Den Ball im Blick - und die Hoffnung auf die Nationalmannschaft noch nicht ganz aufgegeben: Julian Korb. Den Ball im Blick - und die Hoffnung auf die Nationalmannschaft noch nicht ganz aufgegeben: Julian Korb. © Petrow
Den Ball im Blick - und die Hoffnung auf die Nationalmannschaft noch nicht ganz aufgegeben: Julian Korb.

Beim Friseur hilft Stindl: Julian Korb im XXL-Interview

Für Julian Korb hat in Hannover ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Im Interview äußert sich der neue 96-Rechtsverteidiger über das Auf und Ab seiner Karriere, Tipps von Lars Stindl und  "einzigartige Erlebnisse" in der Champions League.

BUZZER DEINE MEINUNG!

  • Fail -
  • Läuft -
  • Krass -
  • WTF -
  • Kopf Hoch -
  • Peinlich -
Anzeige

Er hat schon gegen Lionel Messi gespielt und Champions-League-Luft geschnuppert. Nun will der Ex-Gladbacher Julian Korb in Hannover durchstarten. Im Sportbuzzer-Interview erklärt der 96-Neuzugang, was von ihm zu erwarten ist.

Julian Korb, nach elf Jahren in Gladbach – fremdeln Sie noch in Hannover?

Das ist ein neuer Lebensabschnitt für mich. Die Entscheidung, Gladbach zu verlassen, ist mir schon ein bisschen schwer gefallen. Es gibt viele Spieler, die jedes halbe Jahr den Verein wechseln. Ich hatte vor dem Wechsel nach Hannover nur einen Club. Ich kenne bei der Borussia jeden Mitarbeiter, jeden Stein. Ich habe auch den neuen Spielern immer geholfen, sich bei uns in Gladbach einzuleben, jetzt ist es mal andersherum. Aber ich freue mich auf die neue Zeit in Hannover.

Wer hilft Ihnen, sich bei 96 zurechtzufinden?

Es gibt sehr viele nette Mitspieler, ich kann da jeden ansprechen. Es ist ja eine Aufstiegsmannschaft mit bestehenden Strukturen und gutem Teamgeist.

Junioren-Nationalspieler, Champions-League-Torschütze, Bankdrücker: So kam Julian Korb zu Hannover 96

Haben Sie sich bei Ihrem Gladbacher Kapitän Lars Stindl auch Tipps geholt?

Lars ist ein Supertyp, er hat mir besonders geholfen. Ich habe während des Confed-Cups mit ihm telefoniert und geschrieben. Er hat mir an­geboten, dass ich mich je­derzeit bei ihm melden kann, wenn ich Fragen habe. Er hat mir Restaurants genannt und will mir auch helfen, wenn ich einen Zahnarzt oder Friseur brauche.

Wie war der Kontakt zu Ihrem Trainer Dieter Hecking, der ja auch Hannover und 96 gut kennt?

Er hat mir viel Glück ge­wünscht und gesagt, dass es unglücklich für mich gelaufen ist. Er hat zugegeben, dass er mir kaum die Möglichkeit gegeben hat, mich in Pflichtspielen zu präsentieren.

Was ist passiert, dass Sie die Wohlfühloase in der Gladbacher Heimat verlassen wollten?

In den letzten beiden Spielzeiten war es für mich ein Auf und Ab. Ich habe jeweils in der Hinrunde kontinuierlich gespielt, in der Rückrunde jeweils nur noch sporadisch. Deswegen habe ich eine neue Herausforderung ge­sucht.

Das sind die Neuzugänge von Hannover 96

Da muss das Ziel sein, Stammspieler zu werden?

Wir sind ein Bundesligaverein, aber kein typischer Aufsteiger. Die Konkurrenz muss groß sein, um Erfolg zu haben. Aber wie jeder will ich spielen und versuche mich in der Vorbereitung von der besten Seite zu zeigen.

Was sind denn Ihre besten Seiten?

Ich bin gut ausgebildet worden, habe seit der U 15 in Gladbach gespielt, da haben wir viel im technischen Be­reich gearbeitet. Unter Trainer Lucien Favre wurden wir zudem sehr viel im taktischen Bereich geschult. Der Langsamste bin ich auch nicht. Am liebsten sprinte ich die Linie auf der rechten Seite hoch und runter.

Lars Stindl hat es jetzt in die Nationalelf geschafft. Wie sieht es mit Ihren eigenen Ambitionen aus, Sie waren ja schon mal nah dran an der Nationalelf?

Besonders in der vorletzten Saison war das, als wir in der Champions League gespielt haben. Leider bin ich dann in der Rückrunde nicht mehr so zum Zug gekommen. Und wenn man im Verein nicht spielt, hat man keine Chance auf die Nationalmannschaft.

Aber immerhin kennen Sie schon die Champions League?

Ich hatte das Privileg, in allen Gladbacher Champions- League-Spielen dabei zu sein. Wir hatten die Topclubs Manchester City, Juventus und Barça als Gegner. Wenn du vor dem Spiel in Barcelona im Kabinengang stehst und schaust rechts rüber und da stehen Neymar, Suarez und Messi, das sind einzigartige Erlebnisse.

Dezember 2016: Julian Korb versucht mit zwei Gladbacher Mitspielern Lionel Messi zu stoppen - erfolglos. Dezember 2016: Julian Korb versucht mit zwei Gladbacher Mitspielern Lionel Messi zu stoppen - erfolglos. © imago

Was haben Sie dabei gelernt?

Dass man auch gegen technisch überlegene Mannschaften mithalten kann, wenn man als Mannschaft gut zusammenarbeitet und jeder für den anderen rennt und ackert.

Ist Europa für Sie mit 96 das Ziel, war das auch ein Thema bei den Vertragsgesprächen?

Wir sind zwar kein normaler Aufsteiger, aber wir müssen bedenken, dass die Bundesliga im nächsten Jahr sehr stark sein wird. Es gibt keine Mannschaften, von denen man sich von vornherein vorstellen kann, dass sie absteigen werden. 

Dazu kommt, dass Wolfsburg, Gladbach und Schalke nicht international spielen und sich zu 100 Prozent auf die Meisterschaft konzentrieren können. Von daher wird es ein Hauen und Stechen geben. Unser Hauptaugenmerk muss dem Klassenerhalt gelten.

Vor Ihrem 96-Dienstantritt waren Sie viel unterwegs?

Ich war erst mit Freunden in Ibiza, dann bin ich nach New York geflogen und dann weiter nach Los Angeles.

Was machen Sie in der Freizeit?

Ich bin generell sportbegeistert, zurzeit schaue ich Tennis in Wimbledon. Ich spiele auch gern mal selber.

🇫🇷🐶

Ein Beitrag geteilt von Julian Korb (@korbinho27) am

Haben Sie schon etwas von Hannover gesehen?

Nicht viel, aber das kommt schon noch. Ich war nur zweimal mit Matze Ostrzolek zum Mittagessen in der Stadt. Eine Wohnung habe ich in der List bereits gefunden, zum 1. August kann ich einziehen.

Mit Ihrer Freundin?

Ich bin zurzeit solo.

Region/Hannover Fussball Bundesliga Hannover 96 (Herren) Julian Korb (Borussia M'gladbach)

KOMMENTIEREN

Die besten Bundesliga Quoten werden bereitgestellt von Smartbets.

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

KOMMENTARE

Anzeige