Handshake zwischen Schiedsrichter Dingert und 96-Manager Horst Heldt nach dem Spiel in Mönchengladbach. Handshake zwischen Schiedsrichter Dingert und 96-Manager Horst Heldt nach dem Spiel in Mönchengladbach. © dpa/imago/Team2/Sportbuzzer
Handshake zwischen Schiedsrichter Dingert und 96-Manager Horst Heldt nach dem Spiel in Mönchengladbach.

96: In Gladbach gewinnt nicht nur Borussia – sondern auch Schiedsrichter Dingert

Nach dem 1:2 von Hannover 96 bei Borussia Mönchengladbach verteidigen die Trainer den Videobeweis. 96-Manager Horst Heldt findet allerdings die Handspiel-Regel "dämlich".

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Gewinner im Borussia-Park war nicht nur Mönchengladbach, sondern auch Schiedsrichter Christian Dingert. Gladbach-Trainer Dieter Hecking, 96-Trainer André Breitenreiter und Manager Horst Heldt bescheinigten Dingert ein gutes Auge beim Elfmeterpfiff und dem Videocheck der Szene, nachdem Salif Sané dem Gladbacher Vincenzo Grifo ungestüm reingegrätscht war.

Breitenreiter fühlte sich „nicht benachteiligt, letztlich ist es gut, wenn der Schiedsrichter sich nochmal ein Bild machen kann“. Dingert hatte sich klar für Elfmeter entschieden. Zweifel waren allerdings angebracht, weil Sané den Ball auch berührt hatte. „Den kann man geben“, meinte Heldt. Kann man auch nicht geben, fand offenbar Video-Schiri Wolfgang Stark. Dennoch bleibt schleierhaft, warum Dingerts Entscheidung per Funk hinterfragt wurde. Dingerts Pfiff war keine klare Fehlentscheidung – in diesem Fall, so die Ansage der DFB-Chefs, sollte die Leitung in die Kölner Video-Zentrale stumm bleiben.

Hannover 96 zu Gast bei Borussia Mönchengladbach: Die Statistik-Rückschau

Für 96 bekam die Szene eine folgenschwere Dimension, auch weil deutlich war: Vier Minuten in der Nachspielzeit, der Elfmeter zum 2:1 würde das Spiel entscheiden. „Das ist schon spannend“, fand Breitenreiter, „das war die entscheidende Situation, und da darf es auch mal dauern. Man beobachtet die Mimik, die Gestik, das Laufverhalten der Schiedsrichter.“ Dingert blieb mit Laufstil und Gesten bei seiner Linie. Er wich nicht ab von seiner ur­sprünglichen Tatsachenentscheidung, obwohl er sich am Videoschirm am Spielfeldrand absicherte.

Das sind die Bilder zum 96-Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach.

Kollege Hecking outete sich „pro Videobeweis, wenn wir jedes Wochenende Druck aufbauen wollen, dann wird das nichts“. Heldt gab sich ebenfalls versöhnlich. Beim nicht gegebenen Handspiel von Fabian Johnson (74.) hatte sich Stark ebenfalls eingeschaltet, Julian Korb hatte Johnson bei der Flanke an den Arm geschossen. Schon hier fiel die Entscheidung zum ersten Mal gegen 96. „Auch den kann man geben“, fand Heldt. Kein Vorwurf an Dingert – aber, fuhr Heldt wütend fort: „Handspiel ist ein Thema für sich. Die Regel ist so schwammig. Ich finde, dass es durch das Handspiel eine Veränderung gibt. Ich zweifele an dieser Regel. Sie ist einfach dämlich. Da stelle ich mich jedes Mal mit der Hand so hin. Eine total bescheuerte Regel.“

Die Einzelkritik: So war Hannover 96 bei Borussia Mönchengladbach in Form.

Hannover 96 (Herren) Fussball Bundesliga Borussia Mönchengladbach-Hannover 96 (30/09/2017 15:30) Region/Hannover

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