05. Februar 2018 / 17:09 Uhr

Hansa-Torschütze Lukas Scherff – sein neuer Vertrag ist fast fertig

Hansa-Torschütze Lukas Scherff – sein neuer Vertrag ist fast fertig

Christian Lüsch
Lukas Scherff (r.) erzielte im Spiel gegen Meppen das 2:0 für den FC Hansa. Bryan Henning (M.) und Pascal Breier jubelten mit.
Lukas Scherff (r.) erzielte im Spiel gegen Meppen das 2:0 für den FC Hansa. Bryan Henning (M.) und Pascal Breier jubelten mit. © Osnapix
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Vor einem Jahr stand der Profi von Hansa Rostock vor dem Aus, jetzt genießt er das Vertrauen von Trainer und Sportdirektor.

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Wie schnell sich die Dinge im Profi-Fußball ändern können: Noch vor einem Jahr deutete bei Lukas Scherff vieles auf einen Vereinswechsel hin. Der Berater des 21-Jährigen, Nico Ziercke, sagte damals: „Nach meinem Bauchgefühl sieht es danach aus, dass sich Lukas nach einem neuen Verein umsehen muss. Natürlich kann es sein, dass Hansa davon ausgeht, dass Lukas nach der Saison (beim FC Schönberg/d.Red.) zurückkehrt. Aber ich glaube, ehrlich gesagt, nicht daran.“

Es kam anders: Nach der Freistellung von Trainer Christian Brand hatte Scherff bei den Hanseaten wieder eine Chance. Und am Sonnabend stellte der Lockenkopf im Spiel gegen den SV Meppen unter Beweis, wie wertvoll er für die Drittliga-Mannschaft sein kann. Trainer Pavel Dotchev hatte den 1,75 Meter großen Mittelfeldspieler für die Schlussphase eingewechselt. Der gebürtige Schweriner war sofort zur Stelle – und wie: „Ich bin einfach hingesprintet und wollte irgendwie an den Ball kommen. Dass ich ihn dann so gut auf den Fuß bekomme und mit rechts reinmache, gibt mir einfach nur ein gutes Gefühl“, berichtete Scherff über seine Aktion, bei der er fünf Minuten vor Spielende zum 2:0-Endstand traf. „Das war ein wichtiges Tor. Meppen hat gedrückt“, schilderte Scherff, der den Jubel vor dem Block der mehr als 1000 mitgereisten Hansa-Fans genoss. Wenig später wurde er von Trainer Dotchev in den Arm genommen, beglückwünscht und geherzt.

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Die Zeichen stehen nun – anders als noch vor einem Jahr unter Trainer Christian Brand und unabhängig von seinem Tor in Meppen – auf Vertragsverlängerung. Scherff hat bei Hansa gute Karten, auch über den 30. Juni hinaus dabeizusein: „Wir schauen nicht auf einzelne Spiele, sondern beurteilen die Gesamtkonstellation“, erklärt Sportdirektor Markus Thiele. Hansa möchte den Jungprofi gern weiter an sich binden. „Er hat sich in der Hinrunde gut eingearbeitet und seine Entwicklung auch beim Spiel in Meppen bestätigt. Wir sind in der finalen Phase der Vertragsverhandlungen. Es sind nur noch wenige Details zu klären“, verrät der 36-Jährige. Scherff habe einen sehr guten Willen und die Mentalität, die zu Hansa passe. „Er bringt mit, was man als Stammspieler in der 3. Liga benötigt. So wie der Verein möchte auch er sich nach oben entwickeln“, schätzt Thiele ein.

Scherff spielt seit 2010 für den FC Hansa. Damals gehörte er zur C-Jugend-Mannschaft. Während der Saison 2014/15 wurde er als A-Jugendlicher zu den Profis geholt, wo er zunächst zwei Drittliga-Einsätze hatte. Dann verliehen ihn die Hanseaten an den damals noch in der Regionalliga aktiven FC Schönberg, für den Scherff in zwei Saisons 44 Punktspiele bestritt, in denen er fünf Tore erzielte. „Bei Hansa passt jetzt alles für mich. Ich hatte von Beginn an einen sehr guten Draht zum Trainer. Die Mannschaft ist eine geile Truppe. Ich fühle mich hier sehr wohl“, sagt Scherff. Nach der Schneeschlacht von Meppen hat er sich erstmal ein bisschen ausgeruht. „Das war ein ganz besonderes Spiel und ein ganz besonderer Moment in meiner Karriere. Das musste ich erst mal sacken lassen.“

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