96-Spitze 96-Präsident Martin Kind zeigt sich gegenüber eines möglichen Heldt-Abgangs gesprächsbereit. © Daniel Reinhardt
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"Dann müssen wir reden": 96-Boss Kind zeigt sich gesprächsbereit bei der Heldt-Personale

Der VfL Wolfsburg hat sein Interesse am Manager von Hannover 96 bekundet. Horst Heldt selbst dementiert die Gerüchte nicht. Martin Kind hingegen zeigt sich gesprächsbereit - anders als beim Köln-Abenteuer.

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Es wird konkret zwischen dem VfL Wolfsburg und 96-Manager Horst Heldt. Das Interesse des VW-Clubs an Heldt war bekannt, das gegenseitige Abtasten ist aber schon weiter, als gedacht: Zwei persönliche Gespräche soll es zwischen Wolfsburger Verantwortlichen und Heldt gegeben haben, in der auch schon konkret über Planungen gesprochen worden sein soll.

So soll Gerhard Zuber, bei 96 im Moment Sportlicher Leiter, ebenfalls den Weg nach Wolfsburg finden. Auch der Name Oliver Ruhnert soll bei den Gesprächen gefallen sein. Ruhnert war in der Schalker Zeit von Heldt Leiter der Nachwuchsabteilung bei den Königsblauen und ist jetzt Chefscout bei Union Berlin.

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Macht Heldt den Abflug nach Wolfsburg?

Hatte Heldt Gespräche mit VfL-Verantwortlichen? „Das kommentiere ich nicht und beteilige mich nicht an Spekulationen. Meine Konzentration gilt den Zielen von Hannover 96. Und die will ich mit dem Club erreichen“, so der Manager. Ein Dementi klingt anders.

Brisant ist die Sachlage allemal. Denn: Heldt soll bei 96 eigentlich zum Geschäftsführer aufsteigen, die Gespräche über seine Beförderung laufen schon lange – ohne, dass es bisher ein Ergebnis in Form von Unterschriften gibt. Und dass die noch fehlen, ist nicht nur eine Formalie. Es geht um Absprachen, zukünftige Kompetenzen, die geklärt sein müssen, damit Aufgaben- und Entscheidungsbereiche klar definiert sind.


​Situation bei 96 ist kompliziert

Die Wechselgerüchte um den 96-Manager sind nicht neu. Im vergangenen Herbst baggerte Köln an Heldt. Auch damals gab es Gespräche, um die Heldt 96-Boss Martin Kind gebeten hatte. Am Ende musste der Manager bleiben – auch weil Kind ein Machtwort sprach. Was sagt Kind jetzt? „Offiziell weiß ich nichts, aber die Spekulationen habe ich mitbekommen. Wenn sich Wolfsburg meldet, dann müssen wir reden“, so der Boss.

Dass Heldt sich wieder auf Gespräche mit einem anderen Club einlässt, kommt allerdings nicht von ungefähr. Der Manager hatte kein einfaches Jahr in Hannover – und das liegt nicht nur an den Problemen des Vereins mit der Fanszene. Als Heldt im März 2017 nach Hannover kam, waren andere Voraussetzungen angedacht: Der Erhalt zur Ausnahmegenehmigung von 50+1 für Kind sollte kommen. Bis heute gibt es keine Entscheidung, wann das der Fall sein wird. Ende des Jahres heißt es. Für Heldt verschenkte Zeit.

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Der Manager muss einen Kader planen, Stand jetzt schon Abgänge von Salif Sané und Felix Klaus verkraften. Transfereinnahmen können vollumfänglich investiert werden. Aktuell elf Millionen (acht für Sané, drei für Klaus) werden nicht reichen, einen bundesligatauglichen Kader zusammenzustellen. Das weiß auch Heldt. Geld spielt in Wolfsburg eine eher untergeordnete Rolle.

Dazu kommt die schwierige Gesamtlage von 96, die auf der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend deutlich wurde. Allerdings wirklich bekannt zu 96 hat sich Heldt in den Diskussionen um seine Person nicht.

Von Tobias Manzke und Andreas Willeke

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