25. März 2018 / 20:30 Uhr

"Habe ich in 30 Jahren nicht erlebt": Scorpions-Ärger nach Niederlage bei Rosenheim Starbulls

"Habe ich in 30 Jahren nicht erlebt": Scorpions-Ärger nach Niederlage bei Rosenheim Starbulls

Stephan Hartung
Die Scorpions unterlagen in Rosenheim mit 3:4.
Die Scorpions unterlagen in Rosenheim mit 3:4. © Flo Petrow
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Die Hannover Scorpions haben den ersten Matchball vergeben. Durch ein spätes Gegentor haben die Wedemärker das dritte Play-off gegen die Rosenheim Starbulls mit 3:4 verloren. Weil der Referee ein umstrittenes Tor gab, wollen die Scorpions nun sogar Protest einlegen.

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Erster Matchball vergeben: Die Hannover Scorpions haben in den Play-offs der Eishockey-Oberliga mit 3:4 (1:0, 1:1, 1:3) bei den Starbulls Rosenheim verloren. Damit führen sie in der Viertelfinal-Serie nur noch mit 2:1, haben Dienstag (20 Uhr, Mellendorf) die nächste Chance auf den Einzug ins Halbfinale.

Die Starbulls knüpften im ersten Drittel an ihr starkes Finish vom Freitag an, als sie in weniger als zwölf Minuten vier Treffer erzielten und nach einem 1:5-Rückstand noch ausglichen – dennoch gewannen die Scorpions die verrückte Partie mit 6:5 durch ein Tor von Brian Gibbons.

​Scorpions starten defensiv

Wie schon in Spiel eins agierten die Scorpions bewusst defensiv und lagen damit richtig. Zudem nutzten sie eiskalt ihre sich bietenden Chancen. Bei numerischer Gleichheit setzten sie sich in der Rosenheimer Verteidigungszone fest. Dennis Schütt und Goran Pantic passten sich die Scheibe zu, ehe Pantic in Schussposition kam. Der Abwehrmann überwand Starbulls-Keeper Lukas Steinhauer mit einem verdeckten Schlenzer – offiziell als Torschütze wurde jedoch Noah Janisch angegeben.

Mehr zu den Scorpions

Der in dieser Partie erneut überragende Scorpions-Rückhalt Björn Linda war kaum überwindbar – vorerst nur nach einem abgefälschten Schuss von Chase Witala, die Scheibe senkte sich über Linda hinweg ins Netz (25.). Doch die Scorpions schlugen zurück: Gibbons gelang nur sieben Minuten später, als er in die Mitte zog und mit der Rückhand abschloss, die erneut Führung.

Szene zum 3:2 ist der Schlüssel

Der dritte Spielabschnitt dann so ereignisreich wie am Freitag: Zunächst glich Vitezslav Bilek (41.) nach einem Fehlpass im Scorpions-Drittel aus, ehe Fabian Zick (44.) die Starbulls erstmals in Front brachte – jedoch umstritten, denn unmittelbar zuvor wurde Linda behindert. Die Antwort der Gäste dauerte nur 41 Sekunden, Christoph Koziol egalisierte. Die Scorpions, die kurz darauf eine 90-sekündige Unterzahl mit zwei Spielern weniger auf dem Eis überstanden, hatten ihrerseits selbst Chancen auf den Siegtreffer – der fiel aber 16 Sekunden vor Schluss auf der Gegenseite durch Zick.

Bilder der Play-off-Partie Hannover Scorpions - Starbulls Rosenheim (Spiel 2)

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„Die Szene zum 3:2 ist die Schlüsselsituation. Wir fühlen uns klar benachteiligt. Björn Linda wurde erst umgefahren, dann liegt ein Gegenspieler auf ihm drauf. Dass dieses Tor gegeben wird, ist unglaublich – das habe ich in 30 Jahren Eishockey noch nie erlebt“, ärgerte sich Scorpions-Sportchef Eric Haselbacher. „Wir wissen, dass es nichts bringt: Aber wir werden Protest einlegen – um zu zeigen, dass wir uns das nicht gefallen lassen.“

Tore: 0:1 (3:58) Janisch (Pantic, Schütt), 1:1 (24:02) Witala, 1:2 (31:04) Gibbons (Niddery), 2:2 (40:39) Bilek, 3:2 (43:18) Zick (Draxinger), 3:3 (43:59) Koziol (Blank, Lehmann), 4:3 (59:44) Zick (Bilek)

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