09. November 2018 / 19:30 Uhr

Dank Maina und Bebou: Hannover 96 bezwingt den VfL Wolfsburg mit 2:1

Dank Maina und Bebou: Hannover 96 bezwingt den VfL Wolfsburg mit 2:1

Andreas Willeke
Linton Maina (links) schießt gegen Wolfsburgs William das 1:0.
Linton Maina (links) schießt gegen Wolfsburgs William das 1:0. © Swen Pförtner/dpa
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Ganz wichtiger Erfolg für Hannover 96! Im Nachbarschaftsduell mit dem VfL Wolfsburg setzen sich die "Roten" nach einer zittrigen Schlussphase mit 2:1 durch. Die Matchwinner bei 96 heißen Linton Maina, Ihlas Bebou und Michale Esser

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André Breitenreiter zeigte die Siegerfaust - der 96-Trainer war beim 2:1 gegen Wolfsburg der Gewinner eines emotionalen Spiels, das bis in die letzten Sekunden der fünf Minuten Nachspielzeit auf der Kippe stand. Breitenreiter hatte sich auch mal so richtig was getraut. In dem Spiel, in dem alle, die es mit 96 halten, einen Sieg erwarteten, krempelte er nicht nur die halbe Mannschaft um und brachte fünf neue Spieler im Vergleich zum 1:3 am vergangenen Sonnabend auf Schalke. Mit Linton Maina und Noah Sarenren Bazee setzte Breitenreiter dabei auf zwei Jungstars, die direkt aus dem Krankenstand kamen.

Maina hatte sich am 25. September beim 1:3 gegen Hoffenheim am Knie verletzt und erst drei Tage mit der Mannschaft trainiert. Sarenren Bazee hatte noch nicht eine Minute in der Saison gespielt. „Es tat ihm gut, dass wir ihn weggeschickt haben“, sagte der Trainer. Der 22-Jährige ließ sein Schienbein-Kanten-Syndrom in der Praxis von Ralph Frank in München aufpäppeln, zurzeit hält sich der 96 Topstürmer Niclas Füllkrug dort auf. „Noah zeigt sich komplett verändert“, lobt der Coach. Mal sehen, wie Füllkrug zurückkommt.

Das sind die Bilder zur Partie Hannover 96 gegen den VfL Wolfsburg:

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Breitenreiter mit gutem Händchen, aber 96 hätte schon der pause erhöhen können

Was wie eine Verzweiflungs-Aufstellung der nackten Not wirkte, ging voll auf. Das Tempo der beiden schnellen Außen brachte die 96-Offensive so richtig in Schwung. In ihrer Mitte agierte Ihlas Bebou als Spielmacher, abgesichert vom starken Wallace. Bebou bereitete auch das 1:0 von Maina vor. Die Flanke volley in die Ecke gesetzt - und dann ging’s ab im Vollsprint zur Eckfahne zum Jubeln. Mainas erstes Bundesligator - Breitenreiter zeigte die Faust, er hätte sich auch selbst auf die Schulter klopfen können. Alles richtig gemacht - und das nicht wegen des Tores. 

Das zuvor so harmlose Angriffsspiel hatte eine jugendliche Frischekur verpasst bekommen. 96 hätte zur Hälfte sogar höher führen können, Bebou bekam frei vor Torwart Koen Casteels die Kugel nicht ins Netz geschlenzt (35.). Das frühe 2:0 wäre beruhigend gewesen, gerade weil defensiv immer mal wieder der Fehlerteufel zuschlug - aber diesmal nicht der Video-Schiri. 96 konnte sich über die Entscheidungen im Kölner Keller nicht beschweren. Das vermeintliche 1:0 der Wolfsburger nahm Schiedsrichter Marco Fritz nach einem Handspiel von Yannick Gerhardt zurück. Nach einem Handspiel von Julian Korb meldete sich Köln nicht, um auf Elfmeter zu plädieren. Unstrittig dagegen der Elfmeterpfiff nach dem Foul von William an Marvin Bakalorz. Bebou verwandelte eiskalt (63.). Eine wichtige Beruhigungspille, denn die Wolfsburger hatten direkt nach der Halbzeit etliche gute Chancen herumgespielt, aber vergeben.

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Sarenren Bazee und Maina lautstark vom Publikum gefeiert

Als Sarenren Bazee unter dem Beifall der Fans vom Platz ging, brachte der für ihn eingewechselte Mirko Albornoz einen Taktik-Zettel mit, den sich Maina in den Stutzen steckte. Breitenreiter stellte von Vierer- auf Fünferkette in der Abwehr um. Es gilt jetzt, die Führung zu verwalten und zu sichern. 

Kurz darauf ging mit Maina der zweite Überraschungs-Spieler, und bei ihm fiel der Beifall noch lauter als bei Sarenren Bazee. Aber ohne Zittern ging’s nicht, nachdem Wout Weghorst den Elfmeter verwandelt hatte. 96 hat sich mit dem zweiten Saisonsieg wieder ans Mittelfeld rangerobbt - ein wichtiger Befreiungsschlag und Lebenszeichen im Abstiegskampf.

Die Hinrunden-Bilanz von Hannover 96 seit der Saison 2000/01:

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