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Hansa-Klubchef Robert Marien

Hansa-Chef: Die 3. Liga darf nicht beschädigt werden

Marien signalisiert Kompromissbereitschaft der Klubs in Regionalliga-Kontroverse mit DFB / Nordost-Staffel vor Auflösung? / Bayern will zweigleisige 3. Liga

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Rostock. Die wohl schon zur Saison 2018/19 bevorstehende Reform der Aufstiegsregelung aus den fünf Fußball-Regionalligen hält Robert Marien in dieser Woche auf Trab. Nach einem Treffen der Drittliga-Vereine mit DFB-Präsident Reinhard Grindel am Dienstag (die OZ berichtete) stand für den Hansa-Chef gestern die Regionalkonferenz des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) in Brandenburg an der Havel auf dem Plan. In der Kontroverse mit dem DFB geht es Marien und den 20 Drittligisten im Kern darum, die dritthöchste Spielklasse zu schützen. „Die 3. Liga darf nicht beschädigt werden“, sagt Marien, kündigt aber gleichzeitig Kompromissbereitschaft der Vereine an: „Die Entwicklung ist so weit, dass es eine schnelle Lösung geben wird. Entweder die 3.Liga beteiligt sich daran, eine Lösung zu finden, oder sie wird überrannt.“

Beim DFB werden derzeit verschiedene Modelle diskutiert, um die Relegation der Regionalliga- Meister ganz oder zumindest teilweise abzuschaffen. So könnte es in Zukunft vier statt bisher drei Aufsteiger in die 3. Liga und somit auch vier Absteiger geben. Auch fünf Aufsteiger aus der Regionalliga und eine Aufstockung der 3. Liga auf 22 Mannschaften ist eine mögliche Variante. Der Bayerische Fußball-Verband bringt sogar eine zweigleisige 3. Liga ins Gespräch.

„Die 3. Liga versteht das Problem, die Meister müssen aufsteigen“, sagt Marien und hält die derzeitige Aufstiegsregelung, wonach nur drei der fünf Regionalligameister aufsteigen können, für „untragbar“. Die 3. Liga plädiert daher für eine Rückkehr zur dreigleisigen Regionalliga, die es bis 2010 gegeben hatte. „Das jetzige System ist gescheitert“, sagt der Hansa-Chef.

Die 3. Liga könnte sich vorstellen, einen Kompromiss mit vier Aufsteigern aus der Regionalliga und somit vier Absteigern aus der 3. Liga mitzutragen, knüpft dies aber an Bedingungen. So müssten die Regionalligen reduziert werden – „wenigstens auf vier, später idealerweise auf drei“, sagt Marien. Das könnte allerdings bedeuten, dass der Regionalliga Nordost die Auflösung droht. Marien nennt weitere Bedingungen für die Kompromissbereitschaft: „Die 3. Liga muss wirtschaftlich gestärkt werden“, sagt der 36-Jährige und wünscht sich einen Nachwuchsfördertopf, aus dem Vereine belohnt werden, die eigene Talente einsetzen. Oder so genannte „Fallschirmzahlungen“ für Absteiger nach dem Beispiel der 2. Liga. Dort bekommen Absteiger einmalig pro Jahr 500 000 Euro von der DFL. Ebenfalls im Forderungskatalog der Vereine: eine bessere personelle Ausstattung für die 3. Liga beim DFB und mittelfristig die Gründung einer eigenen GmbH, die sich ausschließlich um die Belange der 3. Liga kümmert. „Der Ball liegt jetzt beim DFB und den Regionalverbänden“, sagt Marien. In wenigen Wochen sollen die Gespräche in Frankfurt/Main fortgesetzt werden.

F.C. Hansa Rostock 3. Liga Deutschland 3.Liga (Herren) Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren) Region/Mecklenburg Vorpommern

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