Fußball auswärts und dann auch noch beim Tabellenführer wäre wohl Selbstmord." Eigentlich hat der SVA-Coach wenig Grund, etwas an seiner Startelf zu verändern, doch womöglich bleib ihm gar keine andere Wahl. Denn hinter dem Einsatz von Tom Witte steht ein Fragezeichen, ihn plagen Schulterprobleme. Außerdem droht Stürmer Marco Prießner wie schon im Spiel gegen Wunstorf, aufgrund einer Zerrung auszufallen. "Er konnte bislang nur einmal mit der Mannschaft trainieren. Ob er dabei ist, entscheidet sich bei unserem Abschlusstraining", berichtet Hahn. Dafür kehrt Sebastian Kmiec nach seiner Studienfahrt zurück ins Team. Sollte Tom Witte ausfallen, wäre er ebenso eine Alternative für die Position des linken Außenverteidigers wie Thomas Mutlu. 

Auch auf der Gegenseite drohen einige Ausfälle: Hinter Oliver Warnke und Enes Acarbay steht ein Fragezeichen, David Maria ist mit einem Muskelfaserriss dagegen sicher nicht dabei. Bargfrede: "Wir werden trotzdem eine gute Elf zusammenkriegen." In der Favoritenrolle sieht er sein Team trotzdem nicht. Dafür sei die Liga einfach viel zu ausgeglichen. Und seine Mannschaft habe in den ersten Partien auch etwas Glück gehabt. "Wir haben aus wenigen Chancen viele Tore gemacht, das kann auch mal anders laufen", meint er. Überhaupt habe er seine Spieler zuletzt ermahnt. Nach seinen Worten sollen sie zwar selbstbewusst auflaufen, aber angesichts der Tabellenspitze bloß nicht überheblich werden. "Der Start war schön, ist aber auch nur eine Momentaufnahme. Atlas wird schwierig. Der Verein hat einen klaren Plan und sehr gute Spieler. Das wird eine enge Partie", meint der HSC-Trainer.

Region/Bremen Bezirk Weser-Ems SV Atlas Delmenhorst (Herren) Heeslinger SC (Herren) Oberliga Niedersachsen (Herren) HSC Hannover-SC Spelle-Venhaus (04/09/2016 17:00)

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