Elfmeterschütze Edin Dzeko steht schon bereit, während sich Jan Rosenthal noch für seine Heldentat vorbereitet. Elfmeterschütze Edin Dzeko steht schon bereit, während sich Jan Rosenthal noch für seine Heldentat vorbereitet. © imago
Elfmeterschütze Edin Dzeko steht schon bereit, während sich Jan Rosenthal noch für seine Heldentat vorbereitet.

Heute vor 9 Jahren: Ex-96er Rosenthal erinnert sich an seinen gehaltenen Elfmeter

2008 gastierte Hannover 96 im kleinen Niedersachsen-Derby beim VfL Wolfsburg. An die 1:2-Niederlage der "Roten" würde sich jetzt wohl kaum noch jemand erinnern, wenn da nicht Elfmeterkiller Jan Rosenthal gewesen wäre. Der Ex-96er erinnert sich an die besondere Szene.

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Heute vor genau neun Jahren, am 7. Dezember 2008, ist Jan Rosenthal zum gefeierten Helden bei Hannover 96 geworden - und das trotz der 1:2-Auswärtsniederlage beim VfL Wolfsburg. 

Es lief die 80. Spielminute, als VfL-Stürmer Edin Dzeko im gegnerischen Strafraum von 96-Torhüter Florian Fromlowitz zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zögerte nicht lange, gab Elfmeter für die Wolfsburger und stellte Fromlowitz mit einer roten Karte vom Platz.

​Rosenthals Eltern waren im Stadion

Als wenn es nicht schon Strafe genug wäre, in Unterzahl weiterzuspielen, hatte der damaliger 96-Coach Dieter Hecking sein Wechselkontingent bereits ausgeschöpft. Es musste für die letzten zehn Spielminuten also ein Feldspieler das Tor der "Roten" hüten. 

Schließlich war es Mittelfeldspieler Jan Rosenthal, der sich die Torwarthandschuhe überzog. Nachdem er zuvor über einen Monat wegen eines Muskelfaserrisses ausgefallen war, stand Rosenthal in Wolfsburg das erste Mal wieder auf dem Platz. "In der Woche vor dem Spiel habe ich dann das erste Mal wieder mittrainiert und durfte aufgrund von Personalsorgen dann auch direkt von Anfang an spielen", sagt Rosenthal. "Ich habe mich riesig gefreut, wieder aufzulaufen, zumal meine Eltern an dem Tag auch im Stadion waren."

Eine Auswahl: Diese Bundesliga-Feldspieler standen schon mal zwischen den Pfosten

​"Habe bereits leichte Wadenkrämpfe verspürt"

Warum Rosenthal sich freiwillig zwischen die Pfosten stellte? Ganz einfach: "Aufgrund meiner langen Verletzungspause und den wenigen absolvierten Trainingseinheiten habe ich zu dem Zeitpunkt bereits leichte Wadenkrämpfe verspürt und mich daher freiwillig dazu bereiterklärt, mich ins Tor zu stellen." 

Es folgte beim Spielstand von 1:2 für die Wolfsburger der Elfmeter, den der gefoulte Edin Dzeko selbst übernahm: Dzeko lief an, schoss, Rosenthal entschied sich für die richtige Ecke und parierte den Strafstoß - und das, obwohl er zuvor so gut wie noch nie im Tor stand. Rosenthal hielt den Kasten in den letzten Minuten zwar sauber, Hannover konnte den Rückstand aber nicht mehr aufholen und verlor mit 1:2.

​Im Video: Der gehaltene Elfmeter von Rosenthal

​Spiel landet nicht unter den Top 3

Obwohl der gebürtige Sulinger den Elfmeter halten konnte, landet das Spiel nicht unter den Top 3 seiner schönsten Moment als Profi-Spieler: "Rein persönlich bleibt mir die Partie aufgrund meines parierten Elfmeters auf jeden Fall in Erinnerung. Dadurch, dass wir das Spiel verloren haben, steht die Partie in meinem Ranking aber nicht sehr weit oben. Mit einem Erfolgserlebnis wäre es wahrscheinlich anders gewesen", so Rosenthal.

Insgesamt zehn Jahre stand Rosenthal für die Roten auf dem Platz, darunter fünf Spielzeiten für die 96-Profis. In 80 Pflichtspielen schoss er 11 Tore. Nach Stationen beim SC Freiburg und Eintracht Frankfurt, spielt der Offensivspieler seit 2015 für den SV Darmstadt. Nach einem Jahr Leihe verpflichteten die "Lilien" ihn 2016 schließlich fest.

Diese Geschichten schrieb das Duell VfL Wolfsburg gegen Hannover 96 in der Vergangenheit:

Hannover 96 (Herren) Region/Hannover Jan Rosenthal (SV Darmstadt 98) Fussball Bundesliga VfL Wolfsburg (Herren)

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