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Hansas Debütant Eisele will Taten sprechen lassen

Christian Lüsch
Torhüter Kai Eisele (22) springt für den verletzten Janis Blaswich ein. Die erste Bewährungsprobe steht ihm morgen in Halle bevor. © Lutz Bongarts

Torhüter springt für Janis Blaswich ein / Team mit Personalsorgen nach Halle.

Rostock. Der Fragenkatalog für Kai Eisele war fertig nachdem klar war, dass Hansa-Stammtorhüter Janis Blaswich in diesem Jahr wegen einer Leistenoperation kein Spiel mehr für den Fußball-Drittligisten aus Rostock bestreiten kann. Doch Eisele ließ alle Journalisten abblitzen: Er stehe für Interviews erst nach dem Spiel beim Halleschen FC (morgen, 19.00 Uhr) zur Verfügung, ließ er über Vereins-Pressesprecherin Marit Scholz ausrichten. Der Mann will Taten sprechen lassen.

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Liveticker zum Hansa-Spiel in Halle am Freitag ab 19.00 Uhr im OZ-Sportbuzzer​

Und so musste gestern Trainer Pavel Dotchev einspringen: „Er hatte genug Zeit, sich anzupassen. Ich sehe, das er sich bei uns verbessert hat und habe volles Vertraue“, stärkte der Hansa-Coach dem 22-jährigen Schlussmann den Rücken. Eisele war im Sommer vom Bundesliga-Reserveteam des SC Freiburg an die Ostseeküste gewechselt. „Es ist eine Riesenchance für ihn“, motivierte der gebürtige Bulgare.

Dotchev ließ gestern keine Zweifel aufkommen. Er hält Eisele für gut genug, um beim Ostderby in Halle zu bestehen. Die Vorbereitung auf diesen Tag X lief bereits in der vergangenen Woche an. Dotchev wusste, dass Blaswich an der Leiste operiert wird. Er schickte Eisele ins Oberliga-Team. Im Spiel gegen den Charlottenburger FC aus Berlin hielt Eisele seinen Kasten sauber. Hansas Reserveteam holte einen Punkt.

Bischoff, Hilßner, Quiring - Hansa-Trio gegen Halle fraglich

Dotchev hat andere Sorgen. Er muss beim Auswärtsspiel Willi Evseev und Christopher Quiring ersetzen. Zudem bangt der 52-Jährige um Kapitän Amaury Bischoff, der Adduktoren-Probleme hat. „Es ist sehr wichtig, dass er spielt, denn er sorgt für Struktur“, verdeutlichte Dotchev. Bischoff hat die Reise mit dem Team am Donnerstag angetreten. Ob er eingesetzt werden kann, entscheidet sich kurzfristig.

Hansas Cheftrainer warnt zwar vor den Stärken des Halleschen FC, der aus den vergangenen drei Spielen neun Punkte holte (Torverhältnis 8:0). „Das wird aber eine schwere Aufgabe. Halle hat eine starke Mannschaft mit guten Individualisten“, sagte der Hansa-Trainer vor dem Aufeinandertreffen der beiden ehemaligen DDR-Oberligisten.

Anderseits ist er zuversichtlich, dass sein Team, das zwei Siegen in Folge geholt hat und von bis zu 1200 Fans unterstützt werden wird, weiter punkten kann. Optimisten, die den Aufstieg in dieser Saison für möglich halten entgegnete Dotchev: „Wir müssen realistisch sein: Wir sind noch weit weg von einer Spitzenmannschaft, die aufsteigen kann.“ Dotchev hätte sicher nichts dagegen, wenn seine Elf ihm morgen Abend beim letzten Auswärtsspiel des Jahres das Gegenteil beweisen würde.

So könnten sie spielen:
Hallescher FC: Tom Müller - Tob. Müller, Kleineheismann, Schilk - Gjasula, Fennell - Zenga, Baumgärtel - El-Helwe, Fetsch, M. Röser.
FC Hansa Rostock: K. Eisele – Nadeau, Hüsing, Riedel, Holthaus – Henning, Wannenwetsch – Hilßner, Alibaz, Scherff (Bischoff) – Benyamina.

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Hier sind die ehemaligen Hansa-Profis gelandet

Hansas Ex-Kapitän Michael Gardawski hat es in die erste polnische Liga zu Korona Kielce gezogen. Der gebürtige Kölner hat auch die polnische Staatsbürgerschaft. © Lutz Bongarts
Towart Samuel Aubele ist beim TuS Erndtebrück in der Regionalliga West gelandet. © Frank Söllner
Marcus Hoffmann ist nach wie vor vereinslos. Der Verteidiger war zum Ende der Sommer-Transferperiode beim FSV Zwickau im Gespräch, ein Transfer kam aber nicht zustande. © Lutz Bongarts
Offensivmann Stephan Andrist ist innerhalb der 3. Liga gewechselt und kickt jetzt für den SV Wehen Wiesbaden. © Lutz Bongarts
Torhüter Eric Behrens hält seit diesem Sommer den Kasten des TSV Graal-Müritz sauber. Für den 20-Jährigen ging es von der 3. in die 7. Spielklasse. © F.C. Hansa Rostock
Christian Dorda hat den FC Hansa nach zwei Jahren verlassen. Neuer Klub: KFC Uerdingen - Aufsteiger in die Regionalliga West. © Lutz Bongarts
Aleksandar Stevanovic wurde in der Karriere sehr oft von Verletzungen zurückgeworfen - auch in Rostock. Nun sucht er beim SV Elversberg (Regionalliga Südwest) sein neues Glück. © Frank Söllner
Offensivspieler Timo Gebhart ist wieder zu seinem Ex-Verein 1860 München zurückgekehrt. Die Löwen spielen nach ihrem Insolvenzantrag im Sommer in der Regionalliga Süd. © Lutz Bongarts
Alles sah nach einem Verbleib von Maximilian Ahlschwede (r.). Der Außenverteidiger entschied sich im Sommer jedoch für einen Wechsel zum Drittligisten FC Würzburger Kickers. © Lutz Bongarts
Von der dritten in die fünfte Liga: Innenverteidiger Matthias Henn (l.) unterschrieb bei der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg (Hessenliga). © Lutz Bongarts
War einer der Leistungsträger beim FC Hansa: Marcel Schuhen wechselte in die 2. Bundesliga zum SV Sandhausen und steht dort seit Saisonbeginn auch zwischen Pfosten als Nummer eins. © Lutz Bongarts
Von einem zum nächsten Ostklub: Dennis Erdmann ist seit Juli beim Drittligisten 1. FC Magdeburg unter Vertrag. © Fotostand/Krause
Hasan Ülker hat wie Marcus Hoffmann derzeit noch keinen neuen Verein gefunden. © Frank Söllner
Sein Abgang kam nicht überraschend: Tobias Jänicke schloss sich dem 1. FC Saarbrücken (Regionalliga Südwest) an. Unter Ex-Coach Christian Brand wurde der gebürtige Neubrandenburger unterhalb der vergangenen Rückrunde in die 2. Mannschaft degradiert. Die Aktion des Coaches kam bei vielen Fans nicht gut an. © Lutz Bongarts
Ronny Garbuschewski fand mit dem FSV Zwickau (3. Liga) im Sommer einen neuen Arbeitgeber. © Lutz Bongarts
Nachdem Hansa den Torhüter Luis Zwick im Sommer vom schottischen Zweitligisten Dundee United verpflichtete, verlieh der Drittligist den Schlussmann wieder zu Hertha BSC II in die Regionalliga Nordost. © Dietmar Lilienthal
Florian Esdorf, der in der vergangenen Saison an Ex-Regionalligist FC Schönberg verliehen war, wechselte zum FSV Wacker Nordhausen (Regionalliga Nordost). © Lutz Bongarts
Kerem Bülbül war in seiner Rostocker Zeit nur vom FC Ingolstadt für ein Jahr ausgeliehen. Der Mittelfeldmann spielt mittlerweile beim FSV Mainz II (Regionalliga Südwest). © Frank Söllner
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