02. Februar 2018 / 15:30 Uhr

"Ein Micoud hat mich nicht angeguckt": 96-Angreifer Martin Harnik über den Generationswechsel im Profifußball

"Ein Micoud hat mich nicht angeguckt": 96-Angreifer Martin Harnik über den Generationswechsel im Profifußball

Tobias Manzke
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War die Zeit gut? Martin Harnik dreht Runden
Martin Harnik blickt auf seine Zeit als Profi zurück und bewertet die Autoritäten von heute (Archivbild). © Florian Petrow
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Martin Harnik hat schon heute eine lange erfolgreiche Karriere hinter sich. Der Stürmer von  Hannover 96 lernte dabei auch verschiedene Autoritäten und Persönlichkeiten kennen und sieht einen Generationswechsel, der positiv für die Integration junger Spieler ist.

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Im Interview mit Sportbuzzer-Redakteur Tobias Manzke blickt 96-Stürmer Martin Harnik auf die unterschiedlichen Spielergenerationen, die er bislang in seiner Karriere erlebt hat. Der Österreicher wagt einen Vergleich - und stellt der neuen Generation ein gutes Zeugnis aus.

Sie blicken auf eine lange Karriere zurück. Haben sich die jungen Spieler im Vergleich zu heute verändert?

Ich würde gar nicht sagen, dass die jungen Spieler so groß anders sind, vielleicht eher die älteren. Ich glaube, die Hierarchie in den Teams ist sehr verflacht in den letzten Jahren. Wenn ich an meine Anfangszeit in Bremen denke, da habe ich mit einem Miro Klose, Torsten Frings oder Johan Micoud trainieren dürfen. Obwohl ich nicht auf den Mund gefallen bin: Ich kann mich nicht erinnern, da im Training auch nur einen Ton gesagt zu haben.

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Wie ist es heute?

Heute kommt ein junger Spieler dazu, der wird sofort aufgenommen und hat es nicht mehr so schwer. Die ältere Generation der Spieler ist nicht mehr so autoritär, wie es früher der Fall war. Ein Micoud hat mich damals gar nicht angeguckt. Das habe ich nicht persönlich genommen. Der war einfach auf einem andern Level, in einer anderen Welt.

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Sie sind ein Profi, der auch über den Tellerrand hinausschaut. Warum ist Ihnen das wichtig?

Fußball ist unfassbar präsent. Von vielen wird man auch nur auf den Fußball reduziert, was die Menschen nicht böse meinen. Ich finde es wichtig, davon mal loszukommen und den Fernseher nicht anzuschalten, um Fußball zu gucken. Man muss täglich abliefern, hat als Spieler eine Drucksituation. Ich muss mich immer beweisen. Das kostet auf die Jahre viel Kraft. Da bin ich dankbar und froh, auch mal andere Gedanken zu haben.

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