29. April 2018 / 19:16 Uhr

Hansa Rostock: Janis Blaswich hält den Punkt fest

Hansa Rostock: Janis Blaswich hält den Punkt fest

Stefan Ehlers
An Torhüter Janis Blaswich (l.) hatte Trainer Pavel Dotchev in Köln einmal mehr viel Freude.
An Torhüter Janis Blaswich (l.) hatte Trainer Pavel Dotchev in Köln einmal mehr viel Freude. © LUTZ BONGARTS
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Der Torhüter pariert einen Elfmeter und krönt damit seine starke Leistung. Rieble erlitt einen Jochbeinbruch und muss operiert werden. Hansa Rostock rutscht auf Rang sechs.

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Köln. Janis Blaswich lächelte, als er seinen Freund aus Gladbacher Zeiten auf der Tribüne des Kölner Südstadions entdeckte. Der Torhüter des FC Hansa ging nach dem Schlusspfiff auf den jungen Mann zu, plauderte mit ihm, zog sein Trikot aus und drückte es seinem Kumpel in die Hand. Dann eilte der Schlussmann im Laufschritt quer über den Platz, wo die Medienvertreter warteten. Blaswich war am Sonnabend bei der Nullnummer der Rostocker bei Fortuna Köln bester Mann auf dem Platz – und somit ein buchstäblich gefragter Mann.

„Ich hätte lieber drei Punkte mitgenommen“, meinte der 26-Jährige, der mit einem gehaltenen Elfmeter (66.) und weiteren Glanztaten Hansa einen Punkt rettete. „Janis ist ein Super-Typ und hat einen Riesen-Charakter. Für mich ist er der beste Torhüter der Liga“, lobte Oliver Hüsing, der den Foulstrafstoß an Daniel Keita-Ruel verursachte, sich aber keiner Schuld bewusst war. „Der Keita schlägt ein Luftloch. Man macht als Verteidiger nichts und kriegt dadurch vielleicht noch ein Gegentor. Das nervt.“

Ganz bitter: Nico Rieble musste verletzt vom Feld. Der Defensivmann zog sich einen Jochbeinbruch zu und muss operiert werden. Für ihn ist die Saison vorzeitig beendet.

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Für die kurioseste Szene sorgte Fabian Holthaus. Hansas etatmäßiger Linksverteidiger brachte Blaswich mit einer hohen Rückgabe in Bedrängnis. Rostocks Schlussmann musste zwei, drei Schritte zurückeilen, um den verunglückten Pass mit dem Kopf zu klären (7. Minute).

Ansonsten sahen die 3598 Zuschauer eine Partie, die von einem Fußball-Spektakel wie im Hinspiel (5:3) meilenweit entfernt war. Trainer Pavel Dotchev war mit dem Auftritt seiner seit nunmehr acht Pflichtspielen ungeschlagenen Elf unzufrieden. „Das einzig Positive ist, dass wir wieder zu null gespielt haben“, bilanzierte der 52 Jahre alte Fußball-Lehrer. Dotchevs Hoffnungen, dass die Mannschaft im Saison-Endspurt der 3. Liga noch hungrig ist, erfüllten sich nicht. „Wir haben viel zu wenig investiert, um das Spiel zu gewinnen“, kritisierte der Coach, der nach der Pause drei frische Leute brachte – doch ohne durchschlagenden Erfolg. „Ich konnte leider nur dreimal wechseln, sonst hätte ich drei, vier weitere Spieler rausgenommen.“

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Die besten Chancen auf den Siegtreffer besaßen Stefan Wannenwetsch, dessen Flachschuss von Bernard Kyere auf der Linie geklärt wurde (34.) und Pascal Breier, der acht Minuten vor Schluss mit einem Kopfball an Fortuna-Keeper Jannik Bruhns scheiterte. Hüsing beschönigte nichts: „Wir haben zu schlampig gespielt, obwohl wir die Räume hatten.“

Die Folge: Hansa rutschte auf Rang sechs ab. Dotchev richtete indes schon den Blick voraus. „Ich möchte auf jeden Fall das letzte Spiel zu Hause gewinnen“, meinte er mit Blick auf das letzte Heimspiel am Sonnabend gegen den Halleschen FC. Er werde die bestmögliche Formation aufs Feld schicken – „ohne Rücksicht auf irgendwelche Sentimentalitäten zu nehmen“.

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Etwas Wehmut wird bei dem zum Saisonende scheidenden Janis Blaswich aufkommen. „Ich blicke auf eine superschöne Zeit zurück“, sagte der Torhüter und schloss eine Rückkehr nach Rostock nicht aus. „Wer weiß: Vielleicht führt der Weg ja irgendwann noch einmal zurück. Im Fußball ist vieles möglich.“ Und richtige Freundschaften enden nie.

Fortuna Köln: Bruhns – L. Bender, Fritz, Kyere, Koljic – Brandenburger, Kegel (79. Kessel) – Kurt, Farrona-Pulido – Bröker, Keita-Ruel (83. Falahen).
Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau (46. Rankovic), Hüsing, Riedel, Rieble (67. Benyamina) – Holthaus, Henning, Wannenwetsch (60. Alibaz), Scherff – Bischoff – Breier.
Schiedsrichter: Börner (Iserlohn).
Zuschauer: 3598.

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