15. Mai 2018 / 07:45 Uhr

Hannover 96: Esser schielt auf den Stammplatz - Kampfansage an Tschauner

Hannover 96: Esser schielt auf den Stammplatz - Kampfansage an Tschauner

Jonas Szemkus
Hofft auf einen Neustart im Sommer: 96-Keeper Michael Esser.
Hofft auf einen Neustart im Sommer: 96-Keeper Michael Esser. © Sielski
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Nach einer Saison auf der Bank will Michael Esser bei Hannover 96 nicht mehr die Nummer zwei hinter Tschauner sein. Trotz bisher wenigen Einsätzen ist der Keeper "gut gestimmt", dass er in der kommenden Saison spielen werde. 

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Torwart Michael Esser war im Sommer mit Stammplatz-Ambitionen aus Darmstadt nach Hannover gekommen. Immerhin war er bei den Lilien die klare Nummer eins in der Bundesliga. Doch die erste 96-Saison war eine gebrauchte für den 30-Jährigen: nur Ersatz hinter Anführer Philipp Tschauner, wenig Einsatzzeiten, einige Fehler. Wie zuletzt beim 2:3 zum Saisonabschluss in Leverkusen. Doch Esser bleibt kämpferisch – und will mit einem Jahr Verspätung die Nummer eins werden.

Das Spiel lief noch nicht mal zweieinhalb Minuten, da ballerte Leverkusens Lucas Alario einfach mal aus spitzem Winkel drauf. Genau auf 96-Keeper Esser, der zum Saisonausstand als Belohnung noch mal in die Startelf gerückt war. Doch der Schuss ins Torwart-eck flutschte Esser durch die Arme. Das sah richtig unglücklich aus – bezeichnend für die durchwachsene Saison des Torwarts.

Das 96-Zeugnis für die Bundesliga-Saison 2017/18:

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"Den nehme ich auf meine Kappe, keine Frage“

Bei seinen drei weiteren Startelf-Einsätzen – beim 0:1 im Pokal in Wolfsburg, in der Liga beim 0:4 gegen Bremen und beim 3:2 gegen Mainz – patzte Esser zwar nie so richtig. Es waren aber auch nie außergewöhnliche Leistungen, um endgültig in die Stammelf zu drängen.

„Den nehme ich auf meine Kappe, keine Frage“, sagte Esser pflichtbewusst zum Patzer in Leverkusen. Nach der unglücklichen Aktion wurde der 96-Torwart besser, wehrte ein paar Mal gut ab. Beim verschossenen Bayer-Elfmeter von Wendell wäre Esser in der richtigen Ecke gewesen. „Den hätte ich wohl schon gehalten.“ Bei den beiden weiteren Gegentoren war er chancenlos. Ansonsten hielt Esser routiniert all das, was es zu halten gab beim Leverkusener Sturmlauf. Auch 96-Coach André Breitenreiter nahm seinen Ersatzkeeper in Schutz: „Ich glaube nicht, dass man da von einem Torwartfehler sprechen kann. Danach hat er fehlerfrei gespielt.“

Das sind die Transfergerüchte bei Hannover 96 zur Saison 2018/19 (Stand: 29. Mai 2018):

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Unter Experten gilt Esser als starker Rückhalt

Unter Experten gilt der 1,98 Meter große Keeper aus Castrop-Rauxel ohnehin als richtig guter Schlussmann. 96 griff im Sommer 2017 nach Darmstadts Abstieg aus der Bundesliga zu und überwies 3 Millionen Euro. Eigentlich ein Schnäppchen bei den verrückten Ablösesummen der vergangenen Monate.

Bei aller Qualität hat Esser aber einen schweren Stand gegen seinen Konkurrenten Tschauner. Der ist einer der Anführer im 96-Kader, lieferte in der Aufstiegssaison und auch dieses Jahr regelmäßig gute Leistungen ab.

Flucht kommt nicht infrage - Neustart im Sommer?

Eine Flucht für mehr Spielzeit kommt dennoch nicht infrage für Esser. Er will sich durchsetzen und endlich mehr als nur die Rolle als Ersatzmann. „Mit dem Trainer und dem Manager habe ich gesprochen. Ich habe noch Vertrag. Ich bin gut gestimmt, dass ich in Hannover spielen werde“, sagt Esser. Die Betonung liegt auf: spielen.

Die Nummer zwei will wieder Nummer eins sein, so wie Esser es in Darmstadt schon war. Allen Widrigkeiten in seiner ersten 96-Saison zum Trotz. Scheint, als hätten ihm die Entscheider in Hannover gute Signale gegeben, dass er zumindest eine Chance bekommt. Esser: „Ich gehe davon aus, dass es in der Sommerpause bei null losgeht und dann sehen wir weiter.“

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