10. Dezember 2018 / 08:09 Uhr

96-Stürmer Niclas Füllkrug stinksauer: "Der Videobeweis ist und bleibt ein Skandal"

96-Stürmer Niclas Füllkrug stinksauer: "Der Videobeweis ist und bleibt ein Skandal"

Andreas Willeke
War nach dem Spiel sichtlich angefressen: 96-Stürmer Niclas Füllkrug.
War nach dem Spiel sichtlich angefressen: 96-Stürmer Niclas Füllkrug. © imago/Sven Simon
Anzeige

Nach dem 1:1 sprach ein erschöpfter Niclas Füllkrug über den verlorenen Sieg, die Py­ro-Aktion im Gästeblock und den Kampf in Mainz. Der 96-Stürmer schimpft auf Videobeweis und die Schiedsrichter. Mit Weydandt läuft's "harmonisch".

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Niclas Füllkrug, man wurde beim Zuschauen schon wuschig bei diesem Spiel. Wie war es auf dem Platz?

Es war keine spielerische Glanzleistung, aber wir haben uns gewehrt. Es war ein anderes Auftreten als vergangene Woche, was ich ja auch ein Stück weit gefordert hatte. Das macht mich optimistisch. Es ist schade, da fragt man sich, woher das alles kommt, ob man es nicht verdient hat, dass wir drei Punkte mitnehmen dürfen.

Einer hat dem anderen geholfen – aber 96 gewinnt nicht, weil Mateta sich fallen lässt?

Für mich ein Skandal, der Videobeweis ist und bleibt ein Skandal, so wie er ist. Da machen die Leute definitiv keinen guten Job. Es geht auch um das Verhalten als Schiedsrichter, wenn man mit niemandem redet und erklärt. Gerade die, die beteiligt waren, können es nicht fassen, dass so etwas ein Elfmeter sein soll.

Die Roten in Noten: So waren die 96-Profis bei Mainz 05 in Form

Michael Esser: Schade: Den Elfer zum 1:1 hält er beinahe. Muss viele Flanken wegwischen und -fasten, eine echte Parade ist nicht dabei, weil Mainz schlecht zielt. Er ist nicht die entscheidende Figur, dass es nicht für den Sieg reicht. Note: 3. Zur Galerie
Michael Esser: Schade: Den Elfer zum 1:1 hält er beinahe. Muss viele Flanken wegwischen und -fasten, eine echte Parade ist nicht dabei, weil Mainz schlecht zielt. Er ist nicht die entscheidende Figur, dass es nicht für den Sieg reicht. Note: 3. ©
Anzeige

Ist der Schock durch den Elfmeter vergleichbar mit dem späten Ausgleich der Leverkusener zum 2:2?

Diesmal ist es noch ein bisschen schlimmer. Leverkusen hat deutlich mehr Qualität als Mainz, da wäre es eine große Überraschung gewesen. In der jetzigen Situation hat auch keiner damit gerechnet, dass wir hier gewinnen. In der zweiten Halbzeit hätten wir noch etwas mutiger und offensiver verteidigen müssen. So war’s schwer, wenn so viele Flanken reinfliegen.

Es gab Pyro-Alarm. Sie sind mit Waldemar Anton in die Kurve gegangen. Was haben Sie gesagt?

Ich freue mich, wenn sie uns unterstützen, und so etwas gehört bei den Ul­tras ja auch manchmal dazu. Aber vorteilhaft fürs Spiel war’s leider nicht. Ich habe ihnen gesagt: Wir sind gut im Spiel, Männer, wir müssen weitermachen, und dass uns eine Pause nicht guttun würde. Da haben sie ge­sagt, dass sie aufhören.

96-Fans zünden Pyro beim Spiel gegen Mainz 05

96-Fans zünden im Auswärtsblock Pyros. Zur Galerie
96-Fans zünden im Auswärtsblock Pyros. ©

Sie haben mit Weydandt in der Doppelspitze gespielt – wie war’s?

Ganz harmonisch. Wir ha­ben viel kommuniziert, vie­le Doppelpässe ge­spielt. Der eine hat er­ahnt, was der andere vorhat. Das hat auch gut ge­passt, dass ich in die Kopfballduelle gehe und er die Bälle klatschen lässt – und dann geht’s los.

Und jetzt kommen die Bayern …

Tja, erst mal müssen wir das Spiel verarbeiten, das wird schon ein paar Tage dauern. Dann müssen wir versuchen, es den Bayern so schwer wie möglich zu machen.

Hannover 96 spielt 1:1 in Mainz: Die Stimmen zum Spiel

André Breitenreiter: Wir waren von der ersten Minute an sehr präsent, haben kompakt verteidigt und wenige Möglichkeiten zugelassen. Alles kann man natürlich nicht verhindern. Wir hätten eigentlich schon viel früher in Führung gehen müssen. Das 1:0 war dann ein tolles Tor. Es war klar, dass der Druck der Mainzer in der zweiten Halbzeit größer werden würde. Wir haben mit Mann und Maus verteidigt und waren kurz davor, uns zu belohnen. Zur Galerie
André Breitenreiter: "Wir waren von der ersten Minute an sehr präsent, haben kompakt verteidigt und wenige Möglichkeiten zugelassen. Alles kann man natürlich nicht verhindern. Wir hätten eigentlich schon viel früher in Führung gehen müssen. Das 1:0 war dann ein tolles Tor. Es war klar, dass der Druck der Mainzer in der zweiten Halbzeit größer werden würde. Wir haben mit Mann und Maus verteidigt und waren kurz davor, uns zu belohnen." ©
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Hannover
Sport aus aller Welt