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Hansa-Neuzugang Rieble: „Ich will zurück in die 2. Liga – das ist hier möglich“

Kai Rehberg
Nico Rieble (22) spielte in der vergangenen Saison 21 Mal für den VfL Bochum in der 2. Liga. © Imago

Linksverteidiger Nico Rieble klettert eine Etage tiefer, um mit Hansa nach oben zu kommen / Der Neuzugang aus Bochum unterschrieb einen Vertrag bis 2020

Beim VfL Bochum war er zuletzt nur das fünfte Rad am Wagen – doch Nico Rieble will wieder ins Rollen kommen. Der Wechsel zu Hansa, wo der Abwehrspieler einen Vertrag bis 2020 unterschrieb, ist für ihn daher mehr als folgerichtig.

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„Man hat in der Winterpause schon gesehen, dass beim VfL auf andere Spieler gesetzt wird. Deswegen war mein Ziel, den Verein zu wechseln, um so schnell wie möglich wieder zu spielen“, sagt der 22-Jährige im Gespräch mit dem SPORTBUZZER. Im Überangebot von fünf Linksverteidigern sah der gebürtige Badener für sich in Bochum keine realistische Chance mehr. Er schlug sogar Angebote anderer Zweitligisten aus, weil er dort womöglich wieder auf der Bank gesessen hätte. „Mir geht es darum, dass ich mich jetzt wieder rankämpfe und spiele“, betont Rieble. „Ich denke, die Chancen hier sind einfach größer, um wieder auf meine Einsatzzeiten zu kommen.“

Für Hansas Sportchef Markus Thiele ist der Wechsel bereits ein „Vorgriff auf die kommende Saison“. Spätestens im Sommer hätte man ohnehin einen weiteren Spieler für die linke Abwehrseite gesucht.

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Zumal die Verträge des etatmäßigen Linksverteidigers Fabian Holthaus und von Lukas Scherff, den Thiele im Mittelfeld sieht und mit dem er über eine Verlängerung im Gespräch ist, auslaufen. „Für uns ist das jetzt eine gute Möglichkeit, Nico Spielpraxis zu geben, ihn einfach mal reinzuwerfen“, sagt Thiele.

Bei den Profis konnte Nico Rieble sein Können noch nicht sehr lange zeigen. 2014 war er mit 1899 Hoffenheim unter Julian Nagelsmann deutscher A-Jugend-Meister geworden. Nur ein Spieler von damals, Nadiem Amiri, schaffte es zu den TSG-Profis und damit in die 1. Bundesliga. Rieble ging, ähnlich wie seine damaligen Mitspieler Grischa Prömel (Union Berlin), Nicolai Rapp (Aue), Philipp Ochs (Bochum) oder Torhüter Marvin Schwäbe (Dynamo Dresden), 2016 in die 2. Liga. Beim VfL absolvierte er in der vergangenen Saison 21 Spiele, davon 14 in der Startelf. Eine Systemumstellung des damaligen Trainers Gertjan Verbeek von Vierer- auf Fünfer-Abwehr kostete ihn seinen Platz. „Er hat meine Position als linker Verteidiger offensiver angelegt und dabei einen anderen vor mir gesehen“, erzählt Rieble, der auch als Innenverteidiger eingesetzt werden kann.

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Diese Spieler holte der FC Hansa seit dem Winter 2018

Die Winterzugänge des FC Hansa Rostock © Archiv
Winter 2010: Der damalige Hansa-Coach Andreas Zachhuber schwärmte in den höchsten Tönen von Helgi Danielsson. Der Club überwies knapp 400.000 Euro für den Isländer im Januar 2010 an IF Elfsborg (Schweden). Ein halbes Jahr, 14 Zweitliga-Einsätze und eine Torvorlage später verließ Danielsson Rostock auch schon wieder Richtung Stockholm. © Archiv
Winter 2010: Der zweite Isländer, der im Winter 2010 zu Hansa stieß, blieb ebenfalls nur ein halbes Jahr lang in Rostock. Gardar Johannsson erzeilte in 16 Spielen drei Tore für die Kogge. © Archiv
Winter 2010: Florian Grossert kam im Winter 2010 als Talent von Türkiyemspor Berlin an die Ostseeküste. Im darauffolgenden Sommer schloss er sich Dynamo Dresden an. Heute kickt der 32-Jährige beim VFC Plauen (NOFV Oberliga Süd). © Archiv
Winter 2010: Zwölf Spiele hielt es Andreas Dahlen bei Hansa. Im Januar 2010 von Gefle IF (Schweden) gekommen, zog er nach dem Abstieg im Sommer 2010 zum FSV Frankfurt weiter. © Archiv
Winter 2010: Kevin Pannewitz wurde als damaliger A-Junior offiziell in den Profikader befördert. © Archiv
Winter 2011: Zunächst wurde Michael Blum vom MSV Duisburg nur ausgeliehen. Der Linksfuß konnte sich aber für ein längerfristiges Engagement bei der Kogge empfehlen und blieb ab Sommer 2011 fest beim FCH. Zwei Jahre später wechselte Blum nach Osnabrück. © Archiv
Winter 2011: Bereits im Oktober 2010 nahm Hansa den vereinslosen Martin Stoll unter Vertrag. Der Verteidiger gehörte zum Stammpersonal des Aufstiegsteams. Zehnmal spielte Stoll über 90 Minuten. Eine Verletzung verhinderte mehr Einsatzminuten über die volle Distanz. © Archiv
Winter 2011: Aus der U19 zu den Profis: Pelle Jensen. © Archiv
Winter 2011: Tom Trybull wurde zur Winterpause ebenfalls aus der Jugend befördert. © Archiv
Winter 2012: Für ein halbes Jahr sicherte sich Hansa die Dienste von Marek Janecka. Obwohl der Verteidiger 15 Zweitligaspiele über 90 Minuten absolvierte, kehrte der Slowake mit Leihende zurück zu seinem Verein Zlate Moravce (Slowakei). © Archiv
Winter 2012: Mitte Januar 2012 erweiterte Freddy Borg Hansas Schweden-Delegation. Der Stürmer verabschiedete sich mit fünf Toren in 14 Partien im darauffolgenden Sommer nach Aachen. © Archiv
Winter 2012: Ab der Winterpause gehörten auch die Talente Edisson Jordanov (l.) und Manfred Starke zum Profikader. © Archiv
Winter 2013: Noch im November 20112 verstärkte sich Hansa mit dem zu diesem Zeitpunkt vereinslosen Emil Rilke. Nach dem Sommer 2013 war der Tscheche auch schon wieder weg. © Archiv
Winter 2013: Zur Halbserie kam Tommy Grupe nach seinem Intermezzo bei Preußen Münster zurück an die alte Wirkungsstätte und läuft immer noch für die Kogge auf. © Archiv
Winter 2013: Gleich vier Spieler holte der FCH im Winter 2013 auf Leihbasis. Maurice Trapp (Union Berlin) war einer von ihnen. © Archiv
Winter 2013: Leihe Nummer zwei: Philipp Klement vom 1. FC Nürnberg. © Archiv
Winter 2013: Collin Quaner kam als dritter Leihspieler vom FC Ingolstadt. © Archiv
Winter 2013: Der vierte geliehene Hansa-Akteur war Nico Zimmermann. Der Mittelfeldmann kam vom damaligen Zweitligisten VfR Aalen. © Archiv
Winter 2013: Die siebte und letzte Winterverstärkung kam aus dem eigenen Nachwuchs. Sargis Adamyan wurde in den Profikader integriert. © Archiv
Winter 2015: Im Winter 2014 blieb Hansa untätig auf dem Transfermarkt. Dafür schlugen die Hanseaten ein Jahr später kräftig zu. Marcel Schuhen kam aus Köln und wurde auf Anhieb die Nummer eins. © Archiv
Winter 2015: Auch Maximilian Ahlschwede erkämpfte sich nach seinem Wechsel zu Hansa Ende Januar 2015 einen Stammplatz auf der rechten Verteidigerposition. © Archiv
Winter 2015: Oliver Hüsing zum ersten. Seine Premiere im Hansadress feierte der Abwehrmann als Bremer Leihspieler und kam in 16 Partien in der Rückrunde 2014/15 zum Einsatz. © Archiv
Winter 2015: Mikko Sumusalo wurde kurz vor Wechselfrist von RB Leipzig für ein halbes Jahr ausgeliehen. © Archiv
Winter 2015: Auch Marco Kofler war zunächst ausgeliehen. Im Sommer kaufte der FCH den Österreicher aber für einen vierstelligen Betrag von Wacker Innsbruck. Im vergangenen Winter verließ Kofler Rostock und spielt jetzt in Elversberg. © Archiv
Winter 2015: Sabrin Sburlea war vereinslos, Hansa nahm den Rumänen unter Vertrag, doch schon im Sommer 2015 war der Stürmer, der ein Tor für die Hanseaten erzielte, erneut vereinslos. © Archiv
Winter 2015: Auch Alex Ikeng war im Winter 2015 ohne Vertrag bevor er beim Koggenklub anheuerte. Ikeng blieb fast genau ein Jahr, machte 25 Spiele (2 Tore) für Hansa und wechselte im Januar 2016 nach seiner Suspendierung in Rostock zu den Stuttgarter Kickers. © Archiv
Winter 2015: Das nächste Talent, der im Winterfenster den Sprung aus der Jugend zu den Profis schaffte war Lukas Scherff. © Archiv
Winter 2016: Stefan Wannenwetsch wechselte vom FC Ingolstadt an die Ostsee und steht immer noch im Kader des FCH. © Archiv
Winter 2016: Auf den letzten Drücker kam Melvin Platje im Wintertransferfenster 2016 von Stade Brest (Frankreich). In 25 Ligaspielen für Hansa erzielte der Stürmer ein mageres Törchen. Nach einen Jahr war für ihn Schluss in Rostock. © Archiv
Winter 2016: Verstärkung im Doppelpack: Christer Youssef (l.) und Ronny Garbuschewski. Youssef wechselte bereits im Sommer 2016 nach Zypern. Garbuschewski ein Jahr später nach Zwickau. © Archiv
Winter 2016: Florian Esdorf (l.) und Eric Birkholz (Hintergrund) gehörten ab der Winterpause 2016 offiziell zum Kader der Profis. Beide konnten sich aber nicht durchsetzen und kicken mittlerweile in der Regionalliga. © Archiv
Winter 2017: In der vergangenen Winterperiode unternahm Hansa erneut eine Transferoffensive und verpflichtete bekannte Name. Darunter Amaury Bischoff... © Archiv
Winter 2017: ... und Christopher Quiring. © Archiv
Winter 2017: Tim Väyrynen ist ebenfalls seit vergangenem Winter fester Bestandteil des Profikaders von Hansa. © Archiv
Winter 2017: Joshua Nadeau hatte nach seinem Wechsel aus Schweden zu Hansa zunächst Probleme. In der aktuellen Saison hat er sich unter Trainer Pavel Dotchev aber einen Stammplatz erarbeitet. © Archiv
Winter 2018: Hansa holt Pascal Breier vom Regionalligisten VfB Stuttgart II. © Lutz Bongarts

Am Ende der vergangenen Spielzeit zog er sich einen Knorpelschaden im Knie zu, verpasste die Vorbereitung und lief in dieser Saison der Musik nur noch hinterher. „Ich bin fit. Ich habe viel für mich trainiert, als die anderen zuletzt im Trainingslager auf Mallorca waren“, meint der Hansa-Neuling: „Ich brauche aber noch zwei, drei Wochen.“ In der zweiten Halbserie will er „an die Mannschaft herankommen“ und „ein paar Spielzeiten bekommen“, um dann im Sommer voll angreifen zu können.

Seine Eindrücke als Zaungast beim 3:1 gegen Erfurt im Ostseestadion hätten seine Wechsel-Entscheidung bestätigt. „Junge Truppe, stark gespielt, geile Atmosphäre“, fasst Nico Rieble zusammen. „Mit dieser Mannschaft ist alles möglich. Deswegen bin ich hierher gewechselt. Ich will zurück in die zweite Liga, und das möglichst schnell. Ich denke, das ist bei diesem aufstrebenden Verein möglich.“

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