21. Februar 2018 / 05:25 Uhr

Hansa Rostock löst Vertrag mit Ex-Trainer Brand auf

Hansa Rostock löst Vertrag mit Ex-Trainer Brand auf

Sönke Fröbe
Ex-Profi Christian Brand (45) stand von Dezember 2015 bis Mai 2017 als Cheftrainer des FC Hansa an der Seitenlinie.
Ex-Profi Christian Brand (45) stand von Dezember 2015 bis Mai 2017 als Cheftrainer des FC Hansa an der Seitenlinie. © Lutz Bongarts
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Der im Mai vergangenen Jahres beurlaubte Dotchev-Vorgänger erhält eine fünfstellige Abfindung und verzichtet damit auf viel Geld.

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Rostock. Hansa schließt eine weitere finanzielle (Groß-)Baustelle: Der Fußball-Drittligist hat den bis 30. Juni 2019 datierten Vertrag mit seinem Ex-Trainer Christian Brand aufgelöst. Das bestätigte Vorstandschef Robert Marien auf OZ-Anfrage. Man habe „nach konstruktiven Gesprächen“ das Arbeitsverhältnis „in gegenseitigen Einvernehmen“ beendet, so der 36-Jährige. Brand steht damit offiziell seit dem vergangenen Freitag nicht mehr auf der Gehaltsliste des FC Hansa. Die offensichtlich unproblematische Einigung rund neun Monate nach seiner Beurlaubung in Rostock könnte drauf hindeuten, dass Brand in Kürze einen neuen Trainerjob antritt.

Marien zeigte sich sichtlich erleichtert, die Personalie nun vom Tisch zu haben. „Nach Ende der Transferperiode (31. Januar/ d. Red.) wollten wir das Thema Christian Brand noch mal angehen und sind damit bei ihm sofort auf offene Ohren gestoßen. Er war sehr lösungsbereit“, teilte der Hansa- Chef mit und fügte hinzu: „Wenn zwei wollen, dann findet man auch eine Lösung, und die ist sehr gut für Hansa.“

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Zahlen nannte Marien nicht, erklärte aber: „Die Abfindung liegt im fünfstelligen Bereich.“ Nach OZ-Informationen beträgt die Einmalzahlung etwa 25 bis 30 Prozent des ursprünglichen Vertragswerts. Hansa spart demnach durch die Vertragsauflösung rund 200000 Euro. „Wir sind Christian dankbar, er ist uns sehr entgegengekommen. Er hätte den Vertrag auch aussitzen können“, sagte Marien. Anfangs seien die Gespräche „ein bisschen emotional gewesen“, ließ der Klubchef durchblicken, „aber dann haben sich beide Seiten ausgesprochen und einer Lösung stand nichts mehr im Weg“.

Christian Brand, der als Profi von 1999 bis 2002 insgesamt 48 Spiele für Hansa bestritt, hatte den Koggenklub im Dezember 2015 als Cheftrainer übernommen und die Mannschaft in seiner ersten Saison vor dem Abstieg bewahrt. In der Spielzeit 2016/17 blieben die Rostocker dann aber hinter den Erwartungen zurück. Nach einer 1:2-Heimpleite gegen Erfurt zog die Klubführung am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison die Reißleine und stellte den auch in der Mannschaft umstrittenen Coach frei. Wenige Wochen zuvor war Brands Vertrag allerdings vorzeitig bis 2019 verlängert worden.

Die Spieler- und Trainerkarriere von Christian Brand

Die Bundesliga-Karriere von Christian Brand (hier im Trikot des VfL Wolfsburg) begann im Juli 1996 beim SV Werder Bremen. Von der Weser ging er im Juli 1999 zum Ligakontrahenten VfL Wolfsburg. Von den Niedersachsen wechselte er nach nur einem Einsatz im Oktober 1999 zum FC Hansa Rostock. Zur Galerie
Die Bundesliga-Karriere von Christian Brand (hier im Trikot des VfL Wolfsburg) begann im Juli 1996 beim SV Werder Bremen. Von der Weser ging er im Juli 1999 zum Ligakontrahenten VfL Wolfsburg. Von den Niedersachsen wechselte er nach nur einem Einsatz im Oktober 1999 zum FC Hansa Rostock. ©
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„Das war damals ein Fehler, und dazu stehe ich“, sagt Robert Marien. Er sei froh, dass sich der finanzielle Schaden für den Verein in Grenzen halte und nicht die volle Vertragslaufzeit gezahlt werden müsse. Durch die Einigung mit Brand könne die Hansa-Führung „dem Sport den vollen Etat geben“, erklärte der Vereinschef. In der nächsten Saison sei man „komplett frei“ von Zahlungen für alte Vertragsverhältnisse.

„Hansa ist ein anstrengender Verein“, hatte Brand zum Abschied am 16. Mai 2017 festgestellt. Dieses Kapitel ist für beide Seiten nun definitiv zu Ende.

Für diese Trainer war Hansa der Karriereknick

Christian Brand: Der einstige Bundesligaprofi (Werder, Hansa) kam im  Dezember 2015 vom damaligen Viertligisten Regensburg und schlug anfangs gut ein. Doch der Erfolg ließ schnell wieder nach – auch weil es zwischen dem Trainer und Teilen der Mannschaft nicht mehr stimmte. Kurz vor Ende der Saison 2016/17 war für Brand Feierabend in Rostock. Dumm gelaufen für Hansa: Denn wenige Wochen zuvor war Brands Vertrag bis zum 30. Juni  2019 verlängert worden. Der 45-Jährige ist bis heute ohne neuen Job. Brands Nachfolger wurde der aktuelle Hansa-Trainer Pavel Dotchev. Zur Galerie
Christian Brand: Der einstige Bundesligaprofi (Werder, Hansa) kam im  Dezember 2015 vom damaligen Viertligisten Regensburg und schlug anfangs gut ein. Doch der Erfolg ließ schnell wieder nach – auch weil es zwischen dem Trainer und Teilen der Mannschaft nicht mehr stimmte. Kurz vor Ende der Saison 2016/17 war für Brand Feierabend in Rostock. Dumm gelaufen für Hansa: Denn wenige Wochen zuvor war Brands Vertrag bis zum 30. Juni  2019 verlängert worden. Der 45-Jährige ist bis heute ohne neuen Job. Brands Nachfolger wurde der aktuelle Hansa-Trainer Pavel Dotchev. ©
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