08. September 2018 / 14:10 Uhr

Hannover-Triathlon: Vorzeigetriathlet Jan Raphael wird gebührend verabschiedet

Hannover-Triathlon: Vorzeigetriathlet Jan Raphael wird gebührend verabschiedet

Carsten Schmidt
Der Hannover-Triathlon war ein toller Abschied für Jan Raphael.
Der Hannover-Triathlon war ein toller Abschied für Jan Raphael. © Florian Petrow
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Viele Jahre hieß es für Jan Raphael schwimmen, Fahrrad fahren und Laufen. Dieses Kapitel ist für ihn nun vorbei. Bei der 12. Auflage des Hannover-Triathlons wurde dem Athleten von Hannover 96 ein schöner Abschied bereitet.

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Es war der perfekte Abschied. „Ein Kreis schließt sich“, sagte Jan Raphael, nachdem er das Ziel im Strandbad am hannoverschen Maschsee erreicht hatte. Der Vorzeigetriathlet von Hannover 96 beendete am Sonnabend seine Leistungssportkarriere im heimischen Trainingsrevier. „1995 habe ich an derselben Stelle im Jugend-Triathlon mitgemacht“, erzählte der 38-Jährige. Damals richtete eine engagierte Ehrenamtler-Crew von Hannover 96 um Jürgen Willmann und Florian Böhme den Wettkampf aus. Heute, 23 Jahre später, trägt die professionelle Veranstaltungsagentur eichels:Event die Verantwortung für das Gelingen der Wettkämpfe.

​Familie kommt vor Triathlon

Raphael lief zusammen mit seiner Frau Rebekka und dem gemeinsamen Sohn Leo (3) ins Ziel. „Schön ist, dass er jetzt mehr Zeit für die Familie hat“, sagte Rebekka Raphael, selbst aktivee Triathletin. „Wir werden aber weiter gemeinsam Sport treiben.“ Das Paar hatte sich vor mehr als 20 Jahren bei Lehrgängen des Landeskaders kennengelernt. Und die gemeinsame sportliche Leidenschaft ergänzte das Private. „Für mich stand die Familie immer vor dem Triathlon“, sagte Raphael, obwohl er viel Zeit für den Sport investierte mit bis zu 1000 Rad- und 150 Laufkilometern pro Woche sowie dem entsprechenden Training im Wasser.

​"Hannover ist perfekt für unseren Sport"

Der zweimalige EM-Zweite im Ironman wird dem Sport aber nicht nur verbunden bleiben, weil er nach der Profikarriere abtrainieren muss, um gesund zu bleiben. „Ich könnte mir vorstellen, als Trainer zu arbeiten oder auch für den Maschsee-Triathlon zu werben. Hannover ist perfekt für unseren Sport“, sagte der 38-Jährige. Und er kündigte an, etwas Verrückteres auszuprobieren wie „Bergläufe oder einen Wüstenmarathon“.

Das perfekte Wetter mit angenehmen 20 Grad Lufttemperatur am Morgen und blauem Himmel mit zunächst wenigen Wolken - am Nachmittag wurden es etwas mehr - trieb aber auch die 2152 Wettkämpfer am Freitag (Nachwuchsrennen) und am Sonnabend (Erwachsene) an. Erste Tagessieger wurden Philipp Fahrenholz (96) und Lidia Hackmann (Oldenburg) im Volkstriathlon mit 500 Meter Schwimmen, 19,2 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer laufen. In der Staffel setzte sich eine Mannschaft mit dem fordernden Namen „Hier könnte Ihre Werbung stehen“ durch, vielleicht regt der Auftritt tatsächlich potenzielle Sponsoren an.

Das sind die Bilder vom Triathlon in Hannover:

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Haupt knackt den Streckenrekord

Für weitere Heimsiege sorgten die 96-Frauen in der 2. Bundesliga und Christian Haupt (96) auf der olympischen Distanz. Tabea Fricke (3. im Einzel), Dörte Zimmermann (5.) und Lena Brunkhorst (8.) schoben sich dank der famosen Teamleistung noch auf den dritten Rang in der Abschlusstabelle der 2. Liga Nord. Die männlichen Clubkollegen hatten in ihrem Zweitligarennen Pech, dass Hauke Horstmann wegen Achillessehnenproblemen im Laufen ausfiel. Zwar landeten Silas Bergmann (4.) und Sven Kiene (8.) in den Top Ten, doch die übrigen Mitstreiter verpassten die Top 40. So wurden die 96-Männer Sechster in der Tageswertung und Vierter in der Abschlusstabelle.

Haupt setzte mit einem Streckenrekord von 1:54:03 Stunden über die olympische Distanz (1,5 Kilometer schwimmen, 38,4 Kilometer Radfahren, zehn Kilometer laufen) einen furiosen Schlusspunkt unter eine gelungene Veranstaltung. Er war schon im Zweitligarennen über die halb so lange Distanz gestartet und 60. geworden. "Die Jungen sind zu schnell", sagte der 38-Jährige, der im Ironman (3,8/180/42,195) Amateur-Weltmeister ist, nach dem Sprintrennen. Doch er zeigte eine Stunde nach dem Zweitliga-Zieleinlauf, was er auch auf Kurzstrecken kann. Drei Minuten Vorsprung auf den Zweiten hatte der Hannoveraner. Er kann frohen Mutes die nächste Herausforderung angehen - den Ironman Taiwan am 7. Oktober.

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