16. Oktober 2017 / 14:15 Uhr

Hansa-Coach Dotchev: „Wir haben versagt“

Hansa-Coach Dotchev: „Wir haben versagt“

Christian Lüsch
Bedient: Hansa-Trainer Pavel Dotchev (r.) und Marcel Hilßner nach dem Spiel in Jena.
Bedient: Hansa-Trainer Pavel Dotchev (r.) und Marcel Hilßner nach dem Spiel in Jena. © Lutz Bongarts
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Der Trainer des FC Hansa ging nach der Niederlage in Jena mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. Es war die bisher schlechteste Saisonleistung der Rostocker.

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Jena. Pavel Dotchev blieb nur äußerlich gelassen, nachdem am Sonnabendnachmittag die 0:1-Niederlage des FC Hansa in Jena besiegelt war. Die Hände in den Hosentaschen vergraben und mit gesenktem Kopf verließ der Trainer der Rostocker den Innenraum des Stadions. Ein paar Minuten später wurde der 52-Jährige dann deutlich: „Wir haben versagt. So kann man nicht auftreten“, kritisierte der Coach die bis lang schlechteste Saisonleistung seiner Mannschaft.

Die Hanseaten hatten das Duell mit dem Drittliga-Austeiger offensichtlich viel zu leicht genommen und schon die erste Halbzeit verschlafen. Statt den Thüringern ihr Spiel aufzudrücken, agierte Hansa vor 8045 Zuschauern auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld uninspiriert und ohne den notwendigen Biss. Das Ergebnis: null Chancen, null Tore, null Punkte.

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„Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen und die Bälle zu schnell verloren“, ärgerte sich der Coach. In Richtung des Jenaer Tors ging an diesem eigentlich wunderbaren Herbsttag mit 23 Grad und Sonnenschein gar nichts. Hansas einzige Sturmspitze Soufian Benyamina hing völlig in der Luft, und die dahinter postierten Offensivakteure verbreiteten weder Angst noch Schrecken. „Wir haben kein Spiel über außen aufgezogen und vorn keine Akzente gesetzt“, beschrieb der Hansa-Trainer die enttäuschende Darbietung.

So verlebte Jenas Schlussmann Raphael Koczor einen ruhigen Nachmittag und musste sich lediglich bei einem Schüsschen von Willi Evseev fünf Minuten vor der Pause ein bisschen strecken.

Hansa-Keeper Janis Blaswich kam zwar auch nicht ins Schwitzen. Doch während sich seine lethargischen Vorderleute bereits mit einem 0:0 abgefunden hatten, schlug der Fernschuss von Verteidiger Florian Brügmann dann doch noch unhaltbar für Blaswich ein (85. Minute).

„Jena hat uns gezeigt, wie man ein Spiel absolvieren muss. Wenn du nicht an die Grenzen gehst, hast du in dieser Liga keine Chance“, wiederholte Dotchev, was er in der Kabine schon vor Hansas 74.Aufeinandertreffen mit dem FCC gesagt hatte. Er hatte seine Schützlinge eindringlich vor Gegner und Atmosphäre im Stadion gewarnt. Offenbar hatten die Profis nicht richtig zugehört. „Wenn wir schon nicht gut Fußball spielen, dann müssen wir wenigstens kämpfen. Aber auch das haben wir nicht gemacht“, legte der Deutsch-Bulgare nach und meinte: „So kann es nicht weitergehen. Alle müssen jetzt anziehen und es besser machen.“

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Hansas dritte Auswärtspleite in Folge ließ den Abstand zu den direkten Aufstiegsplätzen nach knapp einem Drittel der Saison auf 14 Punkte anwachsen. Und zum Tabellenkeller sind es nur noch sechs.

Abwehrchef Oliver Hüsing schaute trotz der Niederlage optimistisch in die Zukunft: „Wir haben Qualität, und die müssen wir wieder zeigen.“ Schon am Freitag beim Heimspiel gegen Osnabrück (19Uhr) besteht die Chance, mit Leistung zu überzeugen.

Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau, Hüsing, Riedel, Holthaus – Wannenwetsch, Bischoff – Alibaz (59. Henning), Evseev, Hilßner (86. Scherff) – Benyamina (79. Bouziane).
Tor: 1:0 Brügmann (85.).
Schiedsrichter: Martin Thomsen (Kleve).
Zuschauer: 8045.
Gelbe Karten: Eismann, Günther-Schmidt / -.
Gelb-Rote Karte: Löhmannsröben (88./wiederholtes Foulspiel).

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