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96-Meinung: Haraguchi und das richtige Zeichen

Uwe von Holt
Genki Haraguchi will die Nummer 10 bei Hannover 96 in neuem Glanz erstrahlen lassen. © Verwendung weltweit

Neuzugang Genki Haraguchi hat die Rückennummer 10 bei Hannover 96 bewusst gewählt. Der Japaner will ein selbstbewusstes Zeichen setzen und setzt sich damit von seinem unglücklichen Vorgänger ab, meint SPORTBUZZER-Redakteur Uwe von Holt.

Die Zehn. Eine magische Nummer im Fußball. Getragen vom Spielmacher, vom Regisseur, vom offensiven Gehirn der Mannschaft. Die Zehn hat ständig Ideen, sie sieht die besten Laufwege und die freien Räume, sie wählt das richtige Tempo fürs Team und spielt den tödlichen Pass. Natürlich kann die Zehn auch Tore schießen, kein Problem bei der pefekten Technik, am liebsten zirkelt die Zehn Freistöße direkt und unhaltbar ins obere Eck.

Das ist die Theorie, leider konnte da die Praxis zumindest in Hannover nicht immer mithalten. Zuletzt trug bei 96 ein gewisser Sebastian Maier für zwei Jahre die Zehn – die Nummer war aber eher eine Last für den jungen Mann, der hier nicht oft spielte und jetzt in Bochum vorsichtshalber die Sieben wählte.

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Genki Haraguchi: Stationen seiner Karriere in Bildern

Genki Haraguchi startete seine Karriere bei den Urawa Red Diamonds, wo er 2008 aus der Jugend zu den Profis aufstieg. Hier ein Bild aus dem Jahr 2010. © imago sportfotodienst
Bereits 2011 debütierte Haraguchi auch für die japanische Nationalmannschaft. © imago sportfotodienst
Ein ergriffener Haraguchi bei seiner Verabschiedung bei den Urawa Reds 2014. Er wechselte in die Bundesliga zu ... © imago/AFLOSPORT
... Hertha BSC Berlin. Mit der "Alten Dame" traf er unter anderem auch auf Hannover 96 und Landsmann Hiroki Sakai. © imago/osnapix
Haraguchi im Duell mit dem damaligen Bayern-Spieler und späteren Hertha-Mannschaftskollegen Mitchell Weiser. © imago/Bernd König
Genki Haraguchi an der Seite des jetzigen Nationalspielers Marvin Plattenhardt nach einem Spiel gegen Eintracht Frankfurt. © imago/Contrast
Schnelle Sprinter: Haraguchi im Laufduell mit Dortmunds Aubameyang. © imago/DeFodi
Zur Rückrunde der Saison 2017/18 wechselte Haraguchi auf Leihbasis von Herthas BSC in die 2. Liga zu Fortuna Düsseldorf. © imago/Revierfoto
Bei den Düsseldorfern war Haraguchi (Mitte, Arm in Arm mit Mannschaftskollege Takashi Usami) maßgeblich am Aufstieg in die 1. Bundesliga beteiligt. © imago/Sven Simon
Mit Japan nahm Haraguchi im Sommer 2018 an der WM in Russland teil. © imago/VI Images
Gegen Belgien erzielte Haraguchi das 1:0 für Japan. © 2018 Shutterstock
Aufgrund seines Sonderurlaubs nach der WM stieß Haraguchi nach seinem Wechsel zu Hannover 96 erst später zur Mannschaft. © Florian Petrow
Sein erstes Training mit Hannover 96 absolbierte Haraguchi im Trainingslager in Velden. © Florian Petrow
André Breitenreiter und Genki Haraguchi. © Florian Petrow

Unter Maiers Vorgängern in Hannover gab es etliche Varianten von Zehnern, alle interpretierten die Nummer anders, aber alle hatten ein gewisses Extra dabei. Jan Simak seinen Zauberfuß, Arnold Bruggink das holländisch-ruhige Auge, Szabolcs Huszti den linken paprikascharfen Dreh, Lars Stindl das unermüdliche Veranwortungsgen und Hiroshi Kiyotake die emsige Nippon-Technik am Ball.

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Nun hat ein anderer Japaner die hannoversche Zehn übernommen. Genki Haraguchi, wenn auch nicht auf der üblichen Zehner-Position mittig hinter den Spitzen, möchte damit ein Zeichen setzen für sich und für den Verein – ich will gestalten, ich will was bewegen, ich stelle mich dem Druck. Das kann 96 nur recht sein.

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