Spannende Duelle liefern sich die Teams beim OHV-Masters. Spannende Duelle liefern sich die Teams beim OHV-Masters. © Robert Roeske
Spannende Duelle liefern sich die Teams beim OHV-Masters.

Hans Oertwig: "Es wird ein geiles Turnier ohne Favoriten"

Hallenfussball: Am kommenden Samstag duellieren sich die Top-Teams aus Oberhavel beim „19. Oberhavel-Masters“. Im Interview äußern sich die Trainer der Gruppe A zum Masters.

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Am kommenden Samstag ist es wieder soweit. Die Top-Teams aus Oberhavel treffen sich unterm Hallendach zum „19. Oberhavel-Masters“. Ab 15.30 Uhr wartet ein bärenstarkes Teilnehmerfeld auf die Fans des Budenzaubers in der Oranienburger MBS-Arena. Wir haben im Vorfeld mit den Trainern der teilnehmenden Klubs gesprochen und um ein Statement gebeten. Im ersten Teil äußern sich die Trainer der Gruppe A, Torsten Thiel, Steffen Dierig, Oliver Richter und Hans Oertwig zum Masters.

Torsten Thiel: „Leider ist der Budenzauber in den letzten Jahren etwas auf der Strecke geblieben“

Herr Thiel, zwei Turniere liegen hinter Ihrem Team, zwei folgen noch. Wie lautet Ihr Zwischenfazit?

Torsten Thiel: Ich finde Hallenturniere eine tolle Sache und eine gute Abwechslung für die Jungs im Winter. Leider ist der Budenzauber in den letzten Jahren etwas auf der Strecke geblieben, weil oft zu viel Härte dazu gekommen ist. Ansonsten stehe ich voll dahinter und finde sie gut. Man muss eben die Härte von vornherein unterbinden. Die Schiedsrichter machen immer Ansagen, das grätschen verboten ist, aber dann wird angepfiffen und nach 30 Sekunden knickt der Erste schon ein. Das geht nicht. Da müssen die Jungs halt konsequent runter, dann ist das so. Das sage ich meinen Spielern auch immer, grätschen ist in der Halle tabu. Das muss man rigoros unterbinden.

Kling nach negativen Erfahrungen. Ist die Verletzungsgefahr zu hoch?

Torsten Thiel: Ich bin jetzt nicht der absolute Hallengegner und habe selber viele Jahre gern in der Halle gespielt. Auch meine Jungs spielen gern in der Halle. Wir haben auch schon in der Halle trainiert, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Ich finde das Spiel in der Halle gut, aber man muss auch an den Regularien drehen. So sollte man z. B. die Zweikämpfe an der Bande strikt unterbinden. Letztes Jahr war das in Oranienburg auch so, dass da einer über die Bande geflogen ist, weil er einen Check bekommen hat. Beim einen oder anderen gehen hin und wieder mal die Sicherungen durch. Das muss man mit allen Mitteln unterbinden, anders geht es nicht. Da müssen die Schiedsrichter konsequent sein.

Wie stellen Sie Ihr Team fürs Masters zusammen? Gibt es eine Zielstellung?

Torsten Thiel: In Hennigsdorf haben wir mit einer zusammen gewürfelten Truppe gespielt. Da war Feiertag und die Spieler bei ihren Familien. Es kann oder will da nicht jeder - es ging nicht anders. Aber ansonsten stell ich meine Mannschaften schon gezielt zusammen, weil man auch erfolgreich abschneiden will. Das sind alles gut besetzte Turniere und ein wenig Ehrgeiz gehört ja auch dazu. Natürlich nicht übermotiviert, aber man will auch so erfolgreich wie möglich abschneiden. Wir haben eine ordentliche Gruppe erwischt, da wäre das Halbfinale schon schön. Mal schauen, was möglich ist. Wir werden alles versuchen, um das Beste für uns zu erreichen.

Hans Oertwig: „Es wird wieder ein geiles Turnier, ich kann keinen Favoriten ausmachen“

Herr Oertwig, Fußball in der Halle - da scheiden sich die Geister. Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere am Hallenfußball?

Hans Oertwig: Ich mag die Turniere zu 100 Prozent. Die Zuschauer sitzen dicht am Spielfeldrand, können die Spiele fühlen oder auch mit den Spielern sprechen und sie kennenlernen. Ich liebe den Fußball in der Halle, weil ich sehr, sehr gerne dort spiele und das eine tolle Sache ist. Borgsdorf, das Masters und auch Kremmen sind ausverkauft, weil es viele interessante und spannende Lokalderbys gibt. Dabei ist es völlig egal, aus welcher Klasse man kommt.

Trainerkollegen fürchten die Verletzungsgefahr in der Halle, sehen Sie das ähnlich?

Hans Oertwig: Wir waren ja letztes Jahr selber betroffen im letzten Spiel, als Alexander Schütze von hinten umgehauen wurde und lange verletzt ausfiel. Aber du kannst dich auch beim Treppensteigen verletzen. Ich hoffe, dass alle Trainer daran denken, dass wir viel Spaß bei den Turnieren haben wollen. Ich habe meinen Mannschaften immer gesagt, sie sollen Attacken von hinten unterlassen und man an der Bande spielen lässt. Zweikämpfe gehören dazu, aber das Fußballspielen sollte immer im Vordergrund stehen. Grätschen sollen unterbunden werden, da müssen sich die Schiedsrichter einig sein und dies konsequent von Beginn an unterbinden.

Gibt es Ziele oder Wünsche im Vorfeld des Masters?

Oertwig: Wir wollen ein tolles Turnier spielen. Die Halle wird ausverkauft sein und vor der Kulisse wollen wir natürlich das Bestmögliche erzielen. Aber dazu musst du erst mal gut rein kommen. Im Vorjahr hatten wir das erste Spiel gegen TuS hoch verloren und das war dann nicht einfach, wieder ins Turnier zu kommen. In diesem Jahr ist es wieder das erste Spiel. Wenn du das verlierst, stehst du gleich gewaltig unter Druck.Im letzten Jahr haben wir das Finale ja knapp verloren. Aber die Halle stand lange hinter uns und das war ein geiles Gefühl. Wir hatten die Verletzung, machen dann zwei Fehler und das Spiel war entschieden. So ist das in der Halle, du musst innerhalb von Hundertstelsekunden die richtige Entscheidung treffen. Jean Dellerue und Andor Müller waren damals überragend. Es wird ein geiles Turnier, ich kann da keinen Favoriten ausmachen.

Trainer1 Trainer1 ©

Oliver Richter: "Der OFC und TuS sind Mannschaften, die das Turnier gewinnen können"

Herr Richter, TuS spielt gleich fünf Turniere in diesem Winter. Sind Sie ein Freund des Hallenfussballs?

Oliver Richter: Wir spielen das komplette Oberhavel-Programm plus den Arxes-Cup in Eberswalde. Die Mannschaft spielt sehr gerne in der Halle und dementsprechend habe ich auch keine Probleme, die Turniere zu besetzen. Ich finde Hallenturniere sind eine schöne Abwechslung. Natürlich sieht ein Trainer auch immer die Verletzungsgefahr, aber die Spieler können sich auch verletzen, wenn sie zu Hause Schnee schieben. Wir machen es alle aus Hobby und Spaß, dementsprechend sollten wir das auch mitnehmen.

Unter welchen Gesichtspunkten stellen Sie Ihr Team fürs Masters zusammen?

Oliver Richter: Grundsätzlich werden wir - wie in den Punktspielen auch - mit der bestmöglichen Mannschaft antreten. Die Spieler, die am fittesten und zweckmäßigsten zu dem Turnier erscheinen, spielen auch. Ausnahme war nur das Turnier in Hennigsdorf. Weihnachten ist es immer etwas schwierig, weil die Spieler da bei ihren Familien sind und auch teilweise von außerhalb kommen. Da haben wir dann die Spieler freiwillig entscheiden lassen. Aber alle anderen Turniere nehmen wir schon komplett ernst.

Gibt es Ziele oder Wünsche zum Abschneiden beim Oberhavel-Masters?

Oliver Richter: Wenn man als Titelverteidiger antritt, möchte man natürlich nicht in der Vorrunde ausscheiden. Wir sind von der Tabellenkonstellation das drittbeste Team in Oberhavel. Da denke ich, dass das Halbfinale schon unser Ziel sein sollte. Dann muss man schauen, was möglich ist. Wir haben eine ziemlich starke Gruppe, beide sind nicht gleichmäßig ausgelost worden. Ich finde die Gruppe A deutlich stärker. Man muss sehen, wie das erste Spiel verläuft. Wenn eine Mannschaft da verliert, steht man schon ordentlich unter Druck. Beide, OFC und TuS sind Mannschaften, die das Turnier gewinnen können. Da wird es für den Verlierer dann schon sehr, sehr eng. Wir hoffen jedenfalls auf einen erfolgreichen Start. Schauen wir mal, am Samstag um 15.50 Uhr sind wir schlauer.

Steffen Dierig: „Hallenfußball kann sehr schön sein, aber es liegt immer an den Leuten“

Herr Dierig, Sie spielen zwei Turniere in diesem Winter. Sind Sie kein Freund vom Hallenfußball?

Steffen Dierig: Wir sind bei unserem eigenen Turnier und dem Masters dabei. Es kommt immer auf das Turnier drauf an. Es gibt - im guten Umgang der Spieler untereinander und den Schiedsrichtern - sehr fair geführte Turniere. Es gibt aber auch Veranstaltungen, die sehen aus wie Meisterschaften wo Spieler über die Bande fliegen oder blutig raus gehen. Ich denke, so etwas braucht man nicht, dass wollen wir nicht. Ansonsten wird es immer schwieriger, die Leute dazu zu bewegen in der Halle zu spielen. Viele wollen es gar nicht mehr. Es fehlt die absolute Geilheit von früher. Ich sehe das auch bei unserem eigenen Turnier. Da liegt ein Kunstrasen in der Halle, und dann hörst du „ich würd nicht unbedingt spielen wollen.“

Hört sich an, als hätten Sie schon einige negative Erfahrungen gemacht…

Steffen Dierig: Es ist unterschiedlich, wie ein Turnier abläuft. Wie schnell bekommen die Schiedsrichter eine Linie rein? Wie klar sind die Mannschaften? Es reicht schon, wenn man Mannschaften mit einem anderen Spielstiel dabei hat, oder drei, vier Spieler, die vom Gehirn her eine andere Hemmschwelle haben. Dann ist dieses Turnier komplett im Eimer. Es kann immer was passieren. Wir spielen drinnen auf stumpfen Boden oder draußen auf Kunstrasen. Trotzdem bist du in der Halle schneller in den Zweikämpfen. Ein Trainer, der 17, 18 Spieler im Kader hat, wird ein Hallenturnier immer anders sehen als einer, der 25 oder 26 Spieler zur Verfügung hat. Hallenfußball kann sehr schön sein, aber es liegt immer an den Leuten.

Nach welchen Kriterien stellen Sie Ihr Team zusammen?

Steffen Dierig: Wenn man antritt, ist man schon ein wenig in der Pflicht, das Bestmögliche raus zu holen. Man muss schon mit einem gewissen Ehrgeiz ran gehen. Bei unserem eigenen Turnier und natürlich auch beim Oberhavel-Masters, das ja auch ein Aushängeturnier ist, will man sich vernünftig verkaufen. Wir haben eine starke Gruppe. Da kannst du auch mal alle drei Spiele verlieren, musst aber nicht schlecht gespielt haben. Es kann aber auch anders laufen. Ich suche die Spieler schon ganz gerne aus, akzeptiere aber, wenn einer sagt "in der Halle möchte ich – aus welchem Grund auch immer - nicht spielen." Eine gewisse Technik und Grundschnelligkeit brauchst du in der Halle.

Mit welchen Zielen oder Wünschen gegen Sie ins Turnier?

Steffen Dierig: Wir wollen ordentlich spielen, uns nicht abschlachten lassen und schauen, was dabei raus kommt. Es kann viel passieren, alles ist möglich. TuS und der OFC sind stark, Hohen Neuendorf hat auch immer eine gute Hallenmannschaft. Da zusagen, wir wollen ins Halbfinale, wäre sehr vermessen. Da müssten wir schon zwei hinter uns lassen. Wichtig ist gesunder Ehrgeiz, Spaß und das man verletzungsfrei raus kommt.

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Der MAZ SPORTBUZZER wünscht allen Trainern und Beteiligten ein spannendes, faires und verletzungsfreies Turnier.

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