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© Lutz Bongarts

Hansa Rostock nach der Spielabsage: Außer Spesen nichts gewesen

1600 Kilometer im Bus unterwegs, eine Hotelübernachtung – alles umsonst: Hansas Auftaktspiel in Großaspach fiel dem Schnee zum Opfer / Nachholtermin im März?

Rostock. Die erste Auswärtsfahrt der Drittliga-Rückrunde endete für die Hansa-Profis am Samstagabend schon sechs Stunden früher als geplant. Statt nachts um zwei traf der Mannschaftsbus nach der Rückreise aus Großaspach schon um 20.03 Uhr wieder am heimischen Ostseestadion ein. Unverrichteter Dinge lud die Mannschaft nach der Absage ihres Auftaktspiels bei der SG Sonnenhof die vielen Kisten, Koffer und Taschen wieder aus. Mehr als 1600 Kilometer Fahrt quer durch Deutschland – außer Spesen nichts gewesen.

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Als das Hansa-Vorauskommando um Zeugwart Andreas Thiem am Samstagmorgen kurz vor zehn in der Mechatronik-Arena eintraf, um die Gäste-Kabine einzurichten, staunten sie nicht schlecht. Über Nacht hatte sich auf dem Platz eine rund zehn Zentimeter dicke, nasse Schneedecke gebildet. Da war selbst die auf vollen Touren laufende Rasenheizung machtlos. Während Aspach im Schnee steckte, bekamen die Rostocker in ihrem 18 Kilometer entfernten Teamquartier in in Murrhardt nur wenig ab. „So doll war es nicht, um die Mittagszeit war alles wieder frei“, schilderte Trainer Pavel Dotchev, der meinte: „Ich hatte das Gefühl, dass das Spiel zu leichtfertig abgesagt wurde. Dass man nicht alles darangesetzt hat, um es stattfinden zu lassen.“ „Natürlich hätten wir den Platz auch geräumt, wenn es Sinn gemacht hätte. Aber darunter war er weich und matschig“, erklärte Philipp Mergenthaler, Pressesprecher und Präsidiumsmitglied bei der SG Sonnenhof Großaspach.

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Bis Freitag Nachmittag wären die Bedingungen noch fast optimal gewesen. Als am Abend jedoch der starke Schneefall einsetzte, hatten die Gastgeber sowohl den FC Hansa als auch den Schiedsrichter Sven Waschitzki (Essen) vorgewarnt. Dieser logierte mit seinem Team allerdings 50 Kilmeter entfernt in Stuttgart, das nahezu flockenfrei blieb und wollte erst am Spieltag vor Ort eine Entscheidung treffen. Da war Großaspach schon tief im Weiß versunken. Nach der Platzbegehung am Samstagvormittag sagte der Referee die Partie ab. Am Nachmittag ging dann auch noch der angekündigte Regen über der Gegend nieder.

Sonnenhofs Geschäftsführer Thomas Deters erklärte: „Wir hätten eine Entscheidung im Sinne aller Fans gerne früher herbeigeführt. Sie kann allerdings nicht von den Vereinen, sondern nur vom Schiedsrichter und dem DFB getroffen werden. Wir hätten sehr gerne gespielt, haben mit vielen ehren- und hauptamtlichen Helfern alles dafür getan. Daher ist die Entscheidung schade, aber richtig und nachvollziehbar.“

Diese Spieler holte der FC Hansa seit dem Winter 2018

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Die Winterzugänge des FC Hansa Rostock © Archiv
Winter 2010: Der damalige Hansa-Coach Andreas Zachhuber schwärmte in den höchsten Tönen von Helgi Danielsson. Der Club überwies knapp 400.000 Euro für den Isländer im Januar 2010 an IF Elfsborg (Schweden). Ein halbes Jahr, 14 Zweitliga-Einsätze und eine Torvorlage später verließ Danielsson Rostock auch schon wieder Richtung Stockholm. © Archiv
Winter 2010: Der zweite Isländer, der im Winter 2010 zu Hansa stieß, blieb ebenfalls nur ein halbes Jahr lang in Rostock. Gardar Johannsson erzeilte in 16 Spielen drei Tore für die Kogge. © Archiv
Winter 2010: Florian Grossert kam im Winter 2010 als Talent von Türkiyemspor Berlin an die Ostseeküste. Im darauffolgenden Sommer schloss er sich Dynamo Dresden an. Heute kickt der 32-Jährige beim VFC Plauen (NOFV Oberliga Süd). © Archiv
Winter 2010: Zwölf Spiele hielt es Andreas Dahlen bei Hansa. Im Januar 2010 von Gefle IF (Schweden) gekommen, zog er nach dem Abstieg im Sommer 2010 zum FSV Frankfurt weiter. © Archiv
Winter 2010: Kevin Pannewitz wurde als damaliger A-Junior offiziell in den Profikader befördert. © Archiv
Winter 2011: Zunächst wurde Michael Blum vom MSV Duisburg nur ausgeliehen. Der Linksfuß konnte sich aber für ein längerfristiges Engagement bei der Kogge empfehlen und blieb ab Sommer 2011 fest beim FCH. Zwei Jahre später wechselte Blum nach Osnabrück. © Archiv
Winter 2011: Bereits im Oktober 2010 nahm Hansa den vereinslosen Martin Stoll unter Vertrag. Der Verteidiger gehörte zum Stammpersonal des Aufstiegsteams. Zehnmal spielte Stoll über 90 Minuten. Eine Verletzung verhinderte mehr Einsatzminuten über die volle Distanz. © Archiv
Winter 2011: Aus der U19 zu den Profis: Pelle Jensen. © Archiv
Winter 2011: Tom Trybull wurde zur Winterpause ebenfalls aus der Jugend befördert. © Archiv
Winter 2012: Für ein halbes Jahr sicherte sich Hansa die Dienste von Marek Janecka. Obwohl der Verteidiger 15 Zweitligaspiele über 90 Minuten absolvierte, kehrte der Slowake mit Leihende zurück zu seinem Verein Zlate Moravce (Slowakei). © Archiv
Winter 2012: Mitte Januar 2012 erweiterte Freddy Borg Hansas Schweden-Delegation. Der Stürmer verabschiedete sich mit fünf Toren in 14 Partien im darauffolgenden Sommer nach Aachen. © Archiv
Winter 2012: Ab der Winterpause gehörten auch die Talente Edisson Jordanov (l.) und Manfred Starke zum Profikader. © Archiv
Winter 2013: Noch im November 20112 verstärkte sich Hansa mit dem zu diesem Zeitpunkt vereinslosen Emil Rilke. Nach dem Sommer 2013 war der Tscheche auch schon wieder weg. © Archiv
Winter 2013: Zur Halbserie kam Tommy Grupe nach seinem Intermezzo bei Preußen Münster zurück an die alte Wirkungsstätte und läuft immer noch für die Kogge auf. © Archiv
Winter 2013: Gleich vier Spieler holte der FCH im Winter 2013 auf Leihbasis. Maurice Trapp (Union Berlin) war einer von ihnen. © Archiv
Winter 2013: Leihe Nummer zwei: Philipp Klement vom 1. FC Nürnberg. © Archiv
Winter 2013: Collin Quaner kam als dritter Leihspieler vom FC Ingolstadt. © Archiv
Winter 2013: Der vierte geliehene Hansa-Akteur war Nico Zimmermann. Der Mittelfeldmann kam vom damaligen Zweitligisten VfR Aalen. © Archiv
Winter 2013: Die siebte und letzte Winterverstärkung kam aus dem eigenen Nachwuchs. Sargis Adamyan wurde in den Profikader integriert. © Archiv
Winter 2015: Im Winter 2014 blieb Hansa untätig auf dem Transfermarkt. Dafür schlugen die Hanseaten ein Jahr später kräftig zu. Marcel Schuhen kam aus Köln und wurde auf Anhieb die Nummer eins. © Archiv
Winter 2015: Auch Maximilian Ahlschwede erkämpfte sich nach seinem Wechsel zu Hansa Ende Januar 2015 einen Stammplatz auf der rechten Verteidigerposition. © Archiv
Winter 2015: Oliver Hüsing zum ersten. Seine Premiere im Hansadress feierte der Abwehrmann als Bremer Leihspieler und kam in 16 Partien in der Rückrunde 2014/15 zum Einsatz. © Archiv
Winter 2015: Mikko Sumusalo wurde kurz vor Wechselfrist von RB Leipzig für ein halbes Jahr ausgeliehen. © Archiv
Winter 2015: Auch Marco Kofler war zunächst ausgeliehen. Im Sommer kaufte der FCH den Österreicher aber für einen vierstelligen Betrag von Wacker Innsbruck. Im vergangenen Winter verließ Kofler Rostock und spielt jetzt in Elversberg. © Archiv
Winter 2015: Sabrin Sburlea war vereinslos, Hansa nahm den Rumänen unter Vertrag, doch schon im Sommer 2015 war der Stürmer, der ein Tor für die Hanseaten erzielte, erneut vereinslos. © Archiv
Winter 2015: Auch Alex Ikeng war im Winter 2015 ohne Vertrag bevor er beim Koggenklub anheuerte. Ikeng blieb fast genau ein Jahr, machte 25 Spiele (2 Tore) für Hansa und wechselte im Januar 2016 nach seiner Suspendierung in Rostock zu den Stuttgarter Kickers. © Archiv
Winter 2015: Das nächste Talent, der im Winterfenster den Sprung aus der Jugend zu den Profis schaffte war Lukas Scherff. © Archiv
Winter 2016: Stefan Wannenwetsch wechselte vom FC Ingolstadt an die Ostsee und steht immer noch im Kader des FCH. © Archiv
Winter 2016: Auf den letzten Drücker kam Melvin Platje im Wintertransferfenster 2016 von Stade Brest (Frankreich). In 25 Ligaspielen für Hansa erzielte der Stürmer ein mageres Törchen. Nach einen Jahr war für ihn Schluss in Rostock. © Archiv
Winter 2016: Verstärkung im Doppelpack: Christer Youssef (l.) und Ronny Garbuschewski. Youssef wechselte bereits im Sommer 2016 nach Zypern. Garbuschewski ein Jahr später nach Zwickau. © Archiv
Winter 2016: Florian Esdorf (l.) und Eric Birkholz (Hintergrund) gehörten ab der Winterpause 2016 offiziell zum Kader der Profis. Beide konnten sich aber nicht durchsetzen und kicken mittlerweile in der Regionalliga. © Archiv
Winter 2017: In der vergangenen Winterperiode unternahm Hansa erneut eine Transferoffensive und verpflichtete bekannte Name. Darunter Amaury Bischoff... © Archiv
Winter 2017: ... und Christopher Quiring. © Archiv
Winter 2017: Tim Väyrynen ist ebenfalls seit vergangenem Winter fester Bestandteil des Profikaders von Hansa. © Archiv
Winter 2017: Joshua Nadeau hatte nach seinem Wechsel aus Schweden zu Hansa zunächst Probleme. In der aktuellen Saison hat er sich unter Trainer Pavel Dotchev aber einen Stammplatz erarbeitet. © Archiv
Winter 2018: Hansa holt Pascal Breier vom Regionalligisten VfB Stuttgart II. © Lutz Bongarts

Die Rostocker packten daraufhin ihreb Sachen und machten sich auf die Rückreise. Um beim Ligastart jedoch nicht tatenlos zuzuschauen und in den Wettkampfmodus zu kommen, vereinbarten die Hansa-Verantwortlichen kurzfristig für gestern einen Vergleich gegen den schleswig-holsteinischen Oberligisten Niendorf-Timmendorfer SV Strand 08 (5:1) aus der Nähe von Lübeck.

Das ausgefallene Spiel in Großaspach hingegen beschert den Rostockern in jedem Fall eine zusätzliche englische Woche. Als möglicher Nachholtermin ist der 20. März (Dienstag) im Gespräch, so die ersten Vorstellungen beider Vereine. Die Rostocker würden dann nach der Partie beim VfR Aalen (17.3.) gleich in der schwäbischen Region bleiben. Der DFB muss dem Vorschlag noch zustimmen. Ich hoffe, dass uns der DFB bei der Terminsuche entgegenkommt“, sagt Trainer Dotchev. Denn auf den Kosten bleibt der Verein im jedem Fall sitzen.

Region/Mecklenburg Vorpommern F.C. Hansa Rostock (Herren) F.C. Hansa Rostock 3. Liga SG Sonnenhof Großaspach SG Sonnenhof Großaspach (Herren)
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