07. Februar 2019 / 09:15 Uhr

Was ist bloß mit der einstigen 96-Maschine Walace los? Der Motor stottert bedenklich!

Was ist bloß mit der einstigen 96-Maschine Walace los? Der Motor stottert bedenklich!

Tobias Manzke
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Was ist mit ihm los? Walace wirkt derzeit von der Rolle.
Was ist mit ihm los? Walace wirkt derzeit von der Rolle. © Getty Images
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Thomas Doll, der neue Trainer von Hannover 96, sucht auffällig oft das Gespräch mit Abräumer Walace. Der wirkte zuletzt völlig von der Rolle. TV-Experte Matthias Sammer nahm nach dem Leipzig-Spiel kein Blatt vor den Mund: "Das ist schon eine Frechheit." Was ist mit dem Brasilianer los?

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Trainer Thomas Doll sucht auf dem Trainingsplatz oft das Gespräch mit Abräumer Walace. Der Brasilianer ist ein wichtiger Faktor im 96-Spiel – beziehungsweise: Er war es ...

"Das ist schon eine Frechheit"

Zurzeit gibt es eher Gesprächsbedarf über die Leistungen des Brasilianers, die in den letzten Wochen ganz schwach waren. Im Heimspiel gegen Leipzig (0:3) war der Mittelfeld-Abräumer bei zwei Gegentoren nach Standard-Situationen nicht auf der Höhe, ließ seinen Gegenspieler aus den Augen. „Ich lasse mir gefallen, dass Walace das einmal passiert, aber nicht zweimal. Der Abstand war so groß, das ist einfach Wahnsinn. Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich kann Fehler nachvollziehen, aber das sind ja keine Fehler. Das ist unverantwortlich“, sagte TV-Experte Matthias Sammer anschließend. „Das ist schon ein dickes Ding. Ich habe schon viel gesehen, aber so etwas habe ich lange nicht gesehen. Das ist schon eine Frechheit.“ Deutliche Ansage des Europameisters von 1996. Was ist mit Walace los?

Das ist 96-Neuzugang Walace: Seine Karriere in Bildern

Nach drei Jahren in der ersten brasilianischen Liga bei seinem Jugendclub Grêmio Porto Alegre wechselte Walace im Januar 2017 zum Hamburger SV. Damals legten die Hamburger mehr als neun Millionen Euro für den Mittelfeldspieler auf den Tisch. Zur Galerie
Nach drei Jahren in der ersten brasilianischen Liga bei seinem Jugendclub Grêmio Porto Alegre wechselte Walace im Januar 2017 zum Hamburger SV. Damals legten die Hamburger mehr als neun Millionen Euro für den Mittelfeldspieler auf den Tisch. ©
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Der Brasilianer startete nach seinem Wechsel zu 96 bärenstark, wurde sogar wieder in die brasilianische Nationalmannschaft berufen und spielte dort an der Seite von Superstars wie Neymar. Intern bezeichnen ihn viele 96-Mitspieler als „Maschine“. Aber der Walace-Motor stottert bedenklich seit einigen Wochen. Am ersten Rückrundenspieltag gegen Bremen gewann er nur 25 Prozent seiner Zweikämpfe. Im Heimspiel gegen Leipzig waren es 38 Prozent. Katastrophale Werte für einen Spieler seiner Klasse.

Der einzige Scorerpunkt liegt lang zurück

In Dortmund ließ Ex-Trainer André Breitenreiter ihn wegen seiner Formkrise sogar auf der Bank. Dazu kommt, dass Walace in der Offensive zu harmlos ist. in seinen 18 Liga-Spielen (16 davon über 90 Minuten) kommt er nur auf einen Scorerpunkt. Und der liegt mit dem dritten Spieltag (Vorlage zum Treffer von Miiko Albornoz) auch schon lange her. Eigene Tore: bisher Fehlanzeige.

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Der Marktwert des Brasilianers liegt laut transfermarkt.de bei 14 Millionen Euro, seine Ausstiegsklausel ist mehr als doppelt so hoch. Im Sommer kann Walace 96 per Option für mehr als 30 Millionen Euro verlassen. Dass der 23-Jährige mit 96 im schlimmsten Fall den Weg in die 2. Liga antritt, darf stark bezweifelt werden. Obwohl sein Kontrakt auch bei Abstieg gültig wäre, ist ein Wechsel im Sommer die wahrscheinlichste Variante. Auch wenn 96 nicht die volle Summe von über 30 Millionen bekommen würde, ist ein Abschied des 23-Jährigen dennoch lukrativ für den Verein. Für brasilianische Nationalspieler werden sich immer kaufkräftige Abnehmer finden.

Wird Walace wieder ein Faktor?

Aber noch ist es nicht soweit. Doll wird weiterhin viele Gespräche mit Walace führen, damit er schnell wieder ein wichtiger Faktor für das 96-Spiel wird. Am besten schon am Sonnabend, wenn es in der HDI-Arena zum Keller-Duell mit Nürnberg kommt. Angst und Schrecken haben die Franken in Hannover mit ihrem Auftritt im Pokal-Achtelfinale beim Hamburger SV nicht verbreitet. Beim 0:1 bot das Team von Trainer Michael Köllner eine ganz schwache Vorstellung. „Mit dieser Leistung gibt es am Samstag in Hannover ein böses Erwachen“, sagte Torhüter Christian Mathenia.

Allerdings: Auch 96 hat in den vergangenen Wochen nur für wenig Begeisterung gesorgt – wie Walace.

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