13. Januar 2019 / 17:21 Uhr

Handball-WM: Das machen die DHB-Stars in ihrer Freizeit 

Handball-WM: Das machen die DHB-Stars in ihrer Freizeit 

Jens Kürbis
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Einblicke hinter die Kulissen der DHB-Auswahl. V. l. Steffen Weinhold (THW Kiel), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten), Finn Lemke (MT Melsungen) und Fabian Wiede (Füchse Berlin) spielen das Brettspiel „Siedler von Catan“.
Einblicke hinter die Kulissen der DHB-Auswahl. V. l. Steffen Weinhold (THW Kiel), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten), Finn Lemke (MT Melsungen) und Fabian Wiede (Füchse Berlin) spielen das Brettspiel „Siedler von Catan“. © Sascha Klahn/saschaklahn.com
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Die deutschen Handballer sind mit zwei Siegen toll in die Heim-WM gestartet. Doch was treiben die DHB-Stars eigentlich so in ihrer Freizeit im Hotel? Der SPORTBUZZER wirft einen Blick hinter die Kulissen. 

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Grand Hyatt am Potsdamer Platz. Der schmucke Fünf-Sterne-Tempel ist in den WM-Tagen von Berlin das Domizil der deutschen Handballer. Fernab der Gruppen-Gegner, die im Courtyard by Marriott logieren, „haben wir deutlich mehr Ruhe und uns fehlt es an nichts“, wie Sportdirektor Axel Kromer erklärte. Am Tag nach dem Samba-Tanz mit Brasilien (34:21) war Freizeit und Regeneration angesagt.

Keeper Andreas Wolff hatte noch am Abend zuvor in der Sauna, im 800 Meter großen Spa (mit 4,5x2 Meter großem Whirlpool, Dampfbad und Solarium) geschwitzt. Behandlung, Massage und eine Runde vor der Glotze mit Dschungelcamp und den US-Football-Play-offs – das stand bei Paul Drux auf dem Plan. Am Morgen gab es für alle dann Videostudium und ein lockeres Training, inklusive Fußball. „Jung hat 4:2 gewonnen, führt auch“, merkte „Youngster“ Jannik Kohlbacher (23) mit einem Grinsen an.

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Der Nachmittag, er war für das Gros frei. Und das tummelte sich überwiegend in der Players Lounge, „ein eigener Aufenthaltsbereich für die Mannschaft“, wie DHB-Vorstandschef Mark Schober erklärt. Dafür hat der Verband extra eine Hotel-Suite angemietet, für die „Otto-Nicht-Normalverbraucher“ in der günstigsten, der „Grand Executive“-Variante, stolze 694 Euro pro Nacht hinblättern muss. Im Suite-Wohnzimmer wird gespielt. Wieder in: „Die Siedler von Catan“. Das Brettspiel war schon bei „Pitti“ Petersen, Markus Baur und Stefan Kretzschmar vor 15 Jahren hoch im Kurs. Siedler-Fan „Kretzsche“ war 2010 sogar bei der „Catan-WM“ am Start.

Wie die Jahre zuvor ist aber Darts der Renner. „Heine ist der Stärkste, er scheint zu Hause zu üben“, erzählt Matthias Musche. „Ja, ich würde mich da schon zum Favoritenkreis zählen“, bestätigt Keeper Silvio Heinevetter. Scheibe und Staffelei sind seit Jahren ohnehin im DHB-Gepäck bei großen Turnieren. Eine Staffelei? „Früher hatten wir die Scheibe an der Hoteltür hängen. Und einige treffen nun mal nicht. Da gab es hinterher immer fette Rechnungen vom Hotel“, verrät Heinevetter dem SPORTBUZZER. Auch, dass er nicht so oft die 180 ins Visier nimmt. „Ich bin eher der Triple-19-Typ.“

Was wird noch gespielt?

Wer in Berlin wieder mitspielen darf, ist Finn Lemke. Der 2,10-m-Turm hatte vor einem Jahr in Kroatien ob der niedrigen Raumhöhe zu oft die Decke statt die Scheibe getroffen. „Doch der muss jetzt weiter weg, hat eine eigene Markierung, da er so lange Arme hat“, erzählt Kohlbacher, der auf seine Passion in Berlin verzichten muss. Der Löwe ist leidenschaftlicher Angler, zog schon mal einen 2,13 Meter langen Wels an Land. In der Suite gibt es noch zwei separate Arbeitszimmer. Es sind die Behandlungsräume der „Kneter“, der Physiotherapeuten.

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Die DHB-Stars um Andreas Wolff, Patrick Wiencek und Uwe Gensheimer (v.l.n.r.) schlafen während der WM in einem Hotel am Potsdamer Platz in Berlin.  Zur Galerie
Die DHB-Stars um Andreas Wolff, Patrick Wiencek und Uwe Gensheimer (v.l.n.r.) schlafen während der WM in einem Hotel am Potsdamer Platz in Berlin.  ©
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Und was wird noch gespielt? Kicker und Tischtennis. Auch dafür gibt es einen Extra-Raum direkt neben dem Speisesaal. Fabian Böhm, der Hannoveraner, spielt lieber auf der Konsole Mario Kart mit Patrick Groetzki. Paul Drux schaut mit Fabian Wiede Serien. Ihr Hit: „Big Bang Theory“. Drux hat noch ein Buch dabei. „Kurze Antworten auf große Fragen“ von Steven Hawking. „Aber zum Lesen bin ich noch nicht gekommen“, erzählt er. Silvio Heinevetter auch nicht.

„Freue mich, wenn ich im Bett liege“

„Ganz ehrlich, ich freue mich, wenn ich abends im Bett liege und mit Finn (Lemke) dumm rumquatschen kann“, verriet der Berliner, „und es ist wichtig, ab und zu mal rauszugehen, die Seele baumeln zu lassen. Wen du dich die ganze Zeit im Hotel einkerkerst wie bei der Bundeswehr, kriegst du ja einen Lagerkoller.“

Auf Instagram postete er so ein „Kaffee-Zeit“-Foto mit Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki, Finn Lemke und Fabian Böhm in der Mall of Berlin.

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Die deutsche Nationalmannschaft stellt sich zum Teamfoto vor den Fans auf. Zur Galerie
Die deutsche Nationalmannschaft stellt sich zum Teamfoto vor den Fans auf. ©
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