DSC_6045 (1) Malte Jaskosch stand bis zum Sommer an der Seitenlinie des SV Komet Pennigbüttel. © Werner Maass
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Happy in England: Malte Jaskosch über sein Sportjahr 2017

Bis zum Jahresende präsentiert das Osterholzer Kreisblatt einen sportlichen Menschen aus dem Verbreitungsgebiet der Zeitung, der über sein Sportjahr 2017 berichtet

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Mein Sportjahr begann mit einem Highlight: Mein jüngerer Sohn Mathis nahm erstmals überhaupt und als einziger Osterholzer Teilnehmer an einer niedersächsischen A-Rangliste im Badminton teil. Das war für ihn – aber auch für mich – ein ganz tolles Erlebnis. Überhaupt schaue ich mir sehr gerne andere Sportarten neben Fußball an. Ich finde, viele Fußballer können sich von anderen Sportlern oftmals in Sachen Fairness und Umgang untereinander eine Scheibe abschneiden. Mathis wurde am Ende übrigens sogar Zwölfter, was ein riesiger Erfolg war.

Mein eigenes Sportjahr war natürlich geprägt von einer ganz harten Rückrunde mit dem SV Komet Pennigbüttel in der Fußball-Landesliga. Wir sind mit zwei bitteren 1:2-Niederlagen ins Jahr gestartet, danach war im Prinzip klar, dass der Traum vom Klassenerhalt unerreichbar ist. Doch wie die komplette Mannschaft – trotz dieser aussichtslosen Lage – im Training und bei den Spielen weiterhin mitgezogen hat, das war außergewöhnlich. Dass dieses Gerede vom besonderen Pennigbütteler Zusammenhalt nicht bloß Worthülsen sind, hat sich dann letztlich ja auch darin gezeigt, dass der komplette Kader zusammengeblieben ist. Vielleicht war das rückblickend der größte Erfolg unseres Landesliga-Abenteuers.

Dass ich nach drei Jahren bei den „Kometen“ meinen Hut nehmen würde, stand schon früh im Jahr fest. Der Akku war einfach leer. Zwei fantastische, aber auch kräftezehrende Meisterschaften, dazu die lehrreiche Landesligasaison – ich brauchte einfach eine Auszeit. Die habe ich ab Ende Juni dann auch intensiv genutzt. Die vielen Spaziergänge mit meiner Frau Manuela und unserem Hund Lilli waren wirklich eine ganz neue Erfahrung, die ich extrem genossen habe. Gleiches gilt für einen unvergesslichen England-Trip mit meinem älteren Sohn Marven.

Im August haben wir uns dabei unter anderem die Eröffnungspartie der Premier League zwischen Arsenal und Leicester City angesehen. Ein ausverkauftes Stadion, dazu ein spektakuläres 4:3 – ein unglaubliches Erlebnis. Wir haben uns dann auch noch die Partie Southampton gegen Swansea angeschaut. Besonders hier ist uns aufgefallen, wie anders der Fußball in England ist. Nicht weil er besser ist, sondern weil es keine Rudelbildung gibt, die Spieler bleiben nicht schauspielernd am Boden liegen, es gab so gut wie keine Polizeipräsenz und trotzdem (oder gerade deshalb) war es eine komplett friedliche Atmosphäre.

Auch auf den heimischen Plätzen habe ich das halbe Jahr genutzt, um mit meinem Vater Hans ganz viele Spiele anzuschauen. Auch ruhig mal runter bis in die 2. Kreisklasse. Das ist in den vergangenen Jahren ebenfalls viel zu kurz gekommen. Seit einigen Wochen steht fest, dass ich ab Januar den Bremen-Ligisten Blumenthaler SV übernehmen werde. Keine Frage: Die Akkus sind wieder aufgeladen und ich verspüre große Lust und Motivation auf die neue und reizvolle Aufgabe im Bremer Norden.

Mein Sportjahr: Bis zum Jahresende präsentiert das Osterholzer Kreisblatt an jedem Werktag einen sportlichen Menschen aus dem Verbreitungsgebiet der Zeitung, der über seine spannendsten Momente in seinem ganz persönlichen Sportjahr 2017 berichtet.

Region/Bremen Bezirk Lüneburg Bezirksliga Bezirk Lüneburg 3 (Herren) SV Pennigbüttel (Herren)

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