Die Linie runter: Matthias Ostrzolek im 96-Testspiel beim HSC – die Offensive ist sein Ding.  Die Linie runter: Matthias Ostrzolek im 96-Testspiel beim HSC – die Offensive ist sein Ding.  © Maike Lobback [Team zur Nieden]
Die Linie runter: Matthias Ostrzolek im 96-Testspiel beim HSC – die Offensive ist sein Ding. 

„Ich liebe es, nach vorne zu marschieren“: 96-Neuzugang Ostrzolek im Interview

Ein Musterprofi? Nein, sagt Matthias Ostrzolek, das sei er nicht, aber professionell. Im Sportbuzzer-Interview spricht der Linksverteidiger über gesunde Ernährung, Yoga, die Zeit beim HSV und seinen Ehrgeiz.

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Er kam vom HSV, bei 96 geht Matthi­as Ostrzolek in die Offensive: Im Sportbuzzer-Interview spricht über große Ziele und seine spezielle Ernährung – ohne Milch.

Hallo, Herr Ostrzolek, stimmt es, dass Sie sehr schlecht verlieren können?

Ja, ich bin ein Typ, der immer gewinnen möchte, ob im Spiel, im Training oder zu Hause, wenn ich mit der Familie oder Freunden spiele. Deshalb waren früher auch immer alle gegen mich und haben mich geärgert (lacht). Da sind auch schon mal einige Dinge wie Spielbretter und Playstation-Controller durch die Gegend geflogen, worüber meine Mutter nicht allzu glücklich war.

Dann hatten Sie beim HSV ja eine richtig harte Zeit.

Auf jeden Fall eine anstrengende, weil wir öfter verloren haben. Da war ich dann nach dem Spiel nicht zu gebrauchen.

Der Linksverteidiger war einer der ersten Neuzugänge bei Hannover 96 nach der Rückkehr in die Bundesliga.

Jetzt sind Sie in Hannover. Wie kam der Wechsel zustande?

Ich wollte nach drei Jahren beim HSV auf jeden Fall etwas Neues machen. Das Ausland war eine Option, doch ich wollte in der Bundesliga bleiben und für einen Verein spielen, der in den nächsten Jahren etwas entwickeln will und nicht jedes Jahr gegen den Abstieg spielt. Natürlich wird das erste Jahr nach dem Aufstieg schwer, aber wir wollen hier etwas aufbauen.

Eines Ihrer sportlichen Ziele ist es, irgendwann einmal international zu spielen. Sehen Sie die Chance bei 96 größer als beim HSV?

Ich bin davon überzeugt, dass ich mich bei 96 besser entwickeln und meine sportlichen Ziele hier eher erreichen kann. Deshalb habe ich diesen Schnitt gemacht.

Über das soziale Netzwerk Instagram gibt Matthias Ostrzolek auch mal Einblicke in sein Privatleben.

Great time in Ibiza👌🏊☀️😎 #ibiza #goodtimes #friends #formentera #enjoyingit #vacation

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Trainer André Breitenreiter fordert auch von den Außenverteidigern viele Laufwege in der Offensive. Kommt Ihnen das entgegen?

Ich liebe es, nach vorne zu marschieren. Ich bin keiner, der nur stur hinten drinsteht und seine Außenbahn zumacht, ich gebe auch gerne in der Offensive Impulse. Diese Spielweise passt zu mir und war sicherlich auch ein Grund, warum 96 mich verpflichtet hat.

Mit Miiko Albornoz und Edgar Prib hat 96 noch zwei weitere Spieler für die Position Linksverteidiger. Wie nehmen Sie den Konkurrenzdruck wahr?

Auch in Augsburg und in Hamburg war es so, dass alle Positionen mindestens doppelt besetzt waren. Ich mache mir darüber keinen Kopf. Ich bin immer auf meine Spiele gekommen und deshalb optimistisch, dass ich auch bei 96 viel spielen werde.

Es fällt auf, dass Sie bislang so gut wie nie verletzt waren. Gibt es da ein Geheimnis? Oder ist das zum größten Teil Glück?

Ich bin der Meinung, dass es bei der Gesundheit sehr viele Faktoren gibt, die Profisportler positiv beeinflussen können. Ich tue sehr viel dafür, dass ich gesund und fit bin und bleibe. Zudem ordne ich alles dem Sport unter, damit ich jeden Tag auf dem Trainingsplatz stehen und am Wochenende spielen kann. Das fängt bei der Ernährung an, geht über Regeneration bis zur Vorbereitung auf den Wettkampf. Ich achte sehr auf meinen Körper.

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Gibt es bei der Ernährung etwas, was Sie meiden?

Ich ernähre mich seit einem Jahr komplett glutenfrei und versuche, so viel wie möglich auf Milch und Milchprodukte zu verzichten. Ich fühle mich seitdem sehr gut. Zudem habe ich in Hamburg einmal die Woche Yoga gemacht. Das werde ich in Hannover auf jeden Fall fortführen.

Das hört sich nach Musterprofi an.

Musterprofi ist das falsche Wort, professionell trifft es besser. Als Spieler hat man nur eine begrenzte Zeit, die will ich komplett ausnutzen und so lange wie möglich spielen, denn es ist die bislang schönste Zeit meines Lebens. Fußballprofi zu werden ist ein harter Weg. Wenn man es geschafft hat, sollte man doch auch wie ein Profi leben.

Zur Person

Matthias Ostrzolek wechselte im Sommer ablösefrei vom Hamburger SV zu 96 und unterschrieb einen Vertrag bis 2020. 

Beim HSV absolvierte der Linksverteidiger in drei Jahren 81 Bundesligaspiele, beim FC Augsburg brachte der 27-Jährige es auf 70 Einsätze. 

Ostrzolek ist in Bochum geboren und besitzt neben der deutschen auch die polnische Staatsangehörigkeit.

Testspiele und Trainingslager: Das Programm von Hannover 96 im Sommer 2017

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