Ägyptisches Duo: Radwan Yasser (l.) und Mohamed Emara.  Hansas Ägypter: Yasser Radwan und Mohamed Emara (v.l.) kickten um die Jahrtausendwende für die Rostocker in der 1. Bundesliga. © Ove Arscholl
Ägyptisches Duo: Radwan Yasser (l.) und Mohamed Emara. 

Hansas Ägypter: Weit weg und doch immer dicht dran

Yasser und Emara verfolgen ihren früheren Klub immer noch sehr aufmerksam.

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Rostock. Das war mal ’ne runde Sache: Trotz einiger Kilos zu viel auf den Rippen fegte Mohamed Emara wie in besten Bundesliga-Zeiten über den Rasen des Ostseestadions. Und damit nicht genug. Der ägyptische Kugelblitz traf zudem für die Hansa-Allstars bei ihrem 9:11 gegen die Aufsteiger von 2007 immerhin zwei Mal selbst ins Schwarze. Bei seinen rund 1,70 Meter bringt der 43-Jährige mittlerweile stolze 90 Kilo auf die Waage. „Ich musste etwas ziehen, um ins Trikot zu kommen“, grinste der 43-Jährige, der bei der „Rückkehr der Legenden II“ einen Heidenspaß hatte.

Gemeinsam mit seinem Landsmann Yasser Radwan (45) war Emara zum ersten Mal seit ihrem Hansa-Abschied wieder in Rostock – obwohl sie Deutschland schon öfter besucht hatten. „Wir wurden nach 15 Jahren das erste Mal eingeladen. Ich habe mich sehr gefreut, dass Hansa noch an uns denkt“, meinte Yasser, wie er mit seinem „Künstlernamen“ genannt wurde, und strahlte: „In meinem Gefühl kommt alles von damals noch einmal zurück.“ Kleine Orientierungsschwierigkeiten hatte er allerdings in Rostock: „Es hat sich so viel verändert, es wird sehr viel gebaut.“

Die beiden Nationalspieler hatten über die Jahrtausendwende dem FCH einen ägyptischen Touch verpasst. Den Anfang machte Yasser, der 1996 von Trainer Frank Pagelsdorf zum damaligen Bundesligisten gelotst wurde. In sechs Jahren absolvierte der Dauerläufer mit der Pferdelunge 142 Spiele für die Rostocker, erzielte dabei sechs Tore. Mohamed Emara folgte von 1999 bis 2002 (79 Spiele). „Das war die beste Zeit meiner Karriere. Wir haben gegen Dortmund und Bayern München gewonnen!“, sprudelte es aus dem Abwehrmann in genauso gutem Deutsch heraus. „Ich liebe Deutschland, ich liebe Hansa Rostock. Das ist meine große Familie.“ „Mo“ hat sich sogar vor drei Wochen das DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC (0:2) daheim in Ägypten angeschaut. Allerdings hinterließ der Pyro-Skandal auf den Rängen bei ihm auch Fragezeichen: „Was war da los mit den Fans?“

Dem Fußball ist Emara seit einigen Jahren als Co-Kommentator für den Fernsehsender DMC wieder verbunden. Davor hat er sich im Immobiliengeschäft versucht und für einen Erdölkonzern gearbeitet. Yasser Radwan hingegen blieb immer am Ball. Seit zehn Jahren ist er Trainer. Er coachte unter anderem die ägyptische U21 und betreut jetzt den Zweitligisten Gomhoreyet Shbeen aus Alexandria. „Im letzten Jahr waren wir Fünfter. Ich hoffe, dass wir diese Saison den Aufstieg schaffen. So wie Hansa, die müssen auch wieder hochkommen“, sagt Yasser mit leuchtenden Augen. Das wäre dann vielleicht auch ein Grund für das nächste Wiedersehen. 

Region/Mecklenburg Vorpommern F.C. Hansa Rostock (Herren)

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