13. Januar 2018 / 19:19 Uhr

Hallenturnier in Kremmen: Grün-Weiß Bergfelde verzichtet nach Fehlverhalten auf Halbfinalteilnahme

Hallenturnier in Kremmen: Grün-Weiß Bergfelde verzichtet nach Fehlverhalten auf Halbfinalteilnahme

Conrad Hipp
In der Stadtsporthalle Kremmen war beim Hallenturnier einiges los.
In der Stadtsporthalle Kremmen war beim Hallenturnier einiges los. © Enrico Kugler
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Hallenturnier in Kremmen: Grün-Weiß Bergfelde zieht Mannschaft nach Fehlverhalten aus dem Turnier.

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Hallenfußball der rasanten Art! Am Freitagabend ging es beim Hallenturnier des FC Kremmen II heiß her. Fast war die Vorrunde vorbei, als es plötzlich hektisch wurde und eine Rudelbildung auf dem Feld eine sehr ungewöhnliche Situation hervorbrachte.

Was war passiert? Es lief das letzte Gruppenspiel der Gruppe B. Der SV Friedrichsthal stand bereits als Gruppensieger fest. Auf dem Feld kämpften Grün-Weiß Bergfelde und die SG Linum um Platz zwei. Bergfelde hätte dabei ein Unentschieden gereicht. Ein hitziges Spiel mit einigen Zeitstrafen, in dem Linum etwa 90 Sekunden vor dem Ende mit 2:1 führt. Als ein Spieler der SG plötzlich von vorn eine Grätsche ansetzt, wird es unruhig. Bergfelde will sich die Aktion nicht gefallen lassen und plötzlich entsteht ein Handgemenge auf dem Feld. Die Spieler kommen von der Strafbank, mischen fleißig mit, die Rudelbildung kann erst nach einigen Diskussionen aufgelöst werden.

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Dann wird aufgeräumt! Es hagelt Zeitstrafen und jeweils eine Rote Karte gegen jede Mannschaft. Dann kann es weitergehen. Zwei Spieler hat jedes Team noch auf dem Feld – hätte! Denn die SG Linum ist mit den Schiedsrichterentscheidungen nicht einverstanden, bricht seinerseits das Spiel ab. Heißt: Das Spiel wird für Bergfelde gewertet, die Grün-Weißen wären im Halbfinale.

Fair-Play gewinnt

Daraus wird allerdings nichts, denn Bergfeldes Co-Trainer Felix Köhler geht zur Turnierleitung und teilt mit, dass der Verein die Halbfinalteilnahme nicht wahrnehmen wird. "Man muss zugeben, dass diese Rudelbildung mehr von uns ausging, auch wenn sie aus einer harten Aktion Linums heraus entstand. Wir wollen uns so aber nicht präsentieren und auf so einem Weg weiterzukommen hatten sich die Jungs in diesem Moment auch nicht verdient“, gesteht Köhler ein.

Mannschaft zeigt Einsicht

Nachdem Köhler der Turnierleitung die Entscheidung mitteilte, gab er auch der Mannschaft Bescheid. Köhler: "Natürlich haben einige überrascht geguckt, aber sie konnten die Entscheidung nachvollziehen."

Für Bergfelde war das Turnier also beendet, aber der FC Kremmen musste nun einen neuen Halbfinalteilnehmer holen. "Mir tat das für Kremmen sehr leid, dass sie dadurch organisatorisch so herausgefordert wurden. Aber sie haben für diese Situation eine gute Lösung gefunden", sagt Köhler. Die sieht so aus: Der Vierte der Gruppe B, der FSV Germendorf, tritt in einem Entscheidungsspiel gegen den Dritten der Gruppe A, PSV Zehlendorf, an. Die bisher sieglosen Germendorfer gewinnen, stehen plötzlich im Halbfinale. Dort scheiden sie aber gegen Sachsenhausen aus. Das Turnier gewinnt Friedrichsthal. Auf einen möglichen Titelgewinn verzichtete Bergfelde freiwillig. Der Fair-Play-Gedanke stand nach dem eigenen Fehlverhalten im Vordergrund.

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