07. Januar 2019 / 09:05 Uhr

Viel Schatten bei 96, aber Akpoguma ist ein Lichtblick: "Er geht dem Gegner auf den Keks"

Viel Schatten bei 96, aber Akpoguma ist ein Lichtblick: "Er geht dem Gegner auf den Keks"

Dirk Tietenberg
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Feierte ein überzeugendes 96-Debüt: Kevin Akpoguma
Feierte ein überzeugendes 96-Debüt: Kevin Akpoguma © Florian Petrow
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Im Schatten des Hotel-Felsens gab’s auch im neuen Jahr nicht viel Licht bei 96. Das 0:0 gegen den Zwölften der niederländischen zweiten Liga, NEC Nijmegen, entsprach der Leistung des Bundesliga-Vorletzten – vor allem in der ersten Hälfte. Positiv: Neuzugang Kevin Akpoguma überzeugte in der 96-Defensivreihe und bestätigte seinen guten Eindruck bei André Breitenreiter.

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„Der Gegner war in der ersten Hälfte frischer“, fand Trainer André Breitenreiter, schob das aber auf die „intensiven Trainingseinheiten bei uns“. Breitenreiter kehrte das Positive heraus: „Wir haben zu null gespielt und uns der zweiten Hälfte durch viele Balleroberungen mehr Torchancen erarbeitet. Das war der erste Schritt in eine bessere Richtung.“

Akpoguma überzeugt - "Er hat den guten Eindruck bestätigt"

Es müssen allerdings noch viele folgen, damit es wirklich in der ersten Liga besser wird. Es gab mehr Schatten als Licht bei 96 gegen Nijmegen. Lichtblick war dabei der Auftritt des neuen Verteidigers Kevin Akpoguma. Er dirigierte laut, verteidigte sauber und aggressiv, „geht dem Gegner auch mal auf den Keks“, erklärte Breitenreiter zufrieden. Er erinnert in seiner Spielweise an den jungen Valérien Ismaël. „Er hat den guten Eindruck aus dem Training bestätigt“, fand Breitenreiter.

Kevin Akpoguma: Seine Karriere in Bildern:

Das Fußballspielen lernte Kevin Akpoguma bei Rot-Weiß Speyer. 2007 wechselte er zum Karlsruher SC. Dort durchlief der Verteidiger die Jugendmannschaften des Vereins, ehe er 2010 in die U17 aufstieg. Nach zwei Jahren schaffte Akpoguma den Sprung zu den Profis. Zur Galerie
Das Fußballspielen lernte Kevin Akpoguma bei Rot-Weiß Speyer. 2007 wechselte er zum Karlsruher SC. Dort durchlief der Verteidiger die Jugendmannschaften des Vereins, ehe er 2010 in die U17 aufstieg. Nach zwei Jahren schaffte Akpoguma den Sprung zu den Profis. ©
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Müller bringt Schwung in der zweiten Hälfte

Mit dem Spieldebüt von Angreifer Nicolai Müller stellte sich eine Teilzufriedenheit ein. Bei ihm wurde es erst nach der Pause etwas besser. Breitenreiter hatte umgestellt von 5-2-3 aufs 4-3-3-System. „Wir haben keine Rücksicht genommen und intensiv trainiert“, erklärte der Trainer. „Man muss auch Widerstände überwinden, und die zweite Hälfte hat gezeigt, dass es geht“, sagte Breitenreiter.

Der Umgang mit dem Testgegner wurde rauer. Julian Korb flog nach drei Fouls gegen Mike Trésor fast vom Platz. Trésor trat Samuel Sahin-Radlinger an die Stirn. Der Torwart blieb zuerst mit Brummschädel liegen „Alles gut“, sagte er aber nachher.

Müller legte einige Chancen vor und vergab selbst eine. Etwas enttäuscht setzte er sich dennoch nach seinen ersten 70 Minuten im 96-Trikot auf die Bank. Ko-Trainer Volkan Bulut munterte ihn schulterklopfend auf.

Fotos zum Testspiel von Hannover 96 gegen NEC Nijmegen in Marbella.

 Sauer: Waldemar Anton legt sich mit dem Schiedsrichter an Zur Galerie
 Sauer: Waldemar Anton legt sich mit dem Schiedsrichter an ©

Noch ein Lichtblick: Bebou steht vor Comeback

200 Zuschauer sahen zu, darunter die Spielerberater Thomas Strunz, Gunther Neuhaus und Alen Augustincic, der auch Breitenreiter berät. Außerdem machte sich HSC-Oberliga-Trainer und Breitenreiter-Freund Martin Polomka ein Bild vom 96-Zustand. Breitenreiter forderte Mut und bekam von vielen seiner Spielern das Gegenteil. Die Mannschaft, in der ersten Hälfte eine mögliche Startformation, wirkte ängstlich und verunsichert.

Ausnahme neben Akpoguma war noch der vielseitige Waldemar Anton, der sich in der Nachspielzeit mit Mut und Wut eine starke Szene herausspielte und fast noch das Siegtor erzielte.

Bobby Wood verstolperte zwei Riesenchancen allein vorm Tor. Das Sturmproblem nach der Verletzung von Niclas Füllkrug bleibt groß. Der 18-jährige Sebastian Soto ändert daran nach dem ersten Auftritt bei den Profis kurzfristig nichts. Ohne Ihlas Bebou läuft nicht viel. Bebou kündigte an, am Mittwoch gegen die Belgier von Zulte Waregem dabei zu sein. Noch ein Lichtblick also.

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