05. November 2018 / 18:21 Uhr

Hansa Rostock: Defensivmann Jonas Hildebrandt geht jetzt auf Torejagd

Hansa Rostock: Defensivmann Jonas Hildebrandt geht jetzt auf Torejagd

Kai Rehberg
Hansa-Profi Jonas Hildebrandt jubelt nach seinem Führungstreffer in Jena.
Hansa-Profi Jonas Hildebrandt jubelt nach seinem Führungstreffer in Jena. © Lutz Bongarts
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Ungewohnter Rollentausch bei Hansa: Wird aus der Aushilfs- eine Dauerlösung? Der 21-Jährige war vergangene Woche zweimal erfolgreich.

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Für Jonas Hildebrandt war die zurückliegende englische Woche eine der turbulentesten in seiner noch jungen Profi-Karriere. Es ging auf und ab für den 21-jährigen Hansa-Profi: Gegen Fortuna Köln (3:1) wurde er eingewechselt. Ebenso wie im DFB-Pokaldrama gegen Nürnberg (4:6 n.E.), wo er erst per Freistoß traf, dann aber im Elfmeterschießen versagte. Und schließlich kam er gegen Jena (1:1) zu seinem erst zweiten Startelf-Einsatz, den er ebenfalls mit einem Treffer krönte.

„Ist schon verrückt, oder?“, musste selbst Pavel Dotchev über seinen Glücksgriff schmunzeln. Denn eigentlich hatte der Trainer auch Del-Angelo Williams als Ersatz für den erschöpften Pascal Breier im Auge. „Es war eine knappe Entscheidung zwischen den beiden.“ Dass der Coach sich für den Abwehrmann anstelle des Stürmers entschied, macht die Sache noch kurioser.

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Doch Hildebrandts couragierter Pokal-Auftritt, wo er ebenfalls schon in vorderster Front agierte, bestärkte Dotchev in seiner ungewöhnlichen Entscheidung. „Er geht gut in die Tiefe, ist schnell, lauf- und kopfballstark“, würdigte der Fußballlehrer den aus Frankfurt/Oder stammenden Defensivspezialisten.

Für Hildebrandt, der im Sommer von der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln nach Rostock gekommen war, ist der Positionswechsel gar nicht so spektakulär, wie es von außen schien. In der Jugend („Ist schon ein bisschen her“) habe er öfter im Angriff gespielt. „Man muss im Fußball beides können: Tore schießen und Tore verhindern“, so Hildebrandt und fügt wie selbstverständlich hinzu: „Das gelingt mir ganz gut. Tore machen kann ich auch auf der ,Sechs’ oder in der Innenverteidigung.“

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Nachdem er schon im Training „das eine oder andere Mal“ getroffen hatte, sei ihm das jetzt auch zweimal im Spiel geglückt. „Fühlt sich gerade gut an“, sagt Hildebrandt, der allerdings lieber die verlorenen Duelle mit seinen Treffern gewonnen hätte. „Aber für mich persönlich war es natürlich schön, auch weil ich von Anfang an spielen durfte.“

Dass aus der Aushilfslösung eine ernsthafte Offensiv-Option für die Hanseaten werden könnte, will der Trainer nicht ausschließen. „Warum nicht, so wie er sich macht? Vielleicht ist er ja jetzt eine hängende Spitze geworden.“ Auch Jonas Hildebrandt kann sich einen (vorübergehenden) Rollentausch gut vorstellen. Zumal im Mittelfeld eine große Konkurrenz herrscht und die Rückkehr des besten Saisontorschützen Cebio Soukou weiterhin fraglich ist.

„Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt. So lange ich von Anfang an auf dem Platz stehen kann, und es mir gelingt, meine Aufgabe zu erfüllen, bin ich mit jeder Position glücklich“, sagt Hildebrandt. „So lange, wie ich treffe, passt das ganz gut. Deswegen bin ich auch zufrieden. Mal sehen, was passiert.“

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