Freude im Hansa-Lager: Soufian Benyamina feiert mit Torschütze Stefan Wannenwetsch (v.). Freude im Hansa-Lager: Soufian Benyamina feiert mit Torschütze Stefan Wannenwetsch (v.). © Lutz Bongarts
Freude im Hansa-Lager: Soufian Benyamina feiert mit Torschütze Stefan Wannenwetsch (v.).

Hansa auf dem Weg zum Wintermeister

Hansa Rostocks Superserie hält an: Die Rostocker gewannen sieben der letzten acht Spiele. Seit Mitte November ist kein Team erfolgreicher.

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Rostock. La ola im Ostseestadion – wann hat es das zuletzt gegeben? Als zehn Minuten vor Spielschluss die Jubelwelle durch die Rostocker Arena schwappte, war das mehr als eine Warmmachübung für die 10300 durchgefrorenen Zuschauer. Denen wurde durch Hansas 3:1-Sieg gegen die Würzburger Kickers trotz der Kälte so richtig warm ums Herz. Siebter Sieg in den letzten acht Spielen – kein Drittligist hat seit Mitte November mehr Zähler gesammelt als Hansa (21). Die Rostocker sind auf dem besten Weg zum „Wintermeister“.

Der Erfolg gegen die Kickers war diesmal ein Lehrstück in Sachen Effektivität. Eigentlich machten die Rostocker aus allen ihren Chancen auch Tore – und unterschieden sich damit von den spielerisch sogar etwas besseren Gästen. „Das war eine Schlacht, und wir sind froh, der Sieger zu sein“, meinte Innenverteidiger Julian Riedel, der kurz vor Schluss noch eine Fleischwunde am Schienbein erlitt. „Man braucht auch ein Quäntchen Glück in solchen Spielen, die fifty-fifty sind.“

Auch Pavel Dotchev war nach der Partie, die ihm sichtlich Kopfzerbrechen bereitet hatte, erleichtert: „Ende gut, alles gut. Wir können sehr froh sein über diesen Sieg. Zwei, drei Mal hatten wir richtig Glück. Ich hatte auch nach dem 3:1 nie das Gefühl, dass das Spiel entschieden ist.“

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Dabei hatten sich die Rostocker bis zur Pause bereits ein komfortables 2:0-Polster herausgearbeitet. Soufian Benyamina verwandelte einen Elfmeter (Ex-Hanseat Maximilian Ahlschwede hatte Pascal Breier umgerissen) und Stefan Wannenwetsch traf nach einem Hilßner- Freistoß per Kopf.

Auf der anderen Seite ging es im Hansa-Strafraum vor allem in den letzten fünf Minuten vor der Pause drunter und drüber: Würzburgs Wagner traf den Pfosten, dazu klärten zweimal Rankovic sowie Blaswich und Hüsing gemeinsam auf der Linie. „Die Standards waren schwer zu verteidigen. Wir haben nicht begriffen, wie wir uns verhalten sollten und konnten uns nicht entlasten“, monierte Dotchev, dem die vielen Ballverluste in seiner Mannschaft sauer aufstießen. „Wir haben in der zweiten Halbzeit umgestellt, aber so richtig hat das auch nicht funktoniert.“

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Zum Glück rückte nach dem Anschlusstreffer von Jannis Nikolaou kurz nach der Pause (48.) Vladimir Rankovic mit einem sehenswerten Fernschuss (56.) den alten Abstand gleich wieder zurecht. Kurios: alle vier Treffer entsprangen Standardsituationen.

Und wie schon eine Woche zuvor in Meppen (Väyrynen, Scherff) traten auch diesmal wieder zwei Profis in Erscheinung, die keiner als Torschütze auf dem Zettel hatte. Für Wannenwetsch war es das zweite Saisontor, für Rankovic sogar der Premierentreffer im Hansa-Trikot. „Das Erfolgserlebnis wird ihm weiterhelfen. Vladi hat noch nicht diese Lobby, konnte seine Qualität noch nicht so zeigen“, sagte Dotchev über den 24-Jährigen. Der Rechtsverteidiger war im vorigen Sommer aus der zweiten Mannschaft von Hannover 96 nach Rostock gekommen und duelliert sich auf seiner Position mit Joshua Nadeau. Dotchevs Wunsch nach dem Rankovic-Treffer: „Ich hoffe, dass auch die anderen Appetit bekommen, mal nach vorn zu gehen.“

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Das können sie am Freitag in Münster ausprobieren. Dort wird auch Kapitän Amaury Bischoff wohl wieder dabeisein, der mit einem kleinen Faserriss im Oberschenkel aussetzte. Fraglich ist dagegen der Einsatz von Tim Väyrynen, der sich in der vorletzten Spielminute das Knie verdrehte.

Dass sie Ausfälle wettmachen können, haben die Rostocker in dieser Saison schon bewiesen. In der Fremde haben sie übrigens zuletzt Mitte Oktober in Jena (0:1) verloren...

Rostock: Blaswich - Rankovic, Hüsing, Riedel, Holthaus - Hilßner, Henning, Wannenwetsch (69. Grupe), Scherff - Breier (79. Väyrynen), Benyamina (73. Evseev).
Würzburg: Drewes - Ahlschwede, Neumann, Schuppan - Göbel (68. Kaufmann), Skarlatidis (68. Königs), Nikolaou, Fe. Müller, Wagner - Ademi (81. Bytyqi), Baumann.
Tore: 1:0 Benyamina (32., Foulelfmeter), 2:0 Wannenwetsch (38.), 2:1 Nikolaou (48.), 3:1 Rankovic (56.)
Schiedsrichter: Kempter (Sauldorf).
Zuschauer: 10300.

Region/Mecklenburg Vorpommern F.C. Hansa Rostock (Herren) FC Würzburger Kickers (Herren) F.C. Hansa Rostock 3. Liga FC Würzburger Kickers

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