96-Clubboss Martin Kind. 96-Clubboss Martin Kind. © imago/Norbert Schmidt
96-Clubboss Martin Kind.

50+1: 96-Boss Martin Kind lässt Antrag auf Ausnahmegenehmigung ruhen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wollte am Montag eigentlich über den Antrag von Martin Kind auf Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel bei Hannover 96 entscheiden. Stattdessen lässt Kind seinen Antrag jetzt ruhen - und die DFL will eine Grundsatzdebatte über die 50+1-Regel führen.

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Die Verhandlung um eine Ausnahme-Genehmigung von der 50+1-Regel bei Hannover 96 hat eine überraschende Wendung genommen. Das Präsidium der DFL hat keine Entscheidung getroffen - Martin Kind und Hannover 96 lassen den Antrag vorerst ruhen. "Die Mehrheitsverhältnisse bei Hannover 96 bleiben demnach unverändert", hieß es in einer Pressemitteilung der DFL.

Stattdessen strebe die DFL eine "ergebnisoffene Grundsatzdebatte" innerhalb seiner Gremien an. Diese Diskussion erfolge unabhängig vom weiteren Vorgehen von Hannover 96 und Martin Kind.

Analyse von Carsten Bergmann


Die DFL habe Madsack Hannover Sportchef Carsten Bergmann zufolge eine Anpassung an die modernen Anforderungen des Profifußballs schlicht verschlafen.

Auch wenn Martin Kind den Antrag auf eine Ausnahmeregelung jetzt ruhen lasse, so wird er dafür Gründe haben. Ein Ende der kindschen Pläne bedeute das jedoch sicher nicht, denn wenn er seine Drohung wahr macht und vor Gericht zieht, werde 50+1 mit großer Wahrscheinlichkeit kippen. Im Grunde laufe alles auf eine Gesichtswahrung aller Beteiligten hinaus.

Alle Reaktionen zu 50+1 und Hannover 96

So reagiert Hannover 96

Als "großen Schritt in die richtige Richtung" bezeichnete Hannover 96 die Ergebnisse der DFL-Sitzung. Zwar sei der Verein weiterhin überzeugt, dass Martin Kind die Voraussetzungen für eine Ausnahmegenehmigung erfüllt, aber man habe nie "mit dem Kopf durch die Wand" gehen wollen. Stattdessen erhoffe sich der Verein jetzt, "eine vernünftige Modernisierung des Profifußballs".

Choreos, Spruchbänder, Schweigen: Die Proteste bei Hannover 96 in Bildern.

So reagieren die Fans

In den Sozialen Medien haben viele Anhänger von Hannover 96 ihre Ansichten zum ruhenden Antrag geteilt, die Reaktionen fielen dabei sehr unterschiedlich aus. Einige Fans werten den "Rückzieher" von Martin Kind als großen Erfolg für aktive Fanszene, andere fragten sich, wann die DFL denn endlich eine Entscheidung bekanntgebe und wiederum andere Nutzer von Twiter und Facebook teilten die Meinung, dass die 96-Vereinsführung alles richtig mit dieser Entscheidung gemacht habe . Auch der Stimmungsboykott wurde thematisiert: So mancher Fan hofft bereits, dass es ab Samstag wieder laut in der HDI-Arena werden könnte.

So reagiert IG ProVerein

Die Fan-Interessengemeinschaft ProVerein 1896 stellt sich seit Monaten klar hinter die Erhaltung der 50+1-Regel bei Hannover 96. In einer Stellungnahme wertete ProVerein die Entscheidung der DFL als Erfolg und forderte die DFL auf, "sich auch in Zukunft klar für 50+1 als Voraussetzung für eine Teilnahme an den Bundesligen auszusprechen".

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