01. März 2018 / 20:49 Uhr

Hansa Rostock: Hüsing kehrt zurück in sein „zweites Wohnzimmer“

Hansa Rostock: Hüsing kehrt zurück in sein „zweites Wohnzimmer“

Kai Rehberg
Gehört zu den Top-Innenverteidigern der 3. Liga: Oliver Hüsing führt Hansa morgen Abend als Kapitän auf den Rasen des Weserstadions.
Gehört zu den Top-Innenverteidigern der 3. Liga: Oliver Hüsing führt Hansa morgen Abend als Kapitän auf den Rasen des Weserstadions. © Matthias Kern/Bongarts/Getty Images
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Hansa-Abwehrchef bei Bremen II ohne gesperrten Nebenmann Riedel / Dennoch wollen die Rostocker heute zum 13. Mal ohne Gegentor bleiben

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Rostock. „Wir müssen ein bisschen mehr das Dreckige in unser Spiel kriegen“, hatte Oliver Hüsing schon vor dem Magdeburg-Spiel gefordert. Hansas Abwehrrecke meinte damit aber keineswegs eine unsaubere oder überharte Gangart seiner Mannschaft. Sondern dass davor in Münster (0:2) „die letzten ein, zwei Prozent Galligkeit gefehlt“ haben.

Liveticker zum Auswärtsspiel des FC Hansa in Bremen am Freitag ab 19 Uhr im OZ-Sportbuzzer

Wie sich sein Team dann beim 1:0-Prestigeerfolg gegen den Tabellenführer präsentierte, erfüllt den aktuellen Mannschaftskapitän, der für den angeschlagenen Amaury Bischoff auch morgen Abend (19.00 Uhr) im Weserstadion gegen Werder Bremen II die Binde tragen wird, mit Stolz. „Die Jungs sind gelaufen wie die Verrückten. Die Zuschauer haben uns nach vorn gepeitscht, und wir haben uns in jeden Zweikampf geworfen. Das brauchten wir, und das haben wir super angenommen“, stellte Hüsing zufrieden fest.

So könnte die Start-Elf des FC Hansa gegen den SV Werder Bremen II aussehen

Janis Blaswich: War gegen den Schuss von Kiomourtzoglou machtlos. Ansonsten in der ersten Halbzeit und auch nach dem Seitenwechsel sehr wenig beschäftigt. Rettete den Punkt in der Schlussphase. Note: 2 Zur Galerie
Janis Blaswich: War gegen den Schuss von Kiomourtzoglou machtlos. Ansonsten in der ersten Halbzeit und auch nach dem Seitenwechsel sehr wenig beschäftigt. Rettete den Punkt in der Schlussphase. Note: 2 ©
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Somit bleibt es dabei: Unter Trainer Pavel Dotchev hat Hansa noch keine zwei Niederlagen in Folge kassiert. Zudem sind die Rostocker bereits in zwölf ihrer bisher 25 Saisonspiele ohne Gegentor. An dieser „Nullserie“ hat Hüsing, der mit einem Marktwert von 400000 Euro laut transfermarkt.de der wertvollste Hansa-Profi ist, maßgeblichen Anteil.

Das Bollwerk, das er vor allem mit Julian Riedel und Torhüter Janis Blaswich aufgebaut hat, wird nun jedoch gesprengt. Innenverteidigerkollege Riedel brummt gegen Bremen eine Gelb-Sperre ab. „Das musste ja mal kommen“, sagt Hüsing, der selbst mit vier Verwarnungen vorbelastet ist. „Klar, mit ,Juli' hat es sich sehr gut eingespielt. Aber gegen Magdeburg mussten wir ja auch überraschend umstellen. Wir haben einen breiten Kader, von daher mache ich mir keine Sorgen.“ Ersetzen könnte Riedel Joshua Nadeau oder auch Winter-Zugang Nico Rieble.

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Ohne Gegentor zu bleiben, ist für Hüsing in jedem Spiel die große Herausforderung. „Dann kann man schon mal nicht verlieren.“ Doch dieses Verdienst heftet sich der Abwehrchef nicht allein an die Brust. „Da gehören alle dazu, auch die, die gegen Magdeburg reingekommen sind. Man kann nur den Hut vor ihnen ziehen“, sagt der 25-Jährige: „Am liebsten würden wir am Freitag das 13. Mal zu null spielen.“

Zumal es für Hüsing ein ganz besonderes Spiel wird. Von der U17 bis zu den Profis kickte er bei Werder. Drei Mal durfte er für die Bremer in die Bundesliga reinschnuppern, 81Mal lief er für Werder II in der 3.Liga auf. Und nun wurde sogar das Hansa-Gastspiel von „Platz 11“ in die Bundesliga-Arena verlegt. „Das Weserstadion ist neben dem Ostseestadion mein zweites Wohnzimmer“, erklärt Hüsing. Familie, Freunde und Bekannte hätten sich angesagt, seien aber „ganz klar auf Hansa-Seite“.

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