Bilder vom Spielabbruch von Hannover 96 gegen den FC Burnley. Bilder vom Spielabbruch von Hannover 96 gegen den FC Burnley. ©
Bilder vom Spielabbruch von Hannover 96 gegen den FC Burnley.

"Polizei konnte Sicherheit nicht mehr gewährleisten": Hannover 96 muss mit harter Strafe rechnen

Nach dem Spielabbruch in Burnley droht den 96-Fans mindest ein Teilausschluss bei einem Heimspiel.

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Die Hemmschwelle ist gefallen - die sogenannten 96-Fans werden immer mehr zur Belastung für den Verein. Die Generalprobe vor dem ersten Pflichtspiel am nächsten Sonntag musste zur Halbzeit abgebrochen werden. 

Ärgerlich aus sportlicher Sicht, "schade, dass sich nicht alle Spieler zeigen konnten", meinte Trainer André Breitenreiter. Aber weit schlimmer aus Vereinssicht: Das ohnehin belastete und durch hohe Geldstrafen vom DFB angekratzte 96-Bild wird immer gewalttätiger.

​In der 40. Minute eskaliert es

Etwa 350 Fans, überwiegend Ultras, waren ins kleine Städtchen Burnley gereist. In dem ansonsten spärlich besetzten Turf-Moor-Stadion gaben sie von Anfang an den Ton an. Sie legten zum Anpfiff mit Beschimpfungen des 96-Chefs los: "Martin Kind, du Sohn einer Hure". Auf die Schmähgesänge folgten wilde Gesten in Richtung der Burnley-Fans, die auf der selben Tribüne, aber durch einen Pufferzone getrennt von den 96-Fans standen. 

Auch Burnley-Anhänger gestikulierten in Richtung 96-Fans. In der 40. Minute stürmte der 96-Block dann auf den Burnley-Block los, sie traten Sitzschalen los und warfen sie auf die Heim-Fans. Ordner versuchten sich in der Not dazwischen zu stellen und ihre Fans zu schützen. Die Sicherheitskräfte waren zwar nicht ganz so überfordert wie diejenigen am Saisonende in Sandhausen, aber sie konnten wenig ausrichten. Kinder und Familien wurden vor den 96-Fans in Sicherheit gebracht und aus dem Block geführt.

Spielabbruch in Burnley: 96-Fans stürmen Block der heimischen Fans

​Sicherheit war nicht mehr gewährleistet

In den Sturm der Fans fiel - das nur nebenbei - die Führung für Burnley durch Ben Mee per Kopfball nach einem Freistoß (40.). "Da war die Mannschaft abgelenkt", entschuldigte Breitenreiter. In der Halbzeit humpelte eine beim Fan-Angriff verletzte Ordnerin an der Haupttribüne vorbei, unter dem aufmunternden Beifall der Heimatfans. 

Der 96-Trainer kam auf dem Platz, holte seine Ersatzspieler, die sich warmmachten, in die Kabine: Die Polizei hat das Spiel abgebrochen, nicht der Schiedsrichter. "Die Polizei konnte die Sicherheit der Zuschauer nicht mehr gewährleisten", erklärte ein Sprecher. Der Spielabbruch geht auf das Konto der 96-Fans.

​Harte Strafe droht

Enttäuschte Gesichter daraufhin bei Spielern und Verantwortlichen. Torwart Philipp Tschauner, der in der zweiten Hälfte den Kampf um die Nummer eins aufnehmen sollte, wurde etwa um seine Chance gebracht. Breitenreiter überlegt jetzt, ob in der kommenden Woche ein weiterer Test angesetzt wird. 

Den 96-Fans droht mindestens ein Teilausschluss bei einem Heimspiel. Die auf Bewährung verhängte Fan-Sperre sollte beim nächsten Vorfall vollzogen werden - nach Burnley dürfte die Strafe noch deutlich höher ausfallen.

Hannover 96 (Herren) Fussball Bundesliga Region/Hannover

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