22. Oktober 2017 / 22:37 Uhr

Hansa will Serie starten

Hansa will Serie starten

Stefan Ehlers
Hansa-Torschütze Marcel Hilßner schreit seine Freude heraus. Der 22-Jährige hat soeben das 2:0 erzielt.
Hansa-Torschütze Marcel Hilßner schreit seine Freude heraus. Der 22-Jährige hat soeben das 2:0 erzielt. © Lutz Bongarts
Anzeige

Der zweite Heimsieg macht Lust auf mehr – vier Scouts sehen bärenstarken Hüsing und einsatzstarke Rostocker.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Rostock. Die Nachspielzeit läuft. Freistoß für den VfL Osnabrück. Die Gäste werfen alles nach vorn, auch Torhüter Marius Gersbeck tummelt sich im Hansa-Strafraum. Die Hereingabe kommt, doch Soufian Benyamina kann klären. Marcel Hilßner schaltet am schnellsten. Er köpft den Ball zu Stefan Wannenwetsch, der den Blondschopf mit einem klugen Pass auf die Reise schickt. Für Hilßner gibt es kein Halten mehr. Der 22-Jährige lässt Marc Wachs stehen, gewinnt auch das Laufduell gegen Gersbeck und schießt den Ball zum 2:0 ins verwaiste Tor. Die Entscheidung!

Der Treffer zum 2:0 (1:0) wirkt wie ein Befreiungsschlag. Entsprechend groß ist der Jubel. Oliver Hüsing sprintet 60 Meter über den Platz, um den Torschützen zu herzen. „Die gesamte Mannschaft hat sich enorm gefreut, weil wir uns endlich mal für den Aufwand belohnt haben“, meint der überragende Abwehrchef. „Von uns ist Ballast abgefallen. Der Sieg tut der ganzen Mannschaft gut“, betont Hilßner freudestrahlend.

Bildergalerie zum 2:0-Sieg des FC Hansa

Die Hansa-Spieler Tommy Grupe, Julian Riedel, Marcel Hilßner und Torwart Janis Blaswich feiern mit den Fans. Zur Galerie
Die Hansa-Spieler Tommy Grupe, Julian Riedel, Marcel Hilßner und Torwart Janis Blaswich feiern mit den Fans. ©
Anzeige

Auch Trainer Pavel Dotchev war glücklich und zufrieden. Osnabrück habe seine beste Saisonleistung gezeigt, „deswegen schmeckt dieser Sieg umso mehr“, meint der Coach, der sich beim zweiten Saison-Heimsieg vor allem auf seine Defensive verlassen konnte.

Allen voran Oliver Hüsing. Der 24-Jährige räumte kompromisslos ab und glänzte zudem als Torschütze. Andere Vereine sind offenbar längst auf den kopf- und zweikampfstarken Innenverteidiger aufmerksam geworden. Am Freitagabend saßen Scouts des Hamburger SV, von Holstein Kiel, dem FC Ingolstadt und dem 1. FC Nürnberg (Mittwochabend Pokal-Kontrahent der Osnabrücker) auf der Tribüne.

Einzelkritik: Die Noten für die Hansa-Kicker zum 2:0-Sieg gegen Osnabrück

Hüsing wiegelt ab. „Ich habe noch anderthalb Jahre Vertrag bei Hansa.“ Auch Dotchev versucht, das Thema gar nicht erst aufkommen zu lassen. „Olli geht nicht. Ich gebe ihn nicht frei.“ Und falls doch? „Dann werden wir ihn ersetzen müssen.“ Der Deutsch-Bulgare traut Hüsing den Sprung in den höherklassigen Fußball durchaus zu: „Er spielt besser als vor ein paar Jahren. Er kann überall spielen – am besten bei uns.“

Dotchev hatte nach dem schwachen Auftritt eine Woche zuvor in Jena (0:1) sein Team am Freitag auf mehreren Positionen verändert. Der leicht angeschlagene Selcuk Alibaz stand nicht mal im Kader, Benyamina und Hilßner schmorten auf der Bank. „Der kleine Denkzettel hat Früchte getragen“, meint Hilßner und hofft auf den Beginn einer Serie. Ähnlich sieht es Dotchev. „Wenn wir in Unterhaching nachlegen können, haben wir gegen Karlsruhe viel mehr Selbstvertrauen“, fügt er mit Blick auf die kommenden Partien hinzu. „Wir müssen konstanter werden“, fordert der Deutsch-Bulgare.

Jubel im Ostseestadion: Hansa bezwingt Osnabrück mit 2:0

Spielerisch blieben vor 11600 Zuschauern im Ostseestadion erneut viele Wünsche offen. Nach der frühen Führung durch Hüsings dritten Saisontreffer (7.) und ansprechender erster Hälfte beschränkten sich die Hausherren darauf, den Vorsprung zu verwalten. Die Osnabrücker wurden immer stärker, waren aber im Abschluss nicht entschlossen genug. Hüsing: „Wir haben mit Mann und Maus verteidigt und das Ding am Ende über die Runden gebracht.“

Hansa blieb gegen das jetzige Schlusslicht bereits zum siebten Mal ohne Gegentor und stellt die zweitbeste Defensive der Liga. Doch in der Offensive geht die Suche nach der Idealbesetzung weiter. „Wir haben noch ein paar Optionen“, meint Dotchev. Der Coach ist sich sicher: „Irgendwann wird die Maschinerie laufen und dann werden wir noch mehr Freude haben.“

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Mecklenburg Vorpommern
Sport aus aller Welt