21. November 2017 / 00:00 Uhr

Hansas neuer Sportchef: Die Richtung stimmt

Hansas neuer Sportchef: Die Richtung stimmt

Kai Rehberg
Übernimmt Mitte Dezember den Posten des Sportlichen Leiters beim FC Hansa Rostock: Markus Thiele.
Übernimmt Mitte Dezember den Posten des Sportlichen Leiters beim FC Hansa Rostock: Markus Thiele. © Lutz Bongarts
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Markus Thiele hat bei den Rostockern zwei Baustellen ausgemacht: Zweitliga-Aufstieg und Nachwuchs.

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Offiziell tritt Markus Thiele sein neues Amt erst in gut drei Wochen an – im Hintergrund ist Hansas künftiger Sportchef aber schon fleißig am Werk. Seit dem Wochenende lernt der 35-Jährige seinen neuen Verein kennen. Er stellte sich Mannschaft, Mitarbeitern und Vereinsmitgliedern vor und geht zudem in Rostock auf Wohnungssuche.

„Wir hatten erst mal ein allgemeines Update, was noch bis zum 15. Dezember vom jetzigen Vorstand zu machen ist“, erklärte Klubchef Robert Marien. „Wir wollen nicht bis dahin alles stehen und liegenlassen. Es gibt schon ein, zwei Entscheidungen, die wir vorher treffen müssen.“

Nach Auswärtssieg: Hansa-Coach Dotchev hat Gesprächsbedarf

Dabei wird Thiele bereits eingebunden. Der Schwabe war bisher beim Drittliga-Konkurrenten VfR Aalen für Sport und Marketing verantwortlich. Dort erlebte er eine turbulente vergangen Saison. Trotz Insolvez und Neun-Punkte-Abzug hielt der VfR die Klasse. „Wir waren nicht einen Tag auf einem Abstiegsplatz, haben eine sensationalle Rückrunde (29 Punkte aus 19 Partien/d.Red.) gespielt. Das geht nur, wenn man zusammenhält. Nicht nur Mannschaft und Trainerteam, sondern der komplette Verein. Es zeigt mir, dass man viel bewegen kann, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht“, erzählt Thiele.

Verträge von Leistungsträgern verlängern

Seine Aufgabe geht er voller Tatendrang, aber auch mit einer gehörigen Portion Respekt an. „Wenn man die Liga anschaut, ist Hansa der größte Drittligist. Es ist eine reizvolle Aufgabe, sich bei einem so großen Verein einbringen zu können“, sagt der Schwabe. Schwerpunkte hat er schon gesetzt. „Es gibt zwei große Bausteine: Klar, Hansa Rostock will wieder zurück in die 2. Liga. Daran werden wir arbeiten. Die Weichen wurden schon in die richtige Richtung gestellt. Und man muss schauen, dass man den Verein im Nachwuchsbereich wieder nach vorne bringt.“

Mit Chefcoach Pavel Dotchev steht er bereits im engen Kontakt, auch was mögliche Verpflichtungen in der Winterpause betrifft. Bekanntlich drückt die Rostocker der Schuh vor allem vorn: In 16 Spielen schossen sie nur 17 Tore. „Ich werde mich intensiv mit dem Trainer austauschen. Über Details haben wir noch nicht gesprochen. Als Außenstehender wäre das sonst ein Schnellschuss“, erklärt der frühere U-23-Fußballer des VfR. Es sei das Ziel gewesen, noch dieses Jahr anzufangen, um die Kaderplanungen für die nächste Saison voranzutreiben. Bei zwölf Profis laufen am Saisonende die Verträge aus (u.a. Bernyamina, Henning, Holthaus) oder endet die Leihe wie bei Torhüter Janis Blaswich.

Zweitliga-Aufstieg 2019 anvisiert

Der Zweitliga-Aufstieg wird von den Rostockern 2019 anvisiert. Unter glücklichen Umständen wäre er aber auch schon in dieser Saison nicht unmöglich. Vor zwei Jahren kletterten zum Beispiel die Würzburger Kickers durch eine starke zweite Halbserie vom neunten noch auf den zweiten Platz. Die Rostocker, derzeit Siebter, empfangen am Sonnabend den Tabellendritten Fortuna Köln.

Markus Thiele beschäftigt sich nicht mit solchen Rechen- und Gedankenspielen. „Die Mannschaft wurde im Sommer neu zusammengestellt, muss sich erst komplett neu finden“, wirft der Hansa-Sportchef ein. „Momentan ist eine gute Basis gelegt. Ich spüre, dass es auch in Rostock in die richtige Richtung läuft.“

Die Sportlichen Leiter beim FC Hansa in den vergangenen Jahren

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