Niclas Bahn (links) verlässt den TSV Havelse und schließt sich dem Heeßeler SV an. Niclas Bahn (links) verlässt den TSV Havelse und schließt sich dem Heeßeler SV an. © Sielski
Niclas Bahn (links) verlässt den TSV Havelse und schließt sich dem Heeßeler SV an.

Von Hannover 96 über TSV Havelse zum Heeßeler SV: Ist der Profi-Traum ausgeträumt, Niclas Bahn?

Niclas Bahn gilt als einer der besten Nachwuchsspieler der Region Hannover. Nach 13 Jahren bei Hannover 96 schloss sich der 21-jährige Offensivakteur im Sommer 2016 dem TSV Havelse an. In diesem Winter wechselte der Linksfuß zum Heeßeler SV in die Landesliga. Ist sein Traum, Fußballprofi zu werden nun endgültig beendet?

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Sieben Jahre alt war Niclas Bahn, als er 2004 den SV Sorgensen verließ und wie viele in seinem Alter den großen Traum hatte, Fußballprofi zu werden. Bei Hannover 96 reifte er zu einem der besten Nachwuchsspieler der Region Hannover, der auf 14 Spiele für Deutschlands Junioren-Nationalmannschaften und ein Trainingslager mit den 96-Profis unter dem damaligen Coach Michael Frontzeck verweisen kann: Dem Jungen aus Dachtmissen sagten nicht wenige Experten eine große Zukunft voraus.

Bahn verstärkt den Heeßeler SV

Nun ist der inzwischen 21 Jahre alte Bahn zurück in Burgdorf; der Flügelspieler mit der linken „Klebe“ läuft künftig für den Heeßeler SV in der Landesliga auf. Statt Felipe, Charlison Benschop oder des aktuellen Leverkuseners Benjamin Henrichs – damals Teamkollege in der deutschen Nachwuchsauswahl – heißen seine Mitspieler zumindest bis zum Saisonende Patrick Schuder, Jannis Iwan und Kai-Niklas Marx. Profitraum beendet?

Diese Spieler wechseln in der Winterpause in Hannovers Amateurfußball (Stand 08.01.2018)

​Nasen-Operation stört den Profitraum

Noch im Sommer hatte sich Bahn vorgenommen, beim Regionalligisten TSV Havelse richtig durchzustarten. Zu diesem Zeitpunkt hatte er Angebote aus der 3. Liga sowie vom 1. FC Köln vorliegen. Eine Nasen-Operation kam dem Profitraum jedoch dazwischen. „Ein oder zwei Jahre wird der Fußball mindestens noch an erster Stelle stehen“, versprach Bahn noch beim Porta-Pokalturnier in Ramlingen, bevor er mit seiner Mannschaft auf den Heeßeler SV traf – und eine Niederlage hinnehmen musste, 2:4 ging die Partie aus.

​"Ich bin ja noch jung"

Anders als noch in der vergangenen Saison spielte Bahn bei den Havelsern unter dem neuen Trainer Christian Benbennek eine gute Rolle und kam in der laufenden Spielzeit auf acht Einsätze in der 4. Liga. Dennoch ordnete Bahn seine Prioritäten neu: Die berufliche Laufbahn soll künftig im Vordergrund stehen, Bahn will wie sein Vater Polizist werden und hat sich für den gehobenen Dienst beworben.

Fußball ist nur noch Hobby. „Aber vielleicht ergibt sich noch einmal was, um höherklassig zu spielen. Ich bin ja noch jung“, sagt Bahn. Demnächst steht bei der Polizei erst einmal eine wichtige Prüfung an. Beim Heeßeler SV hoffen sie, dass er sie besteht.

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​Nach 13 Jahren: Bahn verlässt Hannover 96

Dass sich Bahn beruflich überhaupt neu orientiert, liegt auch daran, dass die vergangenen Jahre in seiner Fußballerlaufbahn nicht sonderlich glücklich verlaufen sind. Zu seiner Laufbahn gehören auch vier Meniskusrisse und ein angeknacktes Verhältnis zu Daniel Stendel.

Der damalige A-Jugend-Coach bei Hannover 96, der Waldemar Anton und Noah Joel Sarenren Bazee bei den Roten groß herausbrachte, ließ Bahn nur selten spielen. „Er ist ein guter Trainer, aber menschlich hat es zwischen uns beiden nicht gepasst“, sagt Bahn. Nach 13 Jahren verließ er 96 und ging zum TSV Havelse. Dort legte man ihm bei seinem Abgang in der Winterpause keine Steine in den Weg.

Ob in Hannover geboren, als Talent verpflichtet oder Stammkraft im 96-Nachwuchs: Diese Talente schafften ihren Durchbruch nicht bei 96 und verdienen jetzt woanders mit dem Fußball ihr Geld.

​"Die Jungs waren der Hauptgrund, warum ich zum Heeßeler SV gewechselt bin"

Beim Heeßeler SV wird sich Bahn nicht fremd fühlen. Viele Spieler kennt der 21-Jährige bereits etliche Jahre. Mit Fabian Hellberg und Henrik Franke hat er zusammengespielt, Yannick Bahls und Marco Dubberke sind gute Freunde. „Die Jungs waren der Hauptgrund, warum ich zum Heeßeler SV gewechselt bin“, sagt Bahn. Er hatte auch ein Angebot vom Aufstiegskonkurrenten HSC Hannover vorliegen, entschied sich aber für einen Wechsel nach Heeßel. „Das war keine Entscheidung gegen den HSC, sondern für Heeßel“, betont Bahn.

​Neues Etappenziel: Oberliga-Aufstieg

Sein Ziel? Das ist für Bahn ganz klar der Oberliga-Aufstieg mit dem Heeßeler SV. „Wir haben mehr Qualität als der HSC Hannover“, ist sich der 21-Jährige sicher. Was alles in der Mannschaft steckt, hat er ja bereits beim Ramlinger Porta-Pokal am eigenen Leib erfahren.

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