22. Januar 2018 / 08:39 Uhr

"Ich genieße das": Niclas Füllkrug nimmt eine Hauptrolle in der Offensive von Hannover 96 ein

"Ich genieße das": Niclas Füllkrug nimmt eine Hauptrolle in der Offensive von Hannover 96 ein

Dirk Tietenberg
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Erneut rettet Niclas Füllkrug den Roten einen Punkt. Mit seinem vierten Treffer in diesem Jahr sichert der Stürmer Hannover 96 ein Remis. Er nimmt die Hauptrolle in der 96-Offensive ein.

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Wie fühlt sich ein Stürmer, der von vier 96-Toren in diesem Jahr alle selbst erzielt hat? „Na ja, mir tut alles weh, ein ekliges Spiel“, sagte Niclas Füllkrug nach dem 1:1 auf Schalke und hielt sich den Eisbeutel an die linke Schulter: „Die haben mir richtig wehgetan.“

​"Ich habe echt gekotzt"

Füllkrug tat sportlich vor allem Schalke weh. In mehrfacher Hinsicht: „Es war ein Abnutzungsduell, aber ich habe immer daran geglaubt, dass mir noch einer vor die Füße fällt.“ Bis zu seinem Ausgleichstor „kam ich in keine Szene rein, ich habe echt gekotzt“.

So schlimm kam es nicht, aber der hohe Aufwand von Füllkrug allein hatte sich für 96 gelohnt. Manager Horst Heldt äußerte sich deshalb sehr respektvoll: „Das ist kein Spaß, Kopfballduelle gegen Naldo zu gewinnen. Ich glaube, das ist fast unmöglich.“

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​Füllkrug mit Hauptrolle in der 96-Offensive

Füllkrug erzielte sein Tor mit dem Fuß. Hohe Flanken waren auf Schalke ohnehin nicht das richtige Mittel. 96-Trainer André Breiteneiter hatte den Stürmer außerdem direkt mit der Defensivaufgabe betreut, den Mittelfeldspieler Max Meyer zu stören. „Seine Defensivarbeit hat sich definitiv gelohnt“, lobte Breitenreiter, „Fülle hat Meyer immer im Auge behalten. Er entwickelt eine Selbstverständlichkeit in seinem Spiel.“

Deshalb spielt der Ricklinger selbstverständlich jetzt eine Hauptrolle in der 96-Offensive, die besser und zielstrebiger wurde, als auch sein Kumpel Martin Harnik auf den Platz kam. Füllkrug hat Harnik inzwischen als erfolgreichsten Torschütze abgelöst, was nicht heißt, dass sich nicht schon bald beide Stürmer in den nächsten Abnutzungskampf begeben.

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​Nationalmannschaft? Heldt antwortet

„Nicht, dass es arrogant klingt“, sagte der Stürmer, „aber ich habe immer gedacht, dass es von selbst kommt. Seit einiger Zeit treffe ich regelmäßig. Das heißt nicht, dass es immer so bleibt, aber ich genieße das erst mal.“

Was Füllkrug besonders ge­nießt, ist das Vertrauen seines Trainers Breitenreiter. „Es ist schön, dieses Vertrauen zu spüren, wir haben ein gutes Verhältnis“, sagte Füllkrug. Und sein Tor? „Ich war halt am reaktionsschnellsten“, sagte er, bevor er in die Kabine ging, um seine königsblauen Flecken zu pflegen.

Die Frage nach seiner Chance für die Nationalmannschaft be­antwortete diesmal der Manager Horst Heldt: „Der Fülle weiß das einzuordnen.“

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