12. Oktober 2017 / 09:07 Uhr

Strafbefehl gegen Ex-Profi von Hannover 96: Altin Lala soll 22.800 Euro zahlen

Strafbefehl gegen Ex-Profi von Hannover 96: Altin Lala soll 22.800 Euro zahlen

Peer Hellerling

Altin Lala.
Altin Lala. © Uwe Dillenberg
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Altin Lala, ehemaliger Spieler von Hannover 96, soll 22800 Euro zahlen. Wollte er illegal an eine Waffenbesitzkarte kommen?

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Altin Lala, viele Jahre Kapitän der Fußballprofis von Hannover 96 und Liebling der Fans, muss sich wegen einer illegalen Waffenkarte verantworten und soll 22 800 Euro Strafe zahlen. 

Der 41-Jährige hat die Waffenbesitzkarte von dem Hamelner Schützenverein erworben, dessen Vorstandsmitglieder im Sommer vom Landgericht Hannover wegen des Handels mit für den Waffenerwerb notwendigen Dokumenten verurteilt worden waren.

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​Lalas Anwalt hat Widerspruch eingelegt

Lalas Verteidiger Fritz Willig – früher selbst 96-Präsident ­– bestätigt die Ermittlungen. „Er war mit Freunden dort und hat geschossen“, sagt der Anwalt. Lala, der inzwischen als Spielervermittler aktiv ist, erhielt einen Strafbefehl über 22 800 Euro wegen Bestechung. 

Würde der ehemalige Fußballer die Strafe akzeptieren, wäre er vorbestraft. Sein Anwalt Willig hat aber bereits Widerspruch eingelegt, „ich halte es nicht für schuldangemessen“.

Generell stehe sein Mandant aber dazu, „dass er Mist gebaut hat“. Altin Lala sei vor zwei Jahren in Hameln gewesen und habe dort an Schießtrainings teilgenommen. Letztlich habe der 41-Jährige für 300 Euro eine Waffenkarte gekauft, ohne vorher die Prüfung abgelegt zu haben. Theoretisch hätte Lala damit eine großkalibrige Waffe kaufen können. „Er hat aber nie eine Waffe besessen“, sagt Willig.

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​"Die Höhe ist nicht gerechtfertigt"

Der Vorsitzende des Hamelner Schützenvereins ist im Juli wegen Bestechlichkeit zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Schütze hatte 37 sogenannte Sachkundenachweise verkauft, ohne tatsächlich entsprechende Prüfungen abzunehmen. Die Dokumente müssen für den Erwerb einer behördlichen Waffenbesitzkarte vorgelegt werden. Pro Fall ließ sich der Schützenvorsitzende zwischen bis zu 1561 Euro zahlen.

„Mein Mandant ist da hineingeraten“, sagt Strafverteidiger Fritz Willig. Der Verein habe Altin Lala „arglos benutzt“ und mit ihm Werbung gemacht. Der Jurist strebt eine geringere Geldstrafe an. „Die Höhe ist nicht gerechtfertigt“, sagt Willig. Somit wird der Fall demnächst vor Gericht verhandelt werden.

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