Aufsichtsrat Martin Andermatt neben Manager Horst Heldt. Aufsichtsrat Martin Andermatt neben Manager Horst Heldt. © Sielski
Aufsichtsrat Martin Andermatt neben Manager Horst Heldt.

Hannover 96: Martin Kind stärkt Manager Horst Heldt im Machtkampf

Ein zuletzt öffentlich gewordener Machtstreit hat bei Hannover 96 für Diskussionen gesorgt. 96-Manager Horst Heldt hatte kritisierte, dass sich Aufsichtsrat Martin Andermatt zu sehr in Transferfragen einmische. Nun hat 96-Clubchef Martin Kind seinen Manager gestärkt - Andermatt darf nur noch im Auftrage von Heldt unterwegs sein. 

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Sportlich läuft’s bei 96, aber in der Führungsebene drohen Machtkämpfe den Erfolg zu gefährden. „Es gab gewisse Irritationen“, bestätigt 96-Chef Martin Kind, „wir haben noch mal darüber ge­sprochen.“ Bloß keine Unruhe beim Aufsteiger.

Gereizt war vor allem Manager Horst Heldt, ihn störte die Einmischung von Aufsichtsrat Martin An­dermatt bei den Spielertransfers. „Am Ende muss einer den Hut aufhaben. Und die Transfers fallen in meinen Verantwortungsbereich“, positionierte sich Heldt.

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Kind bestätigte und stärkte den Manager ausdrücklich: „Es ist klar, dass Heldt für den Sport verantwortlich ist. Wir haben die Spielregeln noch mal besprochen“, sagt der 96-Boss. Was Heldt ärgerte: Andermatt hat mit Beratern und Spielern geredet – und zwar ohne das mit Heldt abzusprechen. „Das war aber nicht in böser Absicht“, meint Kind.

Jetzt ist festgelegt: Nur in Abstimmung und im Auftrag von Heldt darf der Schweizer künftig unterwegs sein. So war es auch bei dem geplatzten Transfer des ghanaischen Nationalspielers David Accam. Andermatt flog mit Heldt-Mandat in die USA, um in Chicago mit dem Stürmer und dem Sportchef vom Bastian-Schweinsteiger-Club Chicago Fire zu verhandeln.

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Eigenmächtig soll Andermatt nicht mehr in die Verhandlungen eingreifen. Im Außenverhältnis mit Profis und Beratern und im operativen Geschäft dürfen allein Heldt und sein Sportlicher Leiter Gerhard Zuber Ansprechpartner sein.

Andermatt kommt erst wieder in der internen Bewertung der geplanten Verpflichtungen ins Spiel. Da muss er sein Urteil abgeben. Kind fordert bei allen Einkäufen, dass sich Heldt, Zuber, Andermatt und Trainer André Breitenreiter einig sind. Nur bei Ihlas Bebou hatte der Aufsichtsrat Einwände, offenbar ging es um die Ablöse von 4,5 Millionen Euro.

Für die Transfers lobt Kind Manager Heldt: „Die Verpflichtungen waren alle werthaltig, bei den sechs Spielern ist kein einziger Flop da­bei.“ Das kennt Kind aus der Vergangenheit noch ganz anders: Heldts Vorgänger Martin Bader hat 96 in der Winterpause mal sechs Flops eingebrockt.

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Hannover 96 (Herren) Region/Hannover Fussball Bundesliga

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