14. Mai 2018 / 18:21 Uhr

Hansa Rostock: Beste Saison seit sieben Jahren

Hansa Rostock: Beste Saison seit sieben Jahren

Kai Rehberg
Ein Lächeln zum Saisonfinale: Hansa-Trainer Pavel Dotchev und -Spieler bedanken sich bei den Fans.
Ein Lächeln zum Saisonfinale: Hansa-Trainer Pavel Dotchev und -Spieler bedanken sich bei den Fans. © LUTZ BONGARTS
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Aufstiegshoffnung statt Abstiegsangst: Hansa beendet die Spielzeit als Sechster.

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Rostock. Der FC Hansa erlebte zum ersten Mal seit langem mal wieder eine ruhige Saison. Die Rostocker pendelten konstant zwischen den Plätzen drei und acht. Für ganz oben reichte es (noch) nicht. Eine Bilanz.

Keine Zittersaison

Ein Gefühl blieb Hansa-Fans in der zurückliegenden Spielzeit erspart: Abstiegsangst. Zum ersten Mal seit dem erneuten Drittliga-Absturz 2012 gerieten die Rostocker nie in Gefahr. Höher in der Tabelle als jetzt (6.) standen die Rostocker am Saisonende zuletzt im Aufstiegsjahr 2011. Seitdem hatten sie noch nie so viele Punkte wie diesmal (60), so viele Siege (16) und so wenige Niederlagen (10). Ein weiteres Zeichen für die gute Saison: Erstmals seit sieben Jahren (!) beenden die Ostseestädter eine Spielzeit wieder mit positivem Torverhältnis (+14). Mit der Zahl der Gegentore (34) liegt Hansa sogar noch besser als beim Zweitliga-Aufstieg 2011 (36). Doch an die 70 erzielten Treffer von damals kamen sie diesmal (47) bei weitem nicht heran. Mit anderen Worten: Die Abwehr steht solide und zählt zu den besten der Liga. In der Offensive muss der Verein für den geplanten Zweitliga-Aufstieg nachjustieren.

Verhängnisvolle Durststrecke

Die März-Krise hat die (berechtigten) Aufstiegshoffnungen der Hanseaten platzen lassen. Dabei war die Lage nach dem 1:0-Heimsieg gegen Magdeburg Ende Februar eigentlich optimal: Als Tabellenfünfter lag Hansa nur einen Punkt hinter Relegationsplatz drei und hatte sogar noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Doch die folgenden neun Spiele ohne Sieg wurden den Rostockern zum Verhängnis. Ihre Offensive stockte, und auch die bis dahin sichere Abwehr war anfällig. Trainer Pavel Dotchev monierte seinerzeit wiederholt: „uns fehlt der lucky punch“ oder „wir haben vorn nicht die Durchschlagskraft“. So fuhr der Aufstiegs-Express ohne Hansa ab.

Das sind die Abgänge des FC Hansa Rostock zur Saison 2018/19

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Heimbilanz ausbaufähig

Im Ostseestadion ließen die Rostocker viele Punkte liegen – vor allem gegen die „Kleinen“ wie Bremen II (0:0), Lotte (0:3) oder die Aufsteiger Jena (0:0) und Meppen (1:2). Selbst Jena oder Aalen waren zu Hause erfolgreicher als der FCH, der nur achtbestes Heimteam ist. Den 33 Zählern im eigenen Stadion stehen 27 Auswärtspunkte gegenüber.

Kader wird stärker verändert

Vor einem Jahr hatte Chefcoach Dotchev bei seinem Amtsantritt einen großen Umbruch zu bewältigen: 17Spieler gingen, 16 neue kamen. In der Winterpause wurde das Team mit Defensivmann Nico Rieble (vom VfL Bochum) und Stürmer Pascal Breier (VfB Stuttgart II) weiter aufgerüstet. Die Langzeitausfälle der Kreuzband-Patienten Marcel Ziemer (seit September 2017) und Marcel Hilßner (seit März 2018) waren nicht adäquat zu ersetzen. In der wochenlangen Sieglos-Serie konnte bis auf Lukas Scherff kein Vertreter aus der zweiten Reihe durchgängig überzeugen. „In Krisen zeigt man sein wahres Gesicht“, konstatierte Dotchev damals ernüchtert. Konsequenz: Statt einer punktuellen Verstärkung fällt der Personal-Umbau nun doch größer aus als geplant. Acht Abgänge stehen bereits fest, ein Dutzend könnte es werden.

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Stefan Karow scheidet aus Trainerteam aus​

Auf dem Sportdirektor-Posten hatte der Klub im Dezember mit dem Drittliga-erfahrenen Markus Thiele einen Nachfolger für René Schneider (Vertrag nicht verlängert) installiert. Aus dem Trainerteam ausscheiden wird Stefan Karow, der ab Sommer das Nachwuchs-Leistungszentrum leitet. Sein Nachfolger als Torwarttrainer der Profis wird noch gesucht.

Fazit

Die Kogge schwimmt endlich wieder in ruhigem Fahrwasser. Die Saison lief sportlich erfreulich – es war aber noch mehr drin. Dafür fehlte es jedoch an Konstanz und teilweise an Qualität. Um sie zu steigern, hebt die Klubführung den Profi-Etat nun um 700 000 auf 4,7 Millionen Euro an. Hansas beste Saison seit sieben Jahren macht Lust auf mehr: den Aufstieg in die 2. Liga.

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