14. Februar 2018 / 10:21 Uhr

Hannover 96: Wie sehr haben Sie die Fan-Pfiffe geärgert, Herr Tschauner?

Hannover 96: Wie sehr haben Sie die Fan-Pfiffe geärgert, Herr Tschauner?

Andreas Willeke
<b>Philipp Tschauner:</b> Der Kapitän bleibt cool bei der Freiburger Doppelchance durch Kleindienst und Höler und rettet souverän (23. Minute). Fehlerfrei und sicher. Note: 2,5
Philipp Tschauner ist der Kapitän bei Hannover 96. © dpa
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Anstatt mit den Fans den Sieg gegen den SC Freiburg zu feiern, gingen die Profis von Hannover 96 geschlossen in die Kabine. Im ersten Teil unseres Interviews erklärt 96-Kapitän Philipp Tschauner, warum die Mannschaft so gehandelt hat und was er vom Ende des Stimmungsboykotts hält.

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Philipp Tschauner, da feiert Ihre Mannschaft den sehr wertvollen Sieg gegen Freiburg und wird trotzdem ausgepfiffen. Wie sehr haben Sie sich geärgert?

In erster Linie habe ich mich über den sehr wichtigen Sieg gefreut. Auf dem Platz hat man das noch gar nicht so gemerkt, aber in der in Kabine war die Freude richtig groß. Natürlich war es schade, dass wir mit Pfiffen in die Kabine gegangen sind, obwohl wir als Mannschaft wieder alles auf dem Platz gelassen haben.

Von den Fans, die den Stimmungsboykott ruhen lassen, wurde die Mannschaft aufgefordert, vor die Nordkurve zu kommen. Können Sie aufklären, wie die Entscheidung gefallen ist, der Aufforderung nicht nachzukommen?

Wir haben als Mannschaft noch auf dem Platz im Kreis die Entscheidung getroffen, es weiter so zu halten wie in allen Heimspielen zuvor. Wir sind immer eine Runde im Stadion gelaufen und haben uns bei allen bedankt. Wir wollen immer neutral bleiben bei allem, was um den Verein herum los ist. So haben wir das die ganze Saison über gemacht.

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Es kursierten Vermutungen, das Team hätte auf Anweisung von 96-Chef Kind gehandelt.

Da kann ich allen Leuten, die das denken, ganz klar sagen: Wir haben das als Team ganz allein auf dem Platz entschieden.

"DAS LÄSST UNS AUFLEBEN"

Wie haben Sie die Atmosphäre im Freiburg-Spiel wahrgenommen?

Es tut uns enorm gut, die Unterstützung von außen zu erfahren. Man hat besonders nach dem Gegentor gespürt, dass alle im Stadion helfen wollten, das 2:1 über die Zeit zu bringen. Mit dem Stadion zusammen haben wir nichts mehr zugelassen. Das lässt uns aufleben und hilft, die letzte Grätsche anzusetzen.

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Nach dem Spiel haben Sie sowie Manager Horst Heldt mit Fan-Vertretern diskutiert. Wie geht es weiter in der Beziehung zu den Ultras?

Wir hatten einen sehr guten Meinungsaustausch. Es war auch kein Zehn-Minuten-Gespräch, das hat schon ein bisschen länger gedauert. Es ist wichtig, dass wir im Dialog bleiben. Inhaltlich bleibt es unter uns. Die Fan-Vertreter müssen das Ergebnis des Gesprächs an ihre Leute weitertragen, genauso muss ich darüber mit der Mannschaft reden. Dann wird man sehen, wie es in den nächsten Spielen läuft.

Werden Sie beim nächsten Mal in die Kurve gehen?

Wir werden das wieder in der Mannschaft besprechen und uns eine Meinung bilden. Nach dem Spiel in Köln entscheiden wir das wieder auf dem Platz – nach unserem Gefühl. Es macht keinen Sinn, sich das vorher vorzunehmen.

Zum zweiten Teil des Tschauner-Interviews

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