Traf auch in Halle: Hansa-Stürmer Soufian Benyamina erzielte per Elfmeter sein siebtes Saisontor. Links Halles Klaus Gjasula. Traf auch in Halle: Hansa-Stürmer Soufian Benyamina erzielte per Elfmeter sein siebtes Saisontor. Links Halles Klaus Gjasula. © Lutz Bongarts
Traf auch in Halle: Hansa-Stürmer Soufian Benyamina erzielte per Elfmeter sein siebtes Saisontor. Links Halles Klaus Gjasula.

FC Hansa im Aufwärtstrend

Nicht geglänzt, aber wieder gewonnen: Mit dem dritten Sieg in Serie festigt die Dotchev-Elf ihren Platz im oberen Tabellenviertel.

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Halle/Saale. Pavel Dotchev ist ein Fuchs: Der FC Hansa Rostock sei noch keine Spitzenmannschaft, erklärt der Trainer nun schon seit Wochen. Es werde noch einige Zeit vergehen, bis sie ganz oben angreifen, die von Fans und Verein so sehr ersehnte Rückkehr in die 2. Liga anpeilen kann. Es ist eine Mischung aus Realismus und Tiefstapelei, die der Trainer nutzt: „Euphorie muss man mitnehmen. Sehr wichtig ist jetzt, dass wir nicht anfangen zu träumen, sondern bodenständig bleiben.“ Seine Intention ist klar: Er will seine Spieler vor übersteigerten Erwartungen und Druck schützen.

Die jüngsten Ergebnisse und ein Blick auf die Tabelle der 3. Fußball-Liga erlaubt aber auch andere Schlussfolgerungen. Die Rostocker stehen mit 31 Punkten auf fünften Platz. Bis zur Winterpause stehen noch zwei Heimspiele gegen Chemnitz und Lotte an. Logisch, dass Optimisten anfangen, ein bisschen zu rechnen...

Bildergalerie zum Spiel Hallescher FC gegen den FC Hansa Rostock

Es sind aber nicht nur die – wie zuletzt in Wiesbaden und Halle auch mit ein bisschen Glück zustande gekommenen – positiven Resultate, die den Aufwärtstrend verdeutlichen. Der im Mai verpflichtete Trainer tut dem Klub mit seiner entspannten und zugleich akribischen und zielstrebigen Art sehr gut. Die neue Mannschaft passt offensichtlich gut zusammen. Fallen Spieler wie Blaswich, Bischoff, Quiring oder Ziemer aus, springen andere gut in die Bresche.

Zwar lief auch beim 2:0 (0:0)-Auswärtssieg gegen den Halleschen FC am Freitagabend längst nicht alles rund beim vor der Saison personell komplett runderneuerten Koggenklub. Angriff auf Angriff rollte auf das Tor von Debütant Kai Eisele zu, doch die Versuche der Saalestädter waren nicht zwingend genug. Dotchevs Team hingegen kam in der ersten Halbzeit nur sporadisch vor das HFC-Tor, ohne dabei wirklich Gefahr zu entwickeln.

Hansa Rostock in Noten: Die Einzelkritik gegen den Halleschen FC

„Ich bin sehr glücklich, dass die Mannschaft das überstanden hat“, bilanzierte der 52-Jährige. Anders als Halles Trainer Rico Schmidt, der die Rostocker als „echte Spitzenmannschaft“ einstufte, erklärte Dotchev auch vor laufenden Kameras, dass ein Top-Team die komplette Partie dominieren würde.

Doch die Art und Weise, wie sich seine Mannschaft nach dem wenig ansehnlichen Auftakt die Vorgaben des Trainers zu Herzen nahm, umsetzte und den fünften Sieg im sechsten Spiel erkämpfte, war schon beeindruckend. Dotchev lobte die kämpferische und läuferische Einstellung seiner Elf. Er hob dabei die beiden Debütanten Kai Eisele, „der uns gerettet hat“, und Lukas Scherff hervor: „Das war stark. Ich freue mich für die beiden.“ Eisele zeigte mehrere gute Paraden. „Ich habe das sehr genossen und hatte Spaß“, sagte der 22-Jährige, der Janis Blaswich nach dessen Leistenoperation mindestens bis Jahresende vertreten darf.

Auch Soufian Benyamina war glücklich – über den Lauf der gesamten Mannschaft, den er in Halle in der Nachspielzeit mit seinem erfolgreich verwandelten Strafstoß zum 2:0 erneut beförderte. „Wir versuchen uns jetzt in den beiden verbleibenden Heimspielen noch ein bisschen Fett für die Winterpause anzufressen“, meinte der Stürmer. Aufstiegsambitionen oder gar -ziele wollte er angesichts der Leistungsdichte in der Liga nicht formulieren. Noch nicht.

F.C. Hansa Rostock (Herren) F.C. Hansa Rostock (Herren) 3. Liga Deutschland 3.Liga (Herren) F.C. Hansa Rostock Region/Mecklenburg Vorpommern

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