02. November 2018 / 00:15 Uhr

Hansa-Coach Pavel Dotchev nach Pokal-K.o.: Das trifft uns hart

Hansa-Coach Pavel Dotchev nach Pokal-K.o.: Das trifft uns hart

Kai Rehberg
Hansa-Klubchef Robert Marien (r.) tröstet nach dem Pokal-Aus Kai Bülow. 
Hansa-Klubchef Robert Marien (r.) tröstet nach dem Pokal-Aus Kai Bülow.  © LUTZ BONGARTS
Anzeige

Oliver Hüsing war stolz und traurig zugleich. „Das ist brutal enttäuschend. Wir haben hier ein überragendes Spiel gemacht. Das tut schon sehr, sehr weh, denn ich denke, dass wir ebenbürtig waren“, sagte Hansa Rostocks Kapitän Oliver Hüsing nach dem unglücklichen Aus in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den Bundesligisten 1. FC Nürnberg.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Pavel Dotchev verstand die Welt nicht mehr. „Im Fußball gibt’s manchmal Dinge, die man nicht erklären kann. Genau das ist heute passiert“, sagte der Hansa-Trainer und schaute mit leeren Blick ins nirgendwo. „Wir waren so nah dran an der Sensation. So zu verlieren, haben wir einfach nicht verdient.“

Pokalduell auf Augenhöhe

Fast drei Stunden lang hatte seine Mannschaft dem 1. FC Nürnberg ein Pokalduell auf Augenhöhe geliefert. Zweimal sah der Außenseiter gegen den Bundesligisten sogar schon wie der Sieger aus – zweimal schlugen die Franken zurück. Das Tor von Zielak zum 1:1 in der letzten Minute der regulären Spielzeit hielt sie überhaupt erst am Leben. Auch nach der Verlängerung (2:2) gab es keinen Sieger. Erst im Elfmeterschießen, wo Jonas Hildebrandt und Kai Bülow verzogen, setzte sich der Bundesligist am Ende mehr als glücklich mit 4:2 durch.

Hansa Rostock: Die Einzelkritik zum DFB-Pokal-Spiel gegen Nürnberg

Ioannis Gelios: Verhinderte mit mehreren Glanzparaden weitere Gegentreffer. Note: 2,5 Zur Galerie
Ioannis Gelios: Verhinderte mit mehreren Glanzparaden weitere Gegentreffer. Note: 2,5 ©
Anzeige

„Ich hätte lieber den Elfmeter reingemacht als den Freistoß“, bekannte Hildebrandt, der für die Hanseaten in der Verlängerung mit einem Kunstschuss über die Mauer das 2:1 erzielt hatte (95.). „Verlieren tut immer weh. Umso mehr, wenn man einen Erstligisten an den Rand einer Niederlage bringt“, fügte Hansas tragischer Held hinzu. „Wir hatten die Chance, den Deckel vorzeitig drauf zu machen. So aber sitzt der Schmerz natürlich sehr tief.“

Riedel hoffte auf Fußballgott

Torhüter Ioannis Gelios, der im Elfmeterschießen chancenlos war, zollte seinen Teamkollegen ein Riesenlob. „Die Mannschaft hat ein Super-Gesicht gezeigt und Nürnberg über 120 Minuten die Stirn geboten. Es ist bitter, wenn Du dann in der 90. Minute noch ein Gegentor bekommst.“

Mehr zum FC Hansa Rostock

Vize-Kapitän Julian Riedel haderte nach dem glücklosen Finale einer ansonsten starken Hansa-Leistung sogar mit höheren Mächten. „Wenn unter den 24000 Zuschauern im Stadion auch der Fußballgott gewesen wäre, hätten wir das Elfmeterschießen sicherlich gewonnen.“ Der Innenverteidiger fand: „In den 120 Minuten zuvor waren wir die bessere Mannschaft. Man hat wieder einmal gesehen, was mit dieser Truppe alles möglich ist.“

Chefcoach Dotchev war nach der Pokal-Schlacht vor enthusiastisch mitgehenden Fans am Ende dennoch skeptisch für den nächsten Liga-Auftritt am Sonnabend in Jena. „Genau das konnten wir jetzt überhaupt nicht gebrauchen: ein sehr langes Spiel, ein negatives Erlebnis und dann noch die lange Fahrt nach Jena. Das trifft uns richtig hart“, haderte der Coach. „Ich weiß aber, dass wir viele gute Sachen gemacht haben. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt.“

Fotos vom Pokalspiel FC Hansa Rostock gegen 1. FC Nürnberg

Fans des FC Hansa Rostock zünden vor Spielbeginn Pyrotechnik.  Zur Galerie
Fans des FC Hansa Rostock zünden vor Spielbeginn Pyrotechnik. ©

Ofosu-Ayeh und Soukou auch in Jena nicht dabei

Seinen Spielern gönnt er derzeit viel Regeneration - zumal ihm die personellen Alternativen fehlen. Cebio Soukou und Phil Ofosu-Ayeh sind auch am Sonnabend nicht dabei, Pascal Breier musste am Mittwoch angeschlagen raus. Hansas Erfolgsserie in der Liga – drei Siege und ein Remis in den letzten vier Spielen – steht auf der Kippe.

Julian Riedel bleibt trotzdem optimistisch. „Dieses bittere Ergebnis müssen wir jetzt schnell verarbeiten. Es tut unheimlich weh, aber wir werden wieder aufstehen“, verspricht der Innenverteidiger: „So lange der Motor läuft, geht es immer weiter.“

Jetzt abstimmen: Wen soll Hansa-Coach Pavel Dotchev im Spiel gegen Jena aufstellen?

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Mecklenburg Vorpommern
Sport aus aller Welt