22. April 2018 / 20:10 Uhr

Hansa Rostock: Pascal Breier ebnet Weg zum Dreier

Hansa Rostock: Pascal Breier ebnet Weg zum Dreier

Stefan Ehlers
Hansa-Torschütze Pascal Breier jubelt. Er hat soeben das 1:0 erzielt.
Hansa-Torschütze Pascal Breier jubelt. Er hat soeben das 1:0 erzielt. © LUTZ BONGARTS
Anzeige

Nach neun sieglosen Drittliga-Spielen in Folge gewinnt Hansa Rostock wieder – und ist seit nunmehr sieben Pflichtspielen ungeschlagen.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Rostock. Pascal Breier war sichtlich erleichtert, als er nach dem Schlusspfiff in die Katakomben des Ostseestadions ging. „Das ist wie ein Befreiungsschlag“, meinte der Hansa-Stürmer nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg über den SV Wehen Wiesbaden. Endlich! Die Rostocker beendeten am Sonnabend eine Serie von zuvor neun sieglosen Drittliga-Partien in Serie. Kurios: Die Elf von Trainer Pavel Dotchev ist seit nunmehr sieben Pflichtspielen ungeschlagen. „Wir hatten eine sehr schwierige Phase. Diesmal haben wir uns endlich belohnt“, freute sich Dotchev.

Die ersatzgeschwächten Hausherren, die auch noch Abwehrchef Oliver Hüsing und Rechtsverteidiger Vladimir Rankovic ersetzen mussten, kamen zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Mit viel Dusel (Lattenschuss von Simon Brandstetter) und einem überragenden Torhüter Janis Blaswich überstanden die Hanseaten die 25-minütige Druckperiode der Hessen, die kurzfristig auf ihren angeschlagenen Top-Torjäger Manuel Schäffler verzichten mussten.

Hansa Rostock: Die Einzelkritik vom 35. Spieltag

Zur Galerie
Anzeige

Eine knappe halbe Stunde mussten die 9600 Zuschauer, darunter 14 Wehen-Fans, auf den ersten gelungenen Angriff der Hausherren warten – und der sorgte gleich für Gefahr. Nach einem Pass von Mike Owusu drosch Fabian Holthaus den Ball aus drei Metern auf die Nordtribüne (27.). „Das kann passieren. Der Ball kam ziemlich scharf und sprang noch mal auf“, meinte Pascal Breier, der zwei Minuten später die Gastgeber in Führung brachte. Nach einer perfekten Hereingabe von Holthaus schob Breier den Ball mit dem linken Fuß ins rechte Eck – 1:0. „Fabian ist ja nicht für das Toreschießen zuständig, deshalb hat er das 1:0 vorbereitet“, scherzte Breier.

Der fünfte Saisontreffer des 26-Jährigen tat den Hanseaten sichtlich gut. „Mit der Zeit wurden wir immer besser und mit der Führung im Rücken auch selbstbewusster“, konstatierte Dotchev zufrieden. Der Hansa-Coach war aufgrund der langen Verletztenserie erneut zum Improvisieren gezwungen. „Die Viererkette hat so noch nie zusammengespielt“, meinte der 52-Jährige mit Blick auf die anfänglichen Abstimmungsprobleme. Im Mittelfeld kam Stefan Wannenwetsch gleich auf drei Positionen zum Einsatz. Er fing als Sechser an, übernahm nach der Pause zunächst den Part im offensiven Mittelfeld, ehe er den rechten Flügel beackerte. Wichtiger noch: Als Lukas Scherff an Gäste-Torhüter Markus Kolke scheiterte, war der Blondschopf zur Stelle und köpfte zum erlösenden 2:0 (76.) ein.

Mehr zum FC Hansa Rostock

SV-Trainer Rüdiger Rehm, dessen Team durch die vierte Niederlage in Folge Relegationsplatz drei verspielte, verstand die Fußball-Welt nicht mehr. Die Partie habe einen „ganz komischen Verlauf“ genommen, meinte er. Pavel Dotchev räumte zwar ein, „dass wir das Glück auf unserer Seite hatten“, machte aber sofort klar: „Es war nicht nur Glück. Beide Tore waren super herausgespielt. Wir hätten den Sack schon viel früher zumachen können.“

Für den Coach blieb nach dem 16. Saisonspiel ohne Gegentor die Erkenntnis, dass „wir für die neue Spielzeit mehr im offensiven als im defensiven Bereich etwas machen müssen“. Doch zunächst gilt es, das Restprogramm dieser Spielzeit mit Landespokal und drei Drittliga-Partien gut abzuschließen. „Platz fünf ist noch möglich – und das ist unser Ziel“, meinte Pascal Breier und verschwand freudestrahlend in der Kabine.

Hansa: Blaswich – Nadeau, Riedel, Rieble, Holthaus – Wannenwetsch, Bischoff (76. Alibaz) – Owusu (64.Grupe), Henning, Scherff – Breier (90. Berger).
Wehen Wiesbaden: Kolke – Kuhn, Mockenhaupt, Ruprecht, Mintzel – Dams (61. P. Breitkreuz, 75. P. Müller), Mrowca – Andrist, Dittgen – Diawusie (85. Blacha), Brandstetter.
Tore: 1:0 Breier (29.), 2:0 Wannenwetsch (77.).
Schiedsrichter: Schröder (Hannover).
Zuschauer: 9600.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Mecklenburg Vorpommern
Sport aus aller Welt