22. August 2018 / 11:47 Uhr

"Alles kann passieren": Hannovers Kanu-Talent Jakob Thordsen kämpft um WM-Titel

"Alles kann passieren": Hannovers Kanu-Talent Jakob Thordsen kämpft um WM-Titel

Simon Lange
Junioren-Weltmeister Jakob Thordsen ist in Portugal erstmals bei den Erwachsenen dabei - und kämpft mit seinem Team um eine Medallie.
Junioren-Weltmeister Jakob Thordsen ist in Portugal erstmals bei den Erwachsenen dabei - und kämpft mit seinem Team um eine Medallie. © Florian Petrow
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Am Samstag steigt das große Finale der Kanu-Weltmeisterschaft in Portgal. Mit dabei ist - erstmals bei den Erwachsenen - auch Junioren-Weltmeister Jakob Thordsen vom Hannoverschen Kanu-Club, der im vierer Kajak über 1000 Meter um eine Medallie kämpft.

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Die Anreise am Dienstag war umständlich, anstrengend und lang. Von Hannover mit dem Bus nach Düsseldorf, von dort nach Frankfurt, umsteigen ins Flugzeug nach Porto, dann wieder per Bus weiter in den Süden nach Montemor-o-Velho in die Nähe der portugiesischen Studentenstadt Coimbra, etwa 15 Kilometer von der Atlantikküste entfernt. Wofür die ganze Tor-Tour? Die Kanu-Weltmeisterschaft steht an – und Hannovers Toptalent Jakob Thordsen ist erstmals bei den Erwachsenen dabei. „Ich freue mich riesig“, sagt der HKC-Fahrer.

Thordsen startet mit dem K4

Bei der Premiere soll es gleich für eine Medaille reichen. Junioren-Weltmeister Thordsen geht mit dem superjungen K4 über 1000 Meter an den Start. Thordsen ist gerade mal 18 Jahre alt, sein Teamkollege und Zimmergenosse Jacob Schopf ist 19, Tamasz Gesko 21. Lukas Reuschenbach ist mit nur 24 Jahren der Senior in dem ambitionierten Kajak.

Die jungen Wilden waren bei der EM im Juni zunächst kaum zu bremsen. Im Vorlauf belegten sie Platz eins, im Finale herrschte Flaute – Absturz auf Rang sechs.

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Gestrichen: kein Vorlauf vor dem Finale

Das Szenario kann sich bei der WM nicht wiederholen. Es geht direkt ins kalte Endlauf-Wasser. In Portugal wurde der für Donnerstag geplante Vorlauf ersatzlos gestrichen. Die nur neun ge­meldeten Boote stehen alle direkt im Finale am Sonnabend um 13 Uhr. Zu wenig Nationen haben gemeldet. Parallel finden die Asien-Spiele statt, viele Länder ziehen diesen Wettkampf vor.

​"Brauchen uns nicht zu verstecken"

So wird die WM fast zur innereuropäischen Angelegenheit. Spanien, Weißrussland, Russland, Tschechien, Ungarn – sie alle wollen den Titel. Für das deutsche Boot wird es schwer. „Unser Ziel ist eine Top-5-Platzierung, vielleicht eine Medaille. Es gibt viele gute Boote. Aber wir brauchen uns überhaupt nicht zu verstecken“, sagt Thordsen, der auf der dritten Position im K4 sitzen wird.

Das schrieb der HKC nach dem WM-Titel 2017

Das Boot für die 1000 Meter wurde erst Ende Mai nach dem Weltcup in Duisburg gebildet. Das junge Team muss sich noch finden. „Aber unser Gruppenklima ist sehr, sehr gut“, versichert Thordsen, „wir ergänzen uns gut.“

Im Finale kann "alles passieren"

Ist es ein Vor- oder Nachteil, dass der Vorlauf ausfällt? Eine klare Antwort gibt es nicht. „Natürlich ist es schwierig, sich auf ein direktes Finale einzustellen. Aber immerhin stehen wir schon drin“, so Thordsen, „es wird auf jeden Fall sehr spannend – weil alles passieren kann.“

Am Dienstagabend beschnupperte das Quartett erstmals die künstlich angelegte Strecke in Montemor-o-Velho. Am Donnerstag, dem eigentlichen Vorlauftag, „werden wir einmal scharfe 1000 Meter fahren, um ein Rennen zu simulieren“, erklärt Thordsen, „und Samstag werden wir dann richtig rocken.“

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