22. Januar 2018 / 09:04 Uhr

Hallescher FC feiert 3:2-Heimsieg gegen den VfR Aalen

Hallescher FC feiert 3:2-Heimsieg gegen den VfR Aalen

Gerald Fritsche
Royal Dominique Fennell HFC gegen Rico Preißinger VfR Aalen
Royal Dominique Fennell HFC gegen Rico Preißinger VfR Aalen © Imago
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Halle. Der Hallesche FC ist erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Die Saalestädter gewannen am 21. Spieltag der 3. Fußball-Liga ihr Heimspiel gegen den VfR Aalen mit 3:2. Vor 5270 Zuschauern im Erdgas-Sportpark erzielten Marvin Ajani in der 19., Mathias Fetsch in der 22. und erneut Marvin Ajani in der 56. Minute die Tore für Halle, für den VfR Aalen waren Luca Schnellbacher (49.) und Rico Preißinger (63.) erfolgreich. Nach ausgeglichenem Beginn steigerte sich der HFC und ging folgerichtig durch einen Doppelschlag in Führung Die Gäste aus Baden-Württemberg zeigten sich davon beeindruckt und kamen erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs wieder zu Chancen. Nach dem Anschluss stellte Ajani zunächst den Zwei-Tore-Abstand wieder her, bevor eine nicht weniger spektakuläre Einzelaktion von Preißinger das zweite Gästetor brachte. In den letzten Minuten hatten beide Teams noch weitere Torchancen, doch der HFC brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

​​Hallescher FC will mit der Stadt über Finanzhilfen sprechen

Unterdessen will der finanziell schwer angeschlagene Fußball-Drittligist im Kampf ums Überleben auch die Stadt Halle und die Fans ins Boot holen. „Die Situation ist brisant. Aktuell lassen wir nichts unversucht, die sich abzeichnende Lücke von über einer Million Euro aus eigener Kraft und mit der dringenden Bitte um Hilfe durch den Oberbürgermeister und die Stadt Halle zu schließen. Etwaige Gräben sollten wir zuschütten, Befindlichkeiten ausräumen, Berührungsängste abbauen. Denn wir brauchen jeden Euro, jeden Zuspruch, jede Unterstützung. Von unseren Fans, aber eben auch von der hiesigen Wirtschaft und der Kommune“, schrieb das HFC-Präsidium in einem offenen Brief.

Nach dem FC Rot-Weiß Erfurt und dem Chemnitzer FC ist der HFC der dritte Club aus Mitteldeutschland, der Finanzprobleme hat. Auch wegen ausgebliebener Sponsoreneinnahmen erwarten die Hallenser im Frühjahr eine Liquiditätslücke von über einer Millionen Euro. Der Etat für die Drittliga-Mannschaft beträgt 3,9 Millionen Euro. Der HFC muss bis Ende Februar die Lizenzunterlagen für die kommende Drittliga-Saison einreichen.

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Seit der Zugehörigkeit zur 3. Liga waren Klassenverbleib, Etablierung im Profifußball und Lizenzerteilung Jahr für Jahr ein Kraftakt, hieß es in dem Schreiben. „Da die involvierten Gremien des Vereins selten gejammert oder um externe Hilfe gebeten haben, ist der fortwährende Ritt auf der Rasierklinge vielen ein Stück weit verborgen geblieben.“ Der Hallesche FC liege etwa 2,5 Millionen Euro unter dem Durchschnittsetat der Spielklasse.

Am Mittwoch trafen sich Fanvertreter, Präsidium, Verwaltungsrat und Sponsoren und verabschiedeten einen Maßnahmenplan. So soll in Kürze ein Online-Spendenkonto freigeschaltet werden. Auch ein Benefizspiel sowie ein personifiziertes Sondertrikot in limitierter Auflage von 1966 Stück soll es geben. „Unser Ziel ist, mit den Maßnahmen 200 000 Euro zu erwirtschaften und den Fans gleichzeitig ein Wir-Gefühl und einen echten Mehrwert zu bieten“, sagte HFC-Präsident Michael Schädlich.

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