26. Mai 2018 / 10:10 Uhr

Hannover 96 und Stoke City einig: Premiumpreis für Kevin Wimmers "Brexit"

Hannover 96 und Stoke City einig: Premiumpreis für Kevin Wimmers "Brexit"

Redaktion Sportbuzzer
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Kevin Wimmer wechselt zu Hannover 96.
Kevin Wimmer wechselt zu Hannover 96. © imago/Sportimage
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Ein Österreicher geht, ein Österreicher kommt. Nach dem Abgang von Martin Harnik hat Hannover 96 wieder einen Neuzugang zu vermelden. Harniks Landsmann Kevin Wimmer wechselt auf Leihbasis von Stoke City nach Hannover.

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Englische Modelle sind teuer. Wer einen Rolls Royce Ghost (600 PS) ein Jahr lang leihen möchte, müsste 1,2 Millionen Gebühr bezahlen. Ähnlich ist es mit Spielern aus der Premier League. 96 bekommt Kevin „Hacki“ Wimmer als neuen linksfüßigen Verteidiger zum Rolls-Royce-Preis. 1,2 Millionen Euro kassiert Stoke City, dafür darf 96 ein Jahr mit Wimmer in der Bundesliga spielen. Will 96 den Verteidiger kaufen, wären zehn Millionen Euro fällig, wenn Wimmer bleiben möchte.

Das sind die Transfergerüchte bei Hannover 96 zur Saison 2018/19 (Stand: 29. Mai 2018):

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Wimmer ist Wunschverteidiger

96 ist sich mit Stoke einig und zahlt den Premiumpreis für den Wunschverteidiger. Wimmer versicherte, dass 96 sein Wunschclub ist. Insofern passt das. Das meint auch 96-Chef Martin Kind: „Der Spieler möchte weg aus Stoke. Er hat ein deutliches Signal gegeben, in die Bundesliga zu wollen, und vor allem ein deutliches Signal gegeben, zu 96 zu wollen.“

Gehaltsmäßig schränkt sich Wimmer im Vergleich zu England ein, weil der 25-Jährige dankbar ist, dass 96 ihm die Chance zum persönlichen „Brexit“ gibt. Für 96 bleibt der Deal dennoch kostspielig. Wimmer wird einer der Topverdiener mit rund zwei Millionen Euro Gehalt. Das Paket, wenn 96 ihn tatsächlich 2019 kaufen sollte, würde innerhalb eines Jahres mehr als 15 Millionen Euro kosten. Im Vergleich dazu wäre der Ex-Kölner Dominique Heintz (24), der nach Freiburg ging, inklusive Ge­halt nicht einmal für die Hälfte zu haben gewesen.

Das waren die Sommertransfers von Hannover 96 seit 2010:

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​"Hacki" bei der Nationalmannschaft

Das zeigt, wie schwierig es für 96 ist, mit den englischen Preisen mitzuhalten. Stoke macht bei dem Wimmer-Deal noch nicht einmal Gewinn, sondern Verlust, nachdem der Club vor einem Jahr 22 Millionen Euro an Tottenham bezahlte.

Über Preise lässt sich streiten, aber die Chemie stimmt zwischen 96 und dem neuen Spieler. Wimmer reiste am Freitag zum Nationalteam nach Österreich. Trainer Franco Foda nominierte ihn zum ersten Mal in diesem Jahr fürs Ösi-Team, das auf Russland (30. Mai), Deutschland (2. Juni) und Brasilien (10. Juni) trifft.

Von Dirk Tietenberg und Tobias Manzke

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