24. Januar 2018 / 18:02 Uhr

Halstenberg fällt mit Kreuzbandriss lange aus – RB Leipzig braucht Verstärkung

Halstenberg fällt mit Kreuzbandriss lange aus – RB Leipzig braucht Verstärkung

Anne Grimm
RB Leipzigs Marcel Halstenberg (rechts) und Kaiserslauterns Lukas Görtler kämpfen um den Ball.
Marcel Halstenberg (noch) in Aktion © dpa
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Für Verteidiger Marcel Hastenberg ist die Saison nach seinem Kreuzbandriss beendet, seine Hoffnungen auf die WM geplatzt. Der Kader von RB Leipzig wird immer dünner. In der letzten Woche des Wintertransferfensters wird es noch einmal spannend.

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Leipzig. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt: Marcel Halstenberg hat sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zugezogen und fällt mehrere Monate aus. Die ernüchternde Diagnose kam am Mittwoch nach einer Untersuchung beim Augsburger Kniespezialisten Dr. Ulrich Boenisch. Halstenberg werde zeitnah operiert, twitterte RB Leipzig am Nachmittag.

Die Bundesliga- sowie Europapokalsaison ist für den Verteidiger damit vorbei. Besonders bitter: Auch der Traum von der WM mit der deutschen Nationalmannschaft im Sommer in Russland ist vorzeitig geplatzt. Der 26-Jährige hatte sich am Dienstag beim Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit das Knie verdreht.

Die einzig gute Nachricht für den Verein: Noch ist das Wintertransferfenster exakt eine Woche offen. Bei Sportdirektor Ralf Rangnick glühen die Drähte nun vermutlich heiß. Vergangene Woche hatte Trainer Ralph Hasenhüttl betont: „Wir haben schon ein paar Spieler abgegeben, so langsam würde es dann Sinn machen, wieder jemand dazu zu holen, wenn uns noch jemand verlässt.“

Der Coach benötigt auch in der Breite Möglichkeiten, um zu reagieren. Nach der schweren Verletzung von Halstenberg sowie den Abgängen von Marvin Compper und Federico Palacios wird der Kader immer dünner. Bereits zu Beginn der Winterpause hatte der Österreicher bekräftigt, dass der Verein die Augen nach einem neuen Verteidiger offen hält „der uns als Gesamtpaket weiterhilft“.

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In den vergangenen zwei Partien ersetzte Linksfuß Bernardo den verletzten Halstenberg, bei der 1:2-Niederlage in Freiburg hinterließ er allerdings keinen guten Eindruck. Aber auch Lukas Klostermann kennt sich auf der linken Seite aus, füllte die Position beim olympischen Silbermedaillengewinn im Sommer 2016 mit dem DFB-Team in Brasilien mit Bravour aus. Auf der rechten Defensivseite der Leipziger wurde Klostermann allerdings zu Beginn der Rückrunde gegen Schalke und Freiburg vom umgeschulten Mittelfeldakteur Konrad Laimer ersetzt.

Halstenberg sollte diesen Samstag (15.30 Uhr) gegen den Hamburger SV sein Comeback nach seinem Mittelhandbruch feiern. Die Verletzung hatte sich der 26-Jährige im letzten Spiel des Jahres 2017 bei der Niederlage gegen Hertha BSC zugezogen. Nach seinem Anschlusstreffer zum 2:3-Endstand in der Nachspielzeit verfing er sich im Fallen mit der rechten Hand am Netz des gegnerischen Tores.

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In der Hinrunde war der Linksverteidiger der Feldspieler mit den meisten Einsatzzeiten bei RB Leipzig im Fußball-Oberhaus – 1177 von 1530 möglichen Minuten stand er auf dem Rasen. Vor allem im Spiel nach vorn hatte sich der Neu-Nationalkicker stetig verbessert: mit 26 Torschüssen mauserte er sich zum Defensivakteur mit den meisten Offensivaktionen der gesamten Bundesliga, erzielte selbst zwei Treffer und gab zwei Assists.

Das war auch dem Bundestrainer nicht entgangen. Joachim Löw lud Halstenberg im November erstmals zur Nationalmannschaft ein. Im Freundschaftsspiel gegen England (0:0) feierte der Verteidiger sein Debüt im DFB-Team und erhielt für seine Leistung gute Kritiken.

Schock-Nachricht für Marcel #Halstenberg! Unser Linksverteidiger zog sich im gestrigen Training einen Riss des vorderen...

Posted by RB Leipzig on Mittwoch, 24. Januar 2018
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